Langzeitstudie: 61,9 % schafften den Rauchstopp mit E-Zigarette
E-Zigaretten und Liquids sind ausschließlich für Personen ab 18 Jahren bestimmt. Nikotin kann abhängig machen.
Geprüft von Oliver Prust · Inhaber MaxVapor.de, seit 2012 auf E-Zigaretten spezialisiert · Zuletzt aktualisiert: Januar 2026
Kurz & Knapp: Langzeitstudie E-Zigarette & Rauchentwöhnung
- Italienische Langzeitstudie – 2 Jahre Beobachtungszeitraum, 1.355 Teilnehmer
- Erfolgsquote: 61,9 % der E-Zigaretten-Nutzer blieben tabakfrei
- Vergleich: Reine Tabakraucher nur 20,6 %, Doppelnutzer 22 %
- Cochrane Review 2025: Hohe Evidenz – E-Zigaretten wirksamer als NRT
- Gesundheit: Teilnehmer berichten spürbare Verbesserung des Wohlbefindens
- Einstieg: MTL-Geräte erleichtern den Umstieg vom Tabak
Wer mit dem Rauchen aufhören möchte, steht vor einer der schwierigsten Entscheidungen im Leben – und ich spreche aus Erfahrung, denn ich habe diesen Weg selbst hinter mir. In meiner täglichen Arbeit bei MaxVapor berate ich seit über einem Jahrzehnt Menschen, die den Umstieg von der Tabakzigarette auf die E-Zigarette wagen wollen. Die Frage, die mir dabei am häufigsten gestellt wird: Funktioniert das wirklich? Hilft die E-Zigarette tatsächlich beim Aufhören, oder tausche ich nur eine Abhängigkeit gegen eine andere? Die wissenschaftliche Forschung der letzten Jahre liefert zunehmend klare Antworten auf diese Fragen, und eine der aussagekräftigsten Untersuchungen stammt aus Italien – eine zweijährige Langzeitstudie, die ich Ihnen hier vorstellen möchte.
Hintergrund der Langzeitstudie zur E-Zigarette
Die Universität Chieti-Pescara in Italien startete 2013 ein ambitioniertes Forschungsprojekt unter der Leitung von Professor Dr. Lamberto Manzoli – einem angesehenen Epidemiologen mit internationalem Ruf. Gemeinsam mit acht weiteren Wissenschaftlern und der Arbeitsgruppe ISLESE (Italian Study on Long-term E-cigarette Safety and Efficacy) setzte sich das Team ein ehrgeiziges Ziel: Sie wollten über mehrere Jahre hinweg dokumentieren, ob E-Zigaretten Menschen tatsächlich dabei helfen können, dauerhaft vom Tabak loszukommen. Die vollständigen Studienergebnisse wurden im renommierten Fachjournal Tobacco Control veröffentlicht und gehören bis heute zu den meistzitierten Arbeiten auf diesem Gebiet.
Was diese Untersuchung von vielen anderen unterscheidet, ist der lange Beobachtungszeitraum. Die meisten Studien zur Rauchentwöhnung messen den Erfolg nach wenigen Wochen oder Monaten – viel zu kurz, um echte Rückschlüsse auf dauerhafte Verhaltensänderungen zu ziehen. Wer schon einmal versucht hat, mit dem Rauchen aufzuhören, kennt das Phänomen: Die ersten Wochen sind hart, aber machbar. Die eigentliche Herausforderung beginnt danach, wenn der Alltag zurückkehrt und mit ihm die Gewohnheiten, die Stresssituationen, die sozialen Anlässe, bei denen man früher zur Zigarette gegriffen hat. Genau hier setzt die Manzoli-Studie an: Sie begleitete die Teilnehmer über volle zwei Jahre und konnte so dokumentieren, wer wirklich dauerhaft tabakfrei blieb.
In meinem Laden erlebe ich diese Verläufe täglich. Manche Kunden kommen begeistert nach zwei Wochen und erzählen mir, sie hätten keine einzige Zigarette mehr angefasst. Andere sehe ich ein halbes Jahr später wieder, und sie berichten, dass sie nach einem stressigen Monat doch wieder rückfällig geworden sind. Die Langzeitperspektive ist entscheidend, wenn wir verstehen wollen, ob die E-Zigarette als Entwöhnungshilfe taugt – und genau das liefert diese Studie.
Studiendesign und Teilnehmergruppen im Detail
Das Forschungsteam rekrutierte zwischen Juni und Dezember 2013 insgesamt 1.598 Freiwillige im Alter zwischen 30 und 75 Jahren. Nach Überprüfung der Aufnahmekriterien verblieben 1.355 Teilnehmer in der Studie, die in drei klar definierte Gruppen eingeteilt wurden. Die Kriterien waren bewusst so gewählt, dass sie den realen Alltag abbilden: Als Raucher galt, wer mindestens eine Tabakzigarette pro Tag konsumierte. Als Dampfer wurde eingestuft, wer mindestens 50 Züge pro Woche an einer E-Zigarette nahm – unabhängig vom Gerätetyp. Personen, die sowohl rauchten als auch dampften, bildeten die Gruppe der Mischkonsumenten.
Die drei Studiengruppen
Die erste Gruppe umfasste 693 reine Tabakraucher, die keine E-Zigarette nutzten. Die zweite Gruppe bestand aus 343 E-Zigaretten-Nutzern – und hier ist ein wichtiges Detail zu beachten: Alle Teilnehmer dieser Gruppe waren ehemalige Tabakraucher, die bereits vor Studienbeginn auf das Dampfen umgestiegen waren. Sie hatten den Wechsel also schon vollzogen und nutzten die E-Zigarette als alleinige Nikotinquelle. Die dritte Gruppe setzte sich aus 319 Mischkonsumenten zusammen, also Menschen, die sowohl Tabak rauchten als auch parallel dampften – ein Verhaltensmuster, das ich aus der Beratung gut kenne und das häufig als Übergangslösung praktiziert wird.
Datenerhebung und Verifizierung
Über den gesamten Studienzeitraum wurden die Teilnehmer regelmäßig zu ihrem Konsumverhalten befragt – persönlich, telefonisch oder über Online-Fragebögen. Um sicherzustellen, dass die Angaben zur Tabakabstinenz der Wahrheit entsprachen, führten die Wissenschaftler bei einer Stichprobe Kohlenmonoxid-Messungen in der Atemluft durch. Kohlenmonoxid ist ein Verbrennungsprodukt, das beim Rauchen von Tabak entsteht, beim Dampfen einer E-Zigarette hingegen nicht. Wer also behauptete, rauchfrei zu sein, aber erhöhte CO-Werte aufwies, wurde als nicht abstinent eingestuft. Diese Verifizierung ist methodisch wichtig, denn Selbstberichte sind anfällig für soziale Erwünschtheit – niemand gibt gerne zu, dass der Vorsatz zum Aufhören gescheitert ist.
E-Zigarette und Tabakstopp – Ergebnisse nach zwei Jahren
Nach 24 Monaten war ein Teil der ursprünglichen Teilnehmer ausgeschieden – manche hatten die Studie abgebrochen, andere waren für Nachbefragungen nicht mehr erreichbar. Die verbliebene Auswertungsgruppe umfasste 229 E-Zigaretten-Nutzer, 480 Tabakraucher und 223 Doppelnutzer. Die zentrale Frage lautete: Wie viele Teilnehmer jeder Gruppe hatten es geschafft, dauerhaft auf Tabak zu verzichten? Das Ergebnis fiel eindeutig aus und bestätigte, was viele Dampfer aus eigener Erfahrung berichten: Der vollständige Umstieg auf die E-Zigarette ist der erfolgversprechendste Weg.
Die Zahlen sprechen für sich
In der Gruppe der E-Zigaretten-Nutzer waren nach zwei Jahren 61,9 Prozent weiterhin tabakfrei. Diese Menschen hatten den Umstieg bereits vor Studienbeginn vollzogen und nutzten die E-Zigarette seitdem als einzige Nikotinquelle – und fast zwei Drittel von ihnen blieben über den gesamten Beobachtungszeitraum hinweg abstinent. Bei den reinen Tabakrauchern, die keine E-Zigarette nutzten, schafften es hingegen nur 20,6 Prozent, das Rauchen aufzugeben. Die Mischkonsumenten lagen mit 22 Prozent nur geringfügig darüber. Die statistische Auswertung unter Berücksichtigung möglicher Störfaktoren ergab eine adjustierte Odds Ratio von 5,19 – vereinfacht gesagt: E-Zigaretten-Nutzer hatten eine mehr als fünfmal höhere Wahrscheinlichkeit, dauerhaft tabakfrei zu bleiben.
Vollständiger Verzicht auf Nikotin
Ein weiterer Aspekt verdient Aufmerksamkeit: Einige Teilnehmer gaben sowohl Tabak als auch E-Zigarette komplett auf. Insgesamt 159 Personen – verteilt über alle drei Gruppen – erreichten dieses Ziel. Der Anteil lag in allen Gruppen unter 20 Prozent, wobei die E-Zigaretten-Gruppe prozentual den höchsten Wert verzeichnete. Das zeigt: Die E-Zigarette ist kein Hindernis für den vollständigen Nikotinausstieg, sondern kann als Zwischenschritt dienen. Wer möchte, kann die Nikotinstärke im Liquid schrittweise reduzieren und irgendwann ganz auf Nikotin verzichten – ein Weg, den ich bei vielen meiner Kunden beobachtet habe.
Kernaussagen: Weniger Tabak, besseres Wohlbefinden
Neben den reinen Abstinenzraten dokumentierte das Forschungsteam auch die subjektive Gesundheitseinschätzung der Teilnehmer. Zu Beginn und am Ende der Studie bewerteten alle Probanden ihren allgemeinen Gesundheitszustand auf einer standardisierten Skala. Die E-Zigaretten-Nutzer zeigten dabei einen signifikant höheren Anstieg des subjektiven Wohlbefindens als die anderen Gruppen. Das deckt sich mit dem, was mir Kunden regelmäßig berichten: Nach wenigen Wochen des Dampfens erzählen viele von verbesserter Kondition, freierer Atmung, geschärftem Geschmacks- und Geruchssinn und insgesamt mehr Energie im Alltag.
Mischkonsum: Kein idealer Weg, aber besser als nur Rauchen
Ein aufschlussreiches Detail betrifft die Mischkonsumenten. Obwohl der parallele Konsum von Tabak und E-Zigarette die Chancen auf vollständige Abstinenz nicht nennenswert erhöhte, berichteten auch diese Teilnehmer von einer Verbesserung ihres Gesundheitszustands. Die Erklärung liegt nahe: Wer zur E-Zigarette greift, raucht in der Regel weniger Tabakzigaretten pro Tag. Jede nicht gerauchte Zigarette bedeutet weniger Teer, Kohlenmonoxid und andere Schadstoffe – und das macht sich bemerkbar. Die Forscher betonen allerdings, dass der Mischkonsum kein Dauerzustand sein sollte. Wer langfristig vom Tabak loskommen möchte, fährt mit dem vollständigen Umstieg auf E-Liquids deutlich erfolgreicher.
Quelle: Tobacco Control Journal (BMJ)
Was die Studie auch zeigt: Es wurden keine schwerwiegenden Nebenwirkungen in Zusammenhang mit dem E-Zigaretten-Konsum dokumentiert. Insgesamt elf Teilnehmer berichteten von ernsthaften gesundheitlichen Ereignissen während des Studienzeitraums, aber diese verteilten sich gleichmäßig über alle Gruppen und standen in keinem erkennbaren Zusammenhang mit dem Dampfen. Das ist ein wichtiger Punkt, denn in der öffentlichen Debatte werden E-Zigaretten oft mit vagen Gesundheitsbedenken in Verbindung gebracht, ohne dass diese durch Langzeitdaten gestützt würden.
Aktuelle wissenschaftliche Evidenz 2025/2026
Seit der Veröffentlichung der Manzoli-Studie hat sich die wissenschaftliche Datenlage erheblich verdichtet. Der Cochrane Review – das Goldstandard-Werkzeug für evidenzbasierte Medizin – wurde zuletzt im März 2025 aktualisiert und fasst die Erkenntnisse aus 104 Studien mit über 30.000 Teilnehmern zusammen. Die Schlussfolgerung ist eindeutig: E-Zigaretten mit Nikotin erhöhen die Erfolgsquote bei der Rauchentwöhnung signifikant im Vergleich zu herkömmlichen Nikotinersatzprodukten wie Pflastern, Kaugummis oder Sprays. Die Evidenz wird als „hoch" eingestuft – die höchste Sicherheitsstufe, die Cochrane vergibt.
Die Hajek-Studie im New England Journal of Medicine
Eine wegweisende randomisierte kontrollierte Studie von Professor Peter Hajek erschien im renommierten New England Journal of Medicine. Über 880 Raucher wurden zufällig zwei Gruppen zugeteilt: Die eine erhielt E-Zigaretten, die andere klassische Nikotinersatzprodukte. Beide Gruppen bekamen zusätzlich persönliche Beratung. Nach einem Jahr waren 18 Prozent der E-Zigaretten-Nutzer noch abstinent, aber nur 9,9 Prozent der Nikotinersatz-Gruppe. Die E-Zigarette war damit fast doppelt so wirksam. Was diese Studie so wertvoll macht: Die Teilnehmer konnten ihre Liquids nach Geschmack und Stärke selbst wählen – genau so, wie wir es in der Praxis auch empfehlen.
Forschung in den USA und Großbritannien
Das US-amerikanische National Institute on Drug Abuse (NIDA) forscht derzeit intensiv an der Entwicklung von E-Zigaretten als offiziell zugelassene Rauchentwöhnungstherapie. Im September 2025 kündigte die Behörde mehrere neue klinische Studien an, darunter Vergleiche von E-Zigaretten mit Medikamenten wie Vareniclin bei Rauchern, die mit anderen Methoden gescheitert waren. In Großbritannien empfiehlt der National Health Service bereits aktiv den Umstieg auf das Dampfen als Strategie zur Tabakabstinenz. Dort erhalten Raucher in manchen Regionen sogar kostenlose Starter-Sets von der Gesundheitsbehörde – ein Ansatz, der in Deutschland undenkbar wäre, aber zeigt, wie unterschiedlich die wissenschaftliche Evidenz in verschiedenen Ländern bewertet wird.
Praxistipps für den erfolgreichen Umstieg
Aus über einem Jahrzehnt Beratungserfahrung weiß ich, dass der Umstieg vom Tabak auf die E-Zigarette nicht bei jedem auf Anhieb klappt – aber auch, dass die meisten Rückschläge vermeidbar sind, wenn man ein paar grundlegende Dinge beachtet. Die Studienergebnisse bestätigen, was sich in der Praxis immer wieder zeigt: Wer konsequent auf das Dampfen umsteigt und nicht parallel weiterraucht, hat die besten Chancen auf dauerhaften Erfolg. Der Mischkonsum mag als Übergangslösung funktionieren, sollte aber kein Dauerzustand werden.
Das richtige Gerät für den Anfang
Die Wahl des Geräts spielt eine entscheidende Rolle. Für Einsteiger empfehle ich MTL-Geräte wie Pod-Systeme, die ein Zuggefühl ähnlich der Zigarette bieten. Diese kompakten Geräte sind einfach zu bedienen, passen in jede Tasche und erzeugen moderate Dampfmengen, die nicht sofort auffallen. Sub-Ohm-Geräte mit hoher Dampfproduktion sind für den Anfang meist weniger geeignet, weil das Zuggefühl stark von der gewohnten Zigarette abweicht und viele Umsteiger sich damit nicht wohlfühlen.
Nikotinstärke und Geschmack
Die Nikotinstärke sollte am Anfang hoch genug gewählt werden, um den Bedarf zu decken – später kann sie schrittweise reduziert werden. Wer eine Packung pro Tag geraucht hat, startet typischerweise mit 12 bis 18 mg/ml bei MTL-Geräten. Bei Nikotinsalz-Liquids, die angenehmer im Hals sind, können es auch 20 mg/ml sein – die EU-Obergrenze nach TPD2. Geschmacklich haben Sie freie Wahl: Manche Umsteiger bevorzugen Tabak-Aromen, weil sie das Vertraute suchen. Andere setzen bewusst auf fruchtige oder süße Liquids, um einen klaren Bruch mit der Zigarette zu vollziehen. Beides kann funktionieren – probieren Sie aus, was für Sie passt.
Durchhalten bei Rückschlägen
Ein letzter, wichtiger Punkt: Lassen Sie sich von Rückschlägen nicht entmutigen. Die Studiendaten zeigen, dass viele erfolgreiche Umsteiger mehrere Anläufe brauchten, bevor es dauerhaft klappte. Wenn Sie nach einer Woche doch wieder zur Zigarette gegriffen haben, ist das kein Grund aufzugeben – es ist ein Grund, es beim nächsten Mal besser zu machen. Vielleicht war die Nikotinstärke zu niedrig, das Gerät nicht das richtige, oder es fehlte einfach die mentale Vorbereitung. Wichtig ist, dranzubleiben. Die Investition lohnt sich – für Ihre Gesundheit und Ihren Geldbeutel, denn Dampfen ist auf Dauer deutlich günstiger als Rauchen.
Vergleich: Rauchentwöhnungsmethoden im Überblick
Um Ihnen die Orientierung zu erleichtern, habe ich die gängigsten Methoden zur Rauchentwöhnung in einer Tabelle zusammengefasst. Die Erfolgsquoten basieren auf den jeweils besten verfügbaren Studien und beziehen sich auf biochemisch verifizierte Abstinenz nach 12 Monaten. Beachten Sie, dass individuelle Ergebnisse stark variieren können – die Zahlen geben Durchschnittswerte aus großen Studien wieder.
| Methode | Erfolgsquote (12 Mon.) | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|
| E-Zigarette (vollständiger Umstieg) | ca. 18 % | Zuggefühl ähnlich Zigarette, Nikotinbedarf gedeckt, Aromenvielfalt | Gerät und Liquid erforderlich, Nikotinabhängigkeit bleibt zunächst |
| Nikotinersatztherapie (Pflaster, Kaugummi) | ca. 10 % | Medizinisch anerkannt, rezeptfrei, verschiedene Formen | Kein Zuggefühl, Ritualersatz fehlt, geringere Wirksamkeit |
| Vareniclin (Champix) | ca. 21–25 % | Hohe Wirksamkeit, blockiert Nikotinrezeptoren | Rezeptpflichtig, mögliche Nebenwirkungen, ärztliche Begleitung |
| Mischkonsum (Tabak + E-Zigarette) | ca. 22 % | Reduktion des Tabakkonsums, sanfter Einstieg | Geringere Abstinenzchance als vollständiger Umstieg |
| Kalter Entzug (ohne Hilfsmittel) | ca. 3–5 % | Keine Kosten, sofortiger Nikotinstopp | Sehr geringe Erfolgsquote, starke Entzugserscheinungen |
Die Tabelle zeigt deutlich: Der kalte Entzug, also das schlagartige Aufhören ohne jede Hilfe, funktioniert nur bei einer kleinen Minderheit. Die meisten Raucher brauchen Unterstützung – und hier bietet die E-Zigarette einen Vorteil, den kein Pflaster und kein Kaugummi ersetzen kann: das vertraute Ritual des Inhalierens, die Beschäftigung für die Hände, die kurze Pause im Alltag. Diese psychologischen Komponenten werden oft unterschätzt, sind aber für viele Raucher mindestens so wichtig wie das Nikotin selbst.
Häufige Fragen
Was genau wurde in der Langzeitstudie untersucht?
Die Forscher der Universität Chieti-Pescara begleiteten 1.355 Teilnehmer über zwei Jahre und dokumentierten, wie viele von ihnen es schafften, dauerhaft auf Tabak zu verzichten. Verglichen wurden drei Gruppen: reine Tabakraucher, E-Zigaretten-Nutzer (ehemalige Raucher) und Mischkonsumenten. Die Abstinenz wurde durch Kohlenmonoxid-Messungen verifiziert.
Wie hoch war die Erfolgsquote bei E-Zigaretten-Nutzern?
Nach 24 Monaten waren 61,9 Prozent der E-Zigaretten-Nutzer weiterhin tabakfrei. Bei reinen Tabakrauchern lag die Quote bei 20,6 Prozent, bei Mischkonsumenten bei 22 Prozent. Statistisch hatten E-Zigaretten-Nutzer eine mehr als fünfmal höhere Wahrscheinlichkeit, dauerhaft abstinent zu bleiben.
Bestätigen neuere Studien diese Ergebnisse?
Ja. Der Cochrane Review vom März 2025 fasst 104 Studien mit über 30.000 Teilnehmern zusammen und stuft die Evidenz als „hoch" ein – E-Zigaretten mit Nikotin erhöhen die Erfolgsquote bei der Rauchentwöhnung signifikant gegenüber klassischen Nikotinersatzprodukten.
Hilft auch der parallele Konsum von Tabak und E-Zigarette?
Der Mischkonsum erhöht die Abstinenzchancen kaum, führt aber meist zu einer Reduktion des täglichen Tabakkonsums. Viele Teilnehmer berichteten von verbessertem Wohlbefinden. Als Dauerlösung ist der Mischkonsum aber nicht empfehlenswert – der vollständige Umstieg ist deutlich erfolgreicher.
Welches Gerät eignet sich für den Umstieg vom Tabak?
MTL-Geräte wie Pod-Systeme bieten ein zigarettenähnliches Zuggefühl und sind einfach zu bedienen. Die Nikotinstärke sollte anfangs hoch genug sein (12–20 mg/ml), um den Bedarf zu decken.
Gibt es Einschränkungen bei der Studie?
Ja. Die Beobachtungsdauer von zwei Jahren ist für Langzeitaussagen relativ kurz. Es handelt sich um eine Beobachtungsstudie, keine randomisierte kontrollierte Studie, was die Aussagekraft einschränkt. Die Forscher benennen diese Limitationen transparent in ihrer Publikation.
Kann ich mit der E-Zigarette auch komplett auf Nikotin verzichten?
Ja. Viele Dampfer reduzieren die Nikotinstärke schrittweise und steigen irgendwann auf nikotinfreie Liquids um oder hören ganz auf. In der Studie gelang 159 Teilnehmern der vollständige Verzicht auf Nikotin – prozentual am häufigsten in der E-Zigaretten-Gruppe.
Über den Autor
Gründer & Geschäftsführer, MaxVapor
MaxVapor wurde 2008 gegründet; seit 2012 mit Spezialisierung auf E-Zigaretten und Liquids. Über 14 Jahre Expertise in Produktberatung, TPD2-Compliance und technischer Beratung. Verantwortlich für Produktprüfung und Kundenkommunikation bei MaxVapor.
Qualifikation: • Unternehmensgründung 2008
• E-Zigaretten-Fachhandel seit 2012
• Fachkenntnisse TPD2-Richtlinien
• Produktschulung & Beratung
• Eingetragener Kaufmann
Erstveröffentlichung: · Zuletzt aktualisiert: . Inhalte werden redaktionell geprüft. Keine Gesundheitsversprechen; alle Angaben ohne Gewähr.
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