Einweg E-Zigarette | Wegwerfen | Test | Shop
Einweg E-Zigarette zum Wegwerfen im Test & Vergleich
E-Zigaretten und Liquids sind ausschließlich für Personen ab 18 Jahren bestimmt. Nikotin kann abhängig machen.
Geprüft von Oliver Prust · Inhaber MaxVapor.de, seit 2012 auf E-Zigaretten spezialisiert · Zuletzt aktualisiert: Januar 2026
Kurz & Knapp: Einweg E-Zigaretten
- Sofort startklar – kein Aufladen, kein Befüllen, direkt losdampfen
- Ideal für Einsteiger – günstiger Einstieg ohne Vorkenntnisse
- Haltbarkeit: ca. 500–700 Züge je nach Modell
- Preis: ab ca. 6–10 € pro Gerät
- Nachteil: nicht nachfüllbar, Umweltbelastung durch Elektroschrott
- EU-Batterieverordnung: Verkaufsverbot für nicht austauschbare Batterien ab 2027
- Aromenverbot geplant: BMLEH will Menthol und Kühlstoffe verbieten – 80 % der Liquids betroffen
- Alternative: Pod-Systeme sind nachhaltiger und langfristig günstiger
Auf der Suche nach der richtigen E-Zigarette finden sich unerfahrene Dampfer und Einsteiger in einem regelrechten Dschungel von Produkten wieder. Im Fachhandel werden neben Pod-Systemen, Clearomizern und komplexeren Systemen auch Wegwerfvarianten angeboten, sogenannte Einweg-E-Zigaretten oder Disposables. In meiner Zeit als Betreiber von MaxVapor habe ich unzählige Kundenanfragen zu diesen kompakten Geräten beantwortet, und die Fragen sind immer dieselben: Was genau ist das, wie funktionieren sie, und lohnt sich der Kauf überhaupt? Dieser Ratgeber soll Ihnen alle Informationen an die Hand geben, damit Sie eine fundierte Entscheidung treffen können – inklusive eines ehrlichen Blicks auf die Nachteile und die rechtliche Zukunft dieser Produktkategorie.
Was ist eine Einweg-E-Zigarette?
Eine Einweg-E-Zigarette ist eine spezielle E-Zigarette, die komplett geliefert wird und direkt nach dem Auspacken startklar ist. Im Handel finden Sie diese Geräte auch unter Bezeichnungen wie Einweg-Vape, Disposable Vape oder E-Shisha – gemeint ist immer dasselbe Produkt. Das Funktionsprinzip unterscheidet sich nicht von anderen E-Zigaretten: Elektrisch erzeugte Hitze sorgt für das Verdampfen des eingefüllten Liquids, anschließend wird der entstehende Dampf inhaliert. Der wesentliche Unterschied zu herkömmlichen Geräten liegt in der Konzeption: Bei einer Einweg-E-Zigarette muss weder Liquid nachgefüllt noch der Akku aufgeladen werden, das Dampfvergnügen kann sofort losgehen.
Sobald der Akku verbraucht und der Liquidtank leer ist, wird die gesamte E-Zigarette entsorgt – daher stammt auch der Name „Einweg" oder im Englischen „Disposable". Diese Geräte sind in der Anschaffung wesentlich günstiger als wiederverwendbare E-Zigaretten; im Fachhandel und online finden Sie Modelle bereits für unter 10 Euro. Der niedrige Einstiegspreis macht Einweg-E-Zigaretten besonders für Menschen attraktiv, die das Dampfen zum ersten Mal ausprobieren möchten, ohne gleich eine größere Investition zu tätigen.
Für wen eignet sich eine Einweg-E-Zigarette?
Einweg-E-Zigaretten sprechen verschiedene Zielgruppen an, und in meiner Beratungspraxis bei MaxVapor habe ich gelernt, dass die Motivation zum Kauf sehr unterschiedlich sein kann. Die größte Gruppe sind Menschen, die neugierig auf das Dampfen sind, aber vor der Anschaffung von Equipment und Liquids für herkömmliche E-Zigaretten zögern. Eine Einweg-E-Zigarette bietet diesen Interessierten einen kostengünstigen und unkomplizierten Einstieg: Sie kaufen das Gerät, packen es aus, und können sofort loslegen. Kein Studium von Bedienungsanleitungen, kein Nachdenken über Nikotinstärken und Liquidzusammensetzungen – einfach dampfen und schauen, ob es gefällt.
Für erfahrene Dampfer hingegen bieten Einweg-E-Zigaretten eine praktische Möglichkeit, neue Geschmacksrichtungen zu testen, bevor sie sich für ein größeres Liquid entscheiden. Außerdem dienen sie als Backup für unterwegs: Wer das hochwertige Gerät nicht überall mitnehmen möchte – sei es auf einer Party, beim Wandern oder auf Reisen – greift gerne zur kompakten und leichten Einweg-Variante. Sollte das Gerät verloren gehen oder beschädigt werden, ist der finanzielle Verlust überschaubar.
Eignen sich Einweg-E-Zigaretten für Vielrauchende?
Ob eine Einweg-E-Zigarette für Menschen mit hohem Tabakkonsum geeignet ist, hängt vom individuellen Dampfverhalten ab. Für unterwegs eignet sich eine Einweg-E-Zigarette durchaus, da sie leichter zu transportieren ist und wenig Platz wegnimmt. Als dauerhafte Lösung für den häuslichen Gebrauch würde ich sie allerdings nicht empfehlen: Vielrauchende müssten die Geräte zu oft wechseln, was auf Dauer teuer wird und erheblichen Müll produziert. Hier ist ein Pod-System oder eine klassische E-Zigarette die bessere Wahl, auch wenn die Anfangsinvestition höher ist.
Aufbau einer Einweg-E-Zigarette: Wie funktioniert sie?
Einweg-E-Zigaretten kommen meist im beliebten Cig-a-Like-Format oder als schmale Stifte, deren Form an einen gewöhnlichen Glimmstängel oder einen Filzstift erinnert. Der innere Aufbau entspricht im Grundprinzip dem aller E-Zigaretten: Ein Akku liefert Strom an einen Heizdraht (Coil), der in einem kleinen Verdampfer sitzt. Dieser Verdampfer ist von Watte umgeben, die mit Liquid getränkt ist. Beim Ziehen am Mundstück erhitzt sich der Draht, das Liquid verdampft, und der entstehende Dampf wird inhaliert.
Da es sich bei der Einweg-E-Zigarette um eine einfache Wegwerfvariante handelt, ist die eingebaute Technik bewusst simpel gehalten. Die Akkus sind schwächer als bei wiederverwendbaren Geräten, die Verdampfer produzieren weniger Dampf, und Einstellungsmöglichkeiten wie Watt-Regelung oder Temperaturkontrolle gibt es nicht. Die meisten Einweg-E-Zigaretten funktionieren vollautomatisch per Zugautomatik (auch Zugsensor genannt) – sobald Sie am Mundstück ziehen, aktiviert sich das Heizelement. Einen Feuerknopf zum Drücken suchen Sie bei den meisten Modellen vergeblich. Das Zugverhalten entspricht dem MTL-Stil, der dem Ziehen an einer Tabakzigarette ähnelt und einen angenehmen Throat-Hit (das leichte Kratzen im Hals) erzeugt.
Diese Einfachheit ist gleichzeitig der größte Vorteil für Einsteiger: Es gibt nichts einzustellen, nichts zusammenzubauen, nichts falsch zu machen. Auspacken, ziehen, dampfen – mehr braucht es nicht. Für alle, die sich mit der Funktionsweise von E-Zigaretten noch nicht auskennen, ist das ein echter Pluspunkt.
Wie lange hält eine Einweg-E-Zigarette?
Der Begriff „Einweg" ist etwas irreführend, denn auch eine Einweg-E-Zigarette kann mehrmals benutzt werden und ist keineswegs nur für den einmaligen Gebrauch gedacht. Mit „Einweg" ist vielmehr gemeint, dass das Gerät nach dem Aufbrauchen nicht nachgefüllt oder aufgeladen werden kann – es wird als Ganzes entsorgt. Die Hersteller geben die Lebensdauer üblicherweise in Zügen an: je nach Modell sind das ungefähr 500 bis 700 Züge, manche größeren Geräte schaffen auch mehr.
Was bedeutet das in der Praxis? Ein durchschnittlicher Raucher, der etwa eine Schachtel Zigaretten am Tag konsumiert, macht ungefähr 200 Züge pro Tag. Eine Einweg-E-Zigarette mit 600 Zügen würde also theoretisch etwa drei Tage halten. In der Realität hängt die tatsächliche Haltbarkeit stark vom individuellen Dampfverhalten ab: Wer lange, tiefe Züge nimmt, verbraucht das Gerät schneller als jemand, der nur gelegentlich daran zieht. Außerdem spielen Faktoren wie die Umgebungstemperatur und die Lagerung eine Rolle – bei extremer Kälte oder Hitze kann die Akkuleistung beeinträchtigt werden.
Nach den Vorgaben der TPD2 dürfen in der EU verkaufte Einweg-E-Zigaretten maximal 2 ml Liquid enthalten, und die Nikotinkonzentration ist auf 20 mg/ml begrenzt. Die meisten Einweg-Modelle verwenden Nikotinsalz statt herkömmlichem Nikotin, da es bei hohen Konzentrationen sanfter im Hals ist und schneller vom Körper aufgenommen wird. Diese Begrenzung sorgt dafür, dass europäische Modelle in der Regel zwischen 400 und 700 Züge liefern – weniger als manche im Internet angebotenen Geräte aus Nicht-EU-Ländern, die aber nicht legal in Deutschland verkauft werden dürfen.
Geschmacksrichtungen von Einweg-E-Zigaretten
Die Vielfalt an Geschmacksrichtungen ist einer der Gründe, warum Einweg-E-Zigaretten so beliebt geworden sind. Anders als bei klassischen Zigaretten, die praktisch alle nach Tabak schmecken, gibt es bei Einweg-E-Zigaretten eine schier endlose Auswahl an Aromen. Die Varianten reichen vom klassischen Tabakgeschmack über Menthol und Minze bis hin zu fruchtigen Optionen wie Mango, Erdbeere, Wassermelone oder Trauben. Besonders beliebt sind auch Mischungen wie „Blueberry Ice" oder „Tropical Fruits", die fruchtige Süße mit einer kühlenden Menthol-Note kombinieren.
Für Umsteiger von der Tabakzigarette empfehle ich in der Beratung häufig, zunächst mit einem Tabak- oder Menthol-Geschmack zu beginnen, da diese dem gewohnten Raucherlebnis am nächsten kommen und ein vertrautes Dampferlebnis bieten. Wer sich bereits an das Dampfen gewöhnt hat, experimentiert dann gerne mit den fruchtigen und süßen Varianten. Die Geschmacksvielfalt ist übrigens auch ein Grund, warum manche erfahrene Dampfer gelegentlich zu Einweg-Modellen greifen: Sie können ein neues Aroma testen, ohne gleich eine ganze Flasche Liquid kaufen zu müssen.
Ein wichtiger Hinweis: Die bunte Geschmackswelt der Einweg-E-Zigaretten ist ein Grund für die Kritik von Gesundheitsexperten und Jugendschützern. Die süßen, fruchtigen Aromen und die farbenfrohen Verpackungen wirken besonders auf junge Menschen ansprechend – ein Aspekt, der bei der aktuellen Diskussion um strengere Regulierungen eine zentrale Rolle spielt. Als verantwortungsvoller Händler ist mir wichtig zu sagen: E-Zigaretten sind Produkte für erwachsene Raucher oder Ex-Raucher, die nach einer weniger schädlichen Alternative suchen, und keine Lifestyle-Accessoires für Jugendliche.
Wie viel kostet eine Einweg-E-Zigarette?
Der Preis von Einweg-E-Zigaretten liegt in der Anschaffung weit unter dem von wiederverwendbaren Geräten – genau das macht sie für Einsteiger so attraktiv. Im deutschen Fachhandel bewegen sich die Preise je nach Marke und Modell zwischen etwa 6 und 12 Euro pro Gerät. Beliebte Marken wie Elf Bar 600, Lost Mary BM600, SKE Crystal Bar oder Vozol Bar 500 bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und sind ab etwa 6 Euro erhältlich, während Premium-Marken wie GeekBar etwas mehr kosten können.
Auf den ersten Blick erscheint das verlockend günstig, aber ich will ehrlich sein: Langfristig sind Einweg-E-Zigaretten die teuerste Art zu dampfen. Rechnen wir einmal durch: Ein durchschnittlicher Dampfer verbraucht etwa 2 ml Liquid pro Tag. Eine Einweg-E-Zigarette mit maximal 2 ml Inhalt hält also ungefähr einen Tag. Bei einem Preis von 8 Euro pro Gerät sind das 240 Euro im Monat – ein stolzer Betrag. Zum Vergleich: Ein Pod-System kostet in der Anschaffung etwa 30 bis 50 Euro, und die laufenden Kosten für Liquid und Ersatz-Pods liegen bei etwa 50 bis 80 Euro pro Monat. Nach drei Monaten hat sich das wiederverwendbare Gerät also bereits amortisiert.
Hinzu kommt seit 2022 die Liquidsteuer, die auch auf Einweg-E-Zigaretten erhoben wird. Die Steuer beträgt aktuell 0,32 Euro pro Milliliter Liquid, was bei einem 2-ml-Gerät etwa 64 Cent ausmacht. Die Steuer ist bereits im Verkaufspreis enthalten, hat aber dazu beigetragen, dass Einweg-E-Zigaretten in den letzten Jahren teurer geworden sind.
Vor- und Nachteile von Einweg-E-Zigaretten
Gegenüber normalen E-Zigaretten haben Einweg-E-Zigaretten einige klare Vorteile, aber auch gewichtige Nachteile. Ich möchte hier beide Seiten ehrlich beleuchten, damit Sie eine informierte Entscheidung treffen können. In meinen Jahren bei MaxVapor habe ich viele Kunden beraten, die mit Einweg-Modellen eingestiegen sind – manche sind dabei geblieben, die meisten sind aber mittelfristig auf wiederverwendbare Systeme umgestiegen.
Vorteile von Einweg-E-Zigaretten
Am augenfälligsten ist der geringe Einstiegspreis: Bei der Einweg-E-Zigarette ist eine wesentlich kleinere Anfangsinvestition nötig als bei anderen E-Zigaretten, die zum Teil recht preisintensiv sind. Das ist vor allem für Neugierige praktisch, die noch keine Erfahrung mit dem Dampfen haben und die E-Zigarette einfach mal ausprobieren möchten, ohne sich festzulegen. Einsteiger kommen Einweg-E-Zigaretten zudem entgegen, da sie denkbar einfach zu bedienen sind: keine Einstellungen, kein Aufladen, keine Wartung – direkt nach dem Auspacken kann losgedampft werden. Sie müssen auch keine Teile austauschen oder reinigen, wie es bei anderen E-Zigaretten mit der Zeit nötig wird, und das manchmal lästige Liquid-Nachfüllen entfällt ebenfalls.
| Kriterium | Einweg-E-Zigarette | Pod-System | Box-Mod |
|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | 6–12 € | 30–60 € | 50–150 € |
| Laufende Kosten/Monat | 150–250 € | 40–80 € | 30–60 € |
| Einstellungsmöglichkeiten | Keine | Begrenzt | Umfangreich |
| Dampfmenge | Gering | Mittel | Hoch |
| Umweltbelastung | Hoch (Elektroschrott) | Mittel | Gering |
| Ideal für | Einsteiger, Backup | Umsteiger, Alltag | Enthusiasten |
Nachteile von Einweg-E-Zigaretten
Einer der größten Nachteile ist die fehlende Flexibilität: Dampfmenge, Nikotinstärke und Geschmacksrichtung lassen sich im Nachhinein nicht verändern. Während solche Feinheiten bei anderen E-Zigaretten kurzfristig angepasst werden können, sollten Sie bei Einweg-E-Zigaretten bereits beim Kauf wissen, was Sie möchten. Das kann gerade für Einsteiger schwierig sein, die ihre Vorlieben noch gar nicht kennen. Ein weiteres Manko ist der schwächere Akku, der die Dampfmenge begrenzt – erfahrene Dampfer, die große Wolken gewohnt sind, kommen hier möglicherweise nicht auf ihre Kosten.
Der gravierendste Nachteil ist jedoch die Umweltbelastung. Jede Einweg-E-Zigarette enthält einen Lithium-Ionen-Akku, Kunststoff und Metall – alles Materialien, die nach dem einmaligen Gebrauch im Müll landen. In Deutschland werden schätzungsweise Millionen Einweg-E-Zigaretten pro Jahr verkauft, und nur ein Bruchteil davon wird ordnungsgemäß als Elektroschrott entsorgt. Die meisten landen im Hausmüll oder schlimmer noch in der Umwelt. Aus diesem Grund hat die EU mit der Batterieverordnung 2023/1542 beschlossen, Geräte mit nicht austauschbaren Batterien künftig zu verbieten – dazu mehr im Abschnitt zur rechtlichen Zukunft.
Ist eine Einweg-E-Zigarette schädlich für die Gesundheit?
Im Vergleich zu Tabakzigaretten enthalten Einweg-E-Zigaretten weniger gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe. Tabakrauch enthält über 70 verschiedene krebserregende Substanzen, während das Aerosol von E-Zigaretten nach aktuellem Forschungsstand erheblich weniger Schadstoffe aufweist. Die britische Gesundheitsbehörde Public Health England (heute Office for Health Improvement and Disparities) kam 2015 zu dem viel zitierten Schluss, dass E-Zigaretten mindestens 95 % weniger schädlich sind als Tabakzigaretten. Diese Einschätzung wurde in späteren Untersuchungen bestätigt und gilt als wissenschaftlicher Konsens unter Experten für Tabakschadensminimierung.
Allerdings bedeutet „weniger schädlich" nicht „harmlos". Auch im E-Zigaretten-Dampf sind Substanzen enthalten, deren Langzeitwirkung noch nicht abschließend erforscht ist. Die Basisbestandteile der Liquids – PG und VG – gelten als unbedenklich für den oralen Konsum, aber die Inhalation über Jahre oder Jahrzehnte wurde nicht umfassend untersucht. Klar ist: Wer nie geraucht hat, sollte auch nicht mit dem Dampfen anfangen. E-Zigaretten sind als Hilfsmittel zur Schadensminimierung für erwachsene Raucher gedacht, nicht als Lifestyle-Produkt für Nichtraucher.
Sind Einweg-E-Zigaretten ohne Nikotin schädlich?
Im Vergleich zu einer Tabakzigarette ist es weitaus weniger schädlich, eine Einweg-E-Zigarette ohne Nikotin zu dampfen. Das nikotinfreie Dampfen verhindert eine Nikotinabhängigkeit und alle anderen Nebenwirkungen, die Nikotin hervorrufen kann. Allerdings sind auch Einweg-E-Zigaretten ohne Nikotin nicht frei von Risiken: Die inhalierten Aerosole aus Glycerin und Propylenglykol können die Atemwege reizen, und manche Aromastoffe stehen im Verdacht, bei regelmäßiger Inhalation problematisch zu sein. Die wissenschaftliche Datenlage ist hier noch nicht abschließend.
Auswirkungen auf Zahnfleisch und Zähne
Einweg-E-Zigaretten können sich negativ auf Zahnfleisch und Zähne auswirken. Studien deuten darauf hin, dass das Dampfen die Durchblutung des Zahnfleischs beeinträchtigen und zu Entzündungen führen kann. Das Zahnfleisch kann mit der Zeit dünner werden und der Zahnapparat anfälliger für Erkrankungen werden. Diese Effekte sind weniger ausgeprägt als beim Tabakrauchen, sollten aber nicht ignoriert werden. Eine gute Mundhygiene und regelmäßige Zahnarztbesuche sind für Dampfer ebenso wichtig wie für alle anderen.
Dampfen während der Schwangerschaft
Schwangere sollten weder rauchen noch dampfen – auch nicht mit nikotinfreien Einweg-E-Zigaretten. Die wissenschaftliche Datenlage zu den Auswirkungen von E-Zigaretten-Dampf auf ungeborene Kinder ist noch begrenzt, aber es gibt Hinweise darauf, dass die inhalierten Substanzen die Entwicklung des Embryos beeinträchtigen können. Medizinische Fachgesellschaften empfehlen Schwangeren, während der gesamten Schwangerschaft auf alle inhalierbaren Produkte zu verzichten. Wenn Sie schwanger sind und vom Rauchen loskommen möchten, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt über geeignete Unterstützungsmaßnahmen.
Die Zukunft der Einweg-E-Zigarette: EU-Batterieverordnung, Aromenverbot & drohende Verbote
Die Tage der Einweg-E-Zigarette in ihrer aktuellen Form sind gezählt. Mit der EU-Batterieverordnung 2023/1542 hat die Europäische Union beschlossen, dass ab dem 18. Februar 2027 alle tragbaren Geräte mit eingebauten Batterien so konzipiert sein müssen, dass die Batterien vom Endnutzer leicht entfernt und ausgetauscht werden können. Diese Regelung betrifft Einweg-E-Zigaretten direkt, denn ihre Akkus sind fest verbaut und nicht austauschbar. Sofern die Hersteller ihre Geräte nicht grundlegend umdesignen, werden klassische Disposables in der EU ab diesem Datum nicht mehr verkauft werden dürfen.
Hintergrund der Verordnung ist die wachsende Sorge um Elektroschrott und die ineffiziente Nutzung wertvoller Rohstoffe wie Lithium und Kobalt. Einweg-E-Zigaretten sind ein Paradebeispiel für problematische Wegwerfkultur: Ein funktionsfähiger Akku wird nach wenigen Tagen oder Wochen entsorgt, anstatt weiterverwendet oder fachgerecht recycelt zu werden. Die EU schätzt, dass europaweit jährlich Hunderte Millionen Einweg-E-Zigaretten im Müll landen – eine Ressourcenverschwendung, die mit der neuen Verordnung eingedämmt werden soll.
Geplantes Aromenverbot 2026: Doch die EU-Batterieverordnung ist nicht die einzige Bedrohung. Im Januar 2026 wurde bekannt, dass das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) ein Verbot von 13 Aroma- und Kühlstoffen in E-Liquids plant. Auf der Verbotsliste stehen unter anderem Menthol, die beliebten Cooling-Agents WS-3 und WS-23 sowie der Süßstoff Sucralose. Das würde Einweg-E-Zigaretten besonders hart treffen: Nach Branchenschätzungen wären rund 80 Prozent aller auf dem Markt befindlichen Liquids betroffen – und bei Disposables sind es fast ausschließlich fruchtige oder kühle Geschmacksrichtungen, die nachgefragt werden. Ein Einweg-Markt ohne Watermelon Ice, Fresh Mint oder Blueberry Soda? Kaum vorstellbar. Die Petition gegen das Aromenverbot hat bereits über 11.500 Unterschriften gesammelt.
Für Sie als Verbraucher bedeutet das: Wenn Sie aktuell Einweg-E-Zigaretten nutzen oder nutzen möchten, sollten Sie sich mittelfristig nach Alternativen umsehen. Pod-Systeme bieten einen ähnlich unkomplizierten Einstieg, sind aber nachhaltiger und langfristig günstiger. Viele Hersteller entwickeln zudem neue Geräte mit austauschbaren Batterien, um die Regulierung zu erfüllen – wie diese „Einweg-E-Zigaretten 2.0" genau aussehen werden, bleibt abzuwarten.
Häufige Fragen zu Einweg-E-Zigaretten
Wie viele Züge hat eine Einweg-E-Zigarette?
Die meisten in Deutschland erhältlichen Einweg-E-Zigaretten bieten zwischen 500 und 700 Züge. Die genaue Anzahl hängt vom Modell, der Liquidmenge und Ihrem persönlichen Zugverhalten ab. Nach EU-Recht (TPD2) dürfen maximal 2 ml Liquid enthalten sein, was die Zugzahl begrenzt.
Kann man eine Einweg-E-Zigarette aufladen oder nachfüllen?
Nein, klassische Einweg-E-Zigaretten sind nicht zum Aufladen oder Nachfüllen konzipiert. Der Akku und der Liquidtank sind fest verbaut. Es gibt zwar Anleitungen im Internet, die zeigen, wie sich Einweg-E-Zigaretten „hacken" lassen, aber davon ist aus Sicherheitsgründen abzuraten.
Sind Einweg-E-Zigaretten für Nichtraucher geeignet?
E-Zigaretten – ob Einweg oder nicht – sind als Produkte zur Schadensminimierung für erwachsene Raucher konzipiert. Wer nie geraucht hat, sollte auch nicht mit dem Dampfen anfangen. Auch nikotinfreie Varianten sind nicht risikofrei und können zur Gewohnheitsbildung führen.
Wie entsorge ich eine Einweg-E-Zigarette richtig?
Einweg-E-Zigaretten gehören nicht in den Hausmüll, sondern sind Elektroschrott. Sie sollten bei kommunalen Sammelstellen, Wertstoffhöfen oder in Geschäften abgegeben werden, die Elektrogeräte zurücknehmen. Der enthaltene Lithium-Ionen-Akku kann bei unsachgemäßer Entsorgung Brände verursachen.
Ab welchem Alter darf man Einweg-E-Zigaretten kaufen?
In Deutschland ist der Verkauf von E-Zigaretten und Liquids an Personen unter 18 Jahren verboten. Das gilt für alle E-Zigaretten, auch für nikotinfreie Einweg-Modelle. Als verantwortungsvoller Händler prüft MaxVapor bei jeder Bestellung das Alter des Käufers.
Werden Einweg-E-Zigaretten verboten?
Die EU-Batterieverordnung 2023/1542 schreibt vor, dass ab Februar 2027 alle tragbaren Geräte mit austauschbaren Batterien ausgestattet sein müssen. Klassische Einweg-E-Zigaretten mit fest verbauten Akkus dürfen dann nicht mehr verkauft werden. Zusätzlich plant das BMLEH ein Verbot von 13 Aroma- und Kühlstoffen wie Menthol und WS-23 – das würde etwa 80 Prozent aller Einweg-Liquids betreffen. Die Zukunft dieser Produktkategorie ist also gleich von mehreren Seiten bedroht.
Was kostet eine Einweg-E-Zigarette im Monat?
Bei täglichem Konsum müssen Sie mit Kosten von 150 bis 250 Euro pro Monat rechnen. Ein Pod-System oder eine klassische E-Zigarette ist nach der höheren Anfangsinvestition auf Dauer sparsamer – hier liegen die monatlichen Kosten bei etwa 40 bis 80 Euro.
Einweg-E-Zigaretten bei MaxVapor kaufen
Einweg-E-Zigaretten haben ihre Berechtigung: Sie ermöglichen einen risikoarmen Einstieg ins Dampfen und eignen sich als Backup für unterwegs oder zum Testen neuer Geschmacksrichtungen. Wer herausfinden möchte, ob das Dampfen etwas für sich ist, macht mit einem Einweg-Modell nichts falsch.
Gleichzeitig möchte ich nicht verschweigen, dass Einweg-E-Zigaretten auf lange Sicht teurer sind als wiederverwendbare Geräte und erhebliche Umweltprobleme verursachen. Für Menschen, die regelmäßig dampfen möchten, empfehle ich den Umstieg auf ein Pod-System oder eine klassische E-Zigarette – Sie schonen damit Ihren Geldbeutel und die Umwelt.
Wenn Sie noch Fragen zu diesem Thema haben, stellen Sie sie uns über unser Kontaktformular oder rufen Sie uns an unter 0 21 51 / 418 84 44. Wir helfen Ihnen gern weiter!
Über den Autor
Gründer & Geschäftsführer, MaxVapor
MaxVapor wurde 2008 gegründet; seit 2012 mit Spezialisierung auf E-Zigaretten und Liquids. Über 14 Jahre Expertise in Produktberatung, TPD2-Compliance und technischer Beratung. Verantwortlich für Produktprüfung und Kundenkommunikation bei MaxVapor.
Qualifikation: • Unternehmensgründung 2008
• E-Zigaretten-Fachhandel seit 2012
• Fachkenntnisse TPD2-Richtlinien
• Produktschulung & Beratung
• Eingetragener Kaufmann
Erstveröffentlichung: · Zuletzt aktualisiert: . Inhalte werden redaktionell geprüft. Keine Gesundheitsversprechen; alle Angaben ohne Gewähr.
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