Akkuspannung, Widerstand & Leistung – Grundlagen für optimales Dampfen
E-Zigaretten und Liquids sind ausschließlich für Personen ab 18 Jahren bestimmt. Nikotin kann abhängig machen.
Geprüft von Oliver Prust · Inhaber MaxVapor.de, seit 2012 auf E-Zigaretten spezialisiert · Zuletzt aktualisiert: Januar 2026
Kurz & Knapp: Akkuspannung, Widerstand & Leistung
- Akkuspannung – variabel je nach Ladestand (3,2–4,2 V bei Li-Ion)
- Wicklungswiderstand – fester Wert in Ω, abhängig von Draht und Masse
- Ohmsches Gesetz – I = U ÷ R bestimmt den Stromfluss
- Leistungsberechnung – P = U × I ergibt die Watt-Zahl
- Geregelte Mods – Chip passt Spannung automatisch an Wunsch-Watt an
- Direkte Leistungsabgabe – Leistung hängt nur von Akkustand und Widerstand ab
- Sicherheit – Akku niemals über seine Belastungsgrenze beanspruchen
Warum ist das Wissen für Nutzer von E-Zigaretten so wichtig?
In meinen über 14 Jahren im E-Zigaretten-Geschäft höre ich diese Frage regelmäßig: „Muss ich das wirklich verstehen?" Meine Antwort ist ein klares Ja – zumindest die Grundlagen. Die meisten modernen E-Zigaretten bringen zwar einen integrierten Kurzschlussschutz mit, und bei geregelten Akkuträgern können Sie die Wattzahl unabhängig vom Coil-Widerstand einstellen. Trotzdem lohnt es sich, die physikalischen Zusammenhänge dahinter zu kennen – besonders wenn Sie sich irgendwann ans Selbstwickeln wagen oder einen mechanischen Mod ausprobieren möchten. Ich habe im Laufe der Jahre etliche Kundenanfragen bekommen, bei denen ein bisschen Grundwissen viel Frust erspart hätte: Der Selbstwickler, dessen Mod ständig „Kurzschluss" anzeigte, weil der Widerstand unter dem Minimum lag. Oder der Einsteiger, der sich wunderte, warum sein neuer Sub-Ohm-Verdampfer auf dem alten Einsteiger-Mod nicht richtig funktionierte.
Wer versteht, wie Spannung, Widerstand und Stromfluss zusammenhängen, trifft bessere Entscheidungen bei der Hardware-Auswahl. Sie erkennen auf einen Blick, ob ein bestimmter Coil zu Ihrem Setup passt, welche Akkuzelle die nötige Belastbarkeit mitbringt und warum manche Kombinationen mehr Dampf erzeugen als andere. Das Dampfen wird dadurch nicht nur sicherer, sondern macht auch mehr Spaß – weil Sie verstehen, was in Ihrer Hand passiert. Und wenn Sie im Dampfer-Forum oder bei uns im Shop eine Frage stellen, können Sie mitreden und die Antworten einordnen.
Besonders relevant wird das Thema, wenn Sie mit Geräten arbeiten, die keine oder nur eingeschränkte Schutzfunktionen haben. Bei einem mechanischen Mod gibt es keinen Chip, der Sie vor Fehlern bewahrt – dort sind Sie selbst für die sichere Kombination aus Akku, Widerstand und Belastung verantwortlich. Aber auch bei geregelten Geräten hilft das Verständnis: Sie wissen dann, warum der Mod bei einem bestimmten Coil die volle Leistung nicht mehr erreicht, oder warum die Akkulaufzeit bei niedrigeren Widerständen kürzer ausfällt. Dieses Hintergrundwissen macht Sie unabhängiger von Verkäuferempfehlungen und befähigt Sie, selbst zu entscheiden, was für Ihren Dampfstil am besten funktioniert.
Akkuspannung + Wicklungswiderstand = Leistung
Die Akkuspannung – angegeben in Volt – ist bei E-Zigaretten kein fester Wert, und genau das macht die Sache interessant. Bei geregelten Mods regelt der Chip die Spannung automatisch, um Ihre Wunsch-Wattzahl zu erreichen – das passiert mehrere tausend Mal pro Sekunde im Hintergrund, ohne dass Sie etwas davon mitbekommen. Bei Geräten ohne Elektronik – also mechanischen Mods oder dem Bypass-Modus mancher Akkuträger – sieht das anders aus: Dort bekommen Sie genau das, was der Akku gerade hergibt. Eine voll geladene Li-Ion-Zelle (18650, 21700 oder 20700) liefert etwa 4,2 Volt, eine fast leere nur noch rund 3,2 Volt. Dazwischen fällt die Spannung kontinuierlich ab, und mit ihr die Dampfleistung. Das erklärt, warum Mech-Mod-Nutzer oft von einem „satten ersten Zug am Morgen" sprechen – der frisch geladene Akku liefert einfach mehr Power.
Der Wicklungswiderstand dagegen steht fest, sobald der Coil eingebaut ist. Er ergibt sich aus dem Drahtmaterial (Kanthal, Edelstahl, Nichrome, Nickel, Titan), der Drahtstärke (gemessen in AWG oder Millimeter Durchmesser) und der Anzahl der Windungen. Ein dickerer Draht hat weniger Widerstand als ein dünner, mehr Windungen erhöhen den Widerstand, und verschiedene Materialien haben unterschiedliche spezifische Widerstände. Ob 0,15 Ohm für dicke Wolken oder 1,8 Ohm für zurückhaltendes MTL-Dampfen – dieser Wert ändert sich nicht, solange Sie denselben Coil verwenden. Bei Fertigcoils steht der Widerstand auf der Verpackung; bei Selbstwicklungen zeigt Ihnen der Mod den gemessenen Wert an.
Das Ohmsche Gesetz beschreibt nun, wie diese beiden Größen zusammenspielen und welcher Strom dabei fließt. Benannt nach dem deutschen Physiker Georg Simon Ohm aus dem 19. Jahrhundert, ist es eines der fundamentalsten Gesetze der Elektrotechnik – und für uns Dampfer erstaunlich relevant. Die Grundaussage ist simpel: Je höher die Spannung und je niedriger der Widerstand, desto mehr Strom fließt. Und mehr Strom bedeutet mehr Leistung, also mehr Hitze an der Wicklung, also mehr Dampf. Für die praktische Anwendung sind zwei Formeln besonders wichtig:
Formel zur Stromberechnung (Ohmsches Gesetz)
I = U ÷ R
I = Strom (Ampere) | U = Spannung (Volt) | R = Widerstand (Ohm)
Diese Formel ist der Schlüssel zur Akkusicherheit. Wenn Sie wissen, wie viel Strom bei einem bestimmten Setup fließt, können Sie abgleichen, ob Ihr Akku das verkraftet. Jede Akkuzelle hat eine maximale Dauerstrombelastung (CDR – Continuous Discharge Rating), die Sie nicht überschreiten sollten. Ein Sony VTC5A beispielsweise ist für 25 Ampere Dauerstrom ausgelegt, ein Samsung 25R für 20 Ampere. Liegt Ihr berechneter Stromfluss darüber, riskieren Sie Überhitzung, beschleunigte Alterung oder im Extremfall ein Versagen der Zelle. Die zweite wichtige Formel zeigt Ihnen die resultierende Leistung – dazu gleich mehr.
E-Zigaretten mit Mods bei direkter Leistungsabgabe
Bei mechanischen Mods oder Geräten im Bypass-Modus gibt es keinen Chip, der reguliert – die Akkuspannung geht direkt an die Wicklung. Das klingt simpel, erfordert aber deutlich mehr Aufmerksamkeit bei der Planung als bei geregelten Geräten. Mech-Mods haben in der Dampfer-Szene eine treue Fangemeinde: Sie sind robust, haben keine Elektronik die kaputtgehen kann, und viele schätzen das „puristische" Dampfgefühl ohne Chip dazwischen. Aber: Ohne Schutzfunktionen liegt die Verantwortung komplett bei Ihnen. Angenommen, Sie setzen einen Verdampfer mit 0,5 Ohm Widerstand auf einen voll geladenen Akku: Bei 4,2 Volt fließen dann 8,4 Ampere durch die Wicklung. Diese Zahl sollten Sie kennen, denn sie verrät Ihnen, ob Ihr Akku das mitmacht – oder ob Sie ihn überfordern.
Rechenbeispiel: Stromstärke
I = 4,2 V ÷ 0,5 Ω = 8,4 A
Rechenbeispiel: Leistung
P = 4,2 V × 8,4 A = 35,28 W
Die tatsächliche Leistung errechnet sich aus Spannung mal Stromstärke. In unserem Beispiel: 4,2 Volt × 8,4 Ampere = rund 35 Watt. Das ist die Power, die Ihr Setup bei vollem Akku liefert. Sobald die Ladung sinkt, sinkt auch die Leistung – bei einem Mech-Mod spüren Sie das direkt: Der erste Zug am Morgen dampft kräftiger als der letzte vor dem Aufladen. Manche Dampfer mögen genau diesen Verlauf, andere empfinden ihn als störend. Es ist Geschmackssache, aber Sie sollten wissen, worauf Sie sich einlassen.
Wichtig ist auch: Der Stromfluss bleibt während eines Zuges nicht konstant. Wenn Sie feuern, fällt die Akkuspannung unter Last kurzzeitig ab – das nennt man „Voltage Sag" oder Spannungseinbruch. Ein hochwertiger Akku mit niedrigem Innenwiderstand zeigt weniger Sag als eine billige Zelle. Deshalb empfehlen erfahrene Mech-Mod-Nutzer Markenakkus wie den Sony VTC5A oder Molicel P26A: Sie liefern auch unter Last stabile Werte und erholen sich zwischen den Zügen schneller.
Formel zur Leistungsberechnung
P = U × I
P = Leistung (Watt) | U = Spannung (Volt) | I = Strom (Ampere)
Ein praktischer Tipp aus meiner Erfahrung: Wenn Sie mit mechanischen Mods experimentieren möchten, starten Sie mit höheren Widerständen im Bereich 0,3 bis 0,5 Ohm. Das reduziert den Stromfluss und gibt Ihnen Sicherheitspuffer. Extrem niedrige Widerstände unter 0,1 Ohm – sogenannte „Cloud Builds" – sind etwas für Erfahrene, die genau wissen, was sie tun. Als Einsteiger in die Mech-Welt sollten Sie sich langsam herantasten und immer mit der CDR-Angabe Ihres Akkus vergleichen, ob die Kombination sicher ist.
E-Zigaretten mit geregelten Mods
Bei geregelten Akkuträgern übernimmt der Chipsatz die Rechenarbeit – und das macht sie für die allermeisten Dampfer zur besseren Wahl. Sie geben einfach Ihre Wunsch-Wattzahl vor, und der Mod ermittelt automatisch, welche Spannung er anlegen muss. Der Chip berücksichtigt dabei den gemessenen Coil-Widerstand und den aktuellen Akkustand in Echtzeit. Der große Vorteil: Ihre Dampfleistung bleibt konstant, egal ob der Akku gerade voll oder schon halb leer ist. Erst wenn die Zelle so weit entladen ist, dass die nötige Spannung physikalisch nicht mehr erreicht werden kann, zeigt der Mod eine Warnung an oder reduziert die Leistung automatisch.
Die Chipsätze moderner Akkuträger sind dabei erstaunlich präzise. Marken wie Vaporesso (AXON-Chip), GeekVape (AS-Chip) oder Voopoo (GENE-Chip) messen den Widerstand auf die zweite Nachkommastelle genau und passen die Spannung in Echtzeit an. Dabei berücksichtigen sie sogar, dass sich der Widerstand einer Wicklung leicht verändert, wenn sie heiß wird – bei manchen Drahtmaterialien stärker als bei anderen. Diese Genauigkeit war vor zehn Jahren noch undenkbar; die ersten geregelten Mods hatten oft Abweichungen von 10–15 Prozent zwischen eingestellter und tatsächlicher Leistung. Heute liegen gute Geräte bei unter 3 Prozent Abweichung.
Ein weiterer Vorteil, den ich in Beratungsgesprächen immer wieder betone: Geregelte Mods haben eingebaute Schutzfunktionen. Kurzschlussschutz verhindert, dass bei einer fehlerhaften Wicklung oder einem defekten Coil etwas passiert – der Mod erkennt den Fehler und feuert einfach nicht. Tiefentladeschutz stoppt den Betrieb, bevor der Akku auf eine schädlich niedrige Spannung fällt. Überhitzungsschutz greift ein, wenn das Gerät zu warm wird. Und bei den meisten Geräten gibt es eine Zugzeitbegrenzung, die nach 8–10 Sekunden automatisch abschaltet – falls Sie vergessen haben, den Feuerknopf in der Tasche zu sperren. All diese Funktionen fehlen bei mechanischen Mods komplett.
Formel zur Spannungsberechnung
U = √(P × R)
U = Spannung | P = Leistung | R = Widerstand
Rechenbeispiel: 35 W bei 0,5 Ω
U = √(35 × 0,5) = √17,5 ≈ 4,18 V
Um 35 Watt bei einem 0,5-Ohm-Coil zu erreichen, muss der Mod also knapp 4,2 Volt anlegen. Das schafft eine volle Akkuzelle problemlos. Aber was passiert, wenn der Akku nur noch 3,5 Volt hat? Dann kann der Chip diese Leistung nicht mehr erreichen – er würde mehr Spannung brauchen, als der Akku liefern kann. In diesem Fall zeigen die meisten Mods „Weak Battery" oder „Check Battery" an. Sie können dann entweder die Wattzahl reduzieren oder den Akku wechseln. Dieses Verhalten erklärt auch, warum hochohmige MTL-Coils (z.B. 1,2 Ohm) oft länger mit einer Akkuladung auskommen: Sie brauchen weniger Spannung für dieselbe Leistung.
Ein Beispiel aus der Praxis: Ein 1,2-Ohm-MTL-Coil bei 12 Watt benötigt nur etwa 3,8 Volt – das liefert selbst ein halb leerer Akku noch problemlos. Ein 0,15-Ohm-Sub-Ohm-Coil bei 80 Watt braucht dagegen rund 3,5 Volt, aber bei enormen 23 Ampere Stromfluss. Hier sehen Sie, warum Sub-Ohm-Dampfen mehr vom Akku verlangt: nicht unbedingt mehr Spannung, aber viel mehr Strom. Und Strom ist das, was den Akku belastet und entleert.
Dieses Wissen hilft besonders beim Einstieg ins Selbstwickeln oder wenn Sie verstehen möchten, warum bestimmte Setups mehr Dampf produzieren als andere. Auch bei der Auswahl eines neuen Geräts ist es nützlich: Ein Mod, der maximal 80 Watt liefert, reicht für die meisten Fertigcoil-Verdampfer völlig aus. 200-Watt-Boliden sind nur dann sinnvoll, wenn Sie tatsächlich mit sehr niedrigen Widerständen und entsprechend hohen Leistungen dampfen möchten – und dafür brauchen Sie dann auch Akkus, die den resultierenden Stromfluss verkraften. Weitere Informationen zu den verschiedenen Dampfstilen finden Sie im Ratgeber MTL vs. Sub-Ohm.
🔢 Interaktiver Ohm-Rechner für Dampfer
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✅ Sicherer Bereich
Akku wird nicht überlastet.
Akkusicherheit – das sollten Sie wissen
Die Formeln und der Rechner oben helfen Ihnen dabei, sichere Setups zu planen. Aber Theorie ist das eine, die Praxis das andere. In über 14 Jahren Fachhandel habe ich leider einige Fälle gesehen, in denen Akkus unsachgemäß behandelt wurden – zum Glück meist ohne schlimme Folgen, aber das Risiko ist real. Li-Ion-Akkus speichern enorme Energiemengen auf kleinstem Raum; wenn diese Energie unkontrolliert freigesetzt wird, kann das zu Bränden oder Explosionen führen. Das ist keine Panikmache, sondern Physik. Die gute Nachricht: Mit ein paar einfachen Regeln lässt sich das Risiko praktisch auf null reduzieren.
Das Wichtigste zuerst: Die CDR-Angabe (Continuous Discharge Rate) ist Ihr Sicherheitsanker. Diese Zahl – angegeben in Ampere – sagt Ihnen, welchen Dauerstrom der Akku sicher liefern kann. Nicht kurzzeitig, nicht für einen Zug, sondern kontinuierlich. Ein Sony VTC5A hat einen CDR von 25 Ampere, ein Samsung 25R liegt bei 20 Ampere. Wenn Ihr berechneter Stromfluss diese Werte überschreitet, ist das Setup unsicher. Punkt. Dabei sollten Sie nicht am Limit operieren – 70 bis 80 Prozent Auslastung sind ein vernünftiger Puffer für die Praxis, denn im Alltag kommen Faktoren hinzu, die Sie nicht berechnen können: Kontaktwiderstände, Alterung der Zelle, Temperaturschwankungen.
Vorsicht bei den Angaben auf Umverpackungen: Viele Akkus werden mit phantastischen Werten beworben – „40A" oder sogar „60A" prangen auf der Schrumpffolie. Das sind fast immer sogenannte Pulse-Ratings, also Spitzenwerte für Bruchteile von Sekunden, die für das Dampfen völlig irrelevant sind. Manchmal sind es auch schlicht Fantasiewerte von Rewrappern, die billige Zellen in bunte Folien wickeln und teuer verkaufen. Verlassen Sie sich nur auf die Datenblätter der Originalhersteller: Sony/Murata, Samsung SDI, LG Chem, Molicel. Diese Unternehmen haben einen Ruf zu verlieren und geben realistische Werte an.
Meine Empfehlungen für sichere Akkus:
- Sony/Murata VTC5A (18650): 25A CDR, 2600 mAh – der Klassiker für Sub-Ohm-Dampfen, bewährt seit Jahren
- Molicel P26A (18650): 25A CDR, 2600 mAh – exzellente Leistung, besonders bei hoher Last sehr stabil
- Samsung 25R (18650): 20A CDR, 2500 mAh – günstig und zuverlässig, gut für moderate Leistungsbereiche
- Samsung 30Q (18650): 15A CDR, 3000 mAh – mehr Kapazität, aber weniger Strombelastbarkeit – ideal für MTL
- Molicel P42A (21700): 30A CDR, 4200 mAh – wenn Ihr Mod 21700-Zellen unterstützt, aktuell einer der besten Allrounder
Weitere Sicherheitsregeln aus der Praxis:
- Schrumpffolie prüfen: Die Isolierung muss intakt sein – bei Rissen, Löchern oder Ablösungen am Pluspol sofort neu schrumpfen oder den Akku entsorgen. Ein freiliegender Metallmantel kann im Mod einen Kurzschluss verursachen.
- Isolierring am Pluspol kontrollieren: Der kleine Kunststoffring verhindert, dass der Pluspol den Metallmantel berührt. Fehlt er oder ist er beschädigt, ist der Akku nicht sicher zu verwenden.
- Niemals lose transportieren: Akkus gehören in Schutzhüllen oder Boxen, nicht lose in Taschen. Ein Schlüsselbund oder Münzen zwischen Plus- und Minuspol bedeuten Kurzschluss – und das passiert schneller, als Sie „Ohmsches Gesetz" sagen können.
- Nicht tiefentladen: Wenn Ihr Mod „Low Battery" anzeigt, laden Sie den Akku zeitnah. Tiefentladung unter 2,5 Volt schädigt die Zelle dauerhaft und kann sie instabil machen.
- Bei Beschädigungen: Entsorgen, nicht reparieren: Dellen, Verformungen, Rost an den Polen, ungewöhnliche Hitzeentwicklung – all das sind Zeichen, dass der Akku seine beste Zeit hinter sich hat. Akkus können bei Sammelstellen oder im Fachhandel abgegeben werden.
- Verheiratete Akkus bei Dual-Mods: Wenn Ihr Gerät zwei Akkus verwendet, sollten diese immer paarweise gekauft, geladen und eingesetzt werden. Unterschiedliche Ladezustände oder Alterung können zu Ungleichgewichten führen, die eine Zelle stärker belasten als die andere.
Passende Akkuzellen von etablierten Herstellern mit verifizierten Datenblättern finden Sie in unserem Shop. Bei Fragen zur richtigen Akkuwahl für Ihr Setup helfen wir Ihnen gerne weiter – schreiben Sie uns einfach über das Kontaktformular oder rufen Sie an.
Häufige Fragen
Was passiert, wenn ich einen zu niedrigen Widerstand verwende?
Bei einem zu niedrigen Widerstand fließt mehr Strom, als Ihr Akku sicher liefern kann. Die Zelle überhitzt, ihre Lebensdauer sinkt drastisch, und im schlimmsten Fall kann sie entgasen oder thermisch durchgehen. Geregelte Mods verweigern in solchen Fällen den Betrieb und zeigen einen Fehler an. Bei mechanischen Mods fehlt dieser Schutz – hier sind Sie selbst für die sichere Kombination verantwortlich.
Warum wird mein Mech-Mod im Laufe des Tages schwächer?
Bei mechanischen Mods sinkt die Akkuspannung mit jedem Zug. Morgens liefert ein voller Akku 4,2 Volt, abends vielleicht nur noch 3,5 Volt. Da keine Elektronik den Unterschied ausgleicht, bekommen Sie weniger Leistung – der Dampf wird spürbar dünner und die Wärmeentwicklung geringer. Das ist normal und kein Defekt.
Wie finde ich die maximale Belastbarkeit meines Akkus heraus?
Suchen Sie nach dem CDR-Wert (Continuous Discharge Rating) im Datenblatt des Herstellers. Achtung: Viele Umverpackungen geben übertriebene „Pulse"-Werte an, die für das Dampfen irrelevant sind. Vertrauenswürdige Quellen sind die Datenblätter von Sony/Murata, Samsung SDI oder Molicel. Ein Sony VTC5A liefert beispielsweise 25 Ampere Dauerstrom, ein Molicel P26A ebenfalls 25 Ampere.
Kann ich mit dem Ohmschen Gesetz die perfekte Wattzahl für meinen Coil berechnen?
Die Formeln zeigen Ihnen, welcher Strom bei einer bestimmten Einstellung fließt – das ist wichtig für die Akkusicherheit. Die „perfekte" Wattzahl hängt aber auch von der Coil-Masse, dem Drahtmaterial und Ihren persönlichen Vorlieben ab. Starten Sie bei Fertigcoils mit der niedrigsten Herstellerempfehlung und tasten Sie sich langsam nach oben, bis Geschmack und Dampfmenge passen.
Was unterscheidet einen geregelten Mod von einem mechanischen Mod?
Ein geregelter Mod enthält einen Chipsatz, der die Ausgangsspannung anpasst, um Ihre Wunsch-Wattzahl zu erreichen – egal wie voll der Akku ist. Außerdem bietet er Schutzfunktionen: Kurzschlussschutz, Tiefentladeschutz, Überhitzungsschutz. Ein mechanischer Mod hat keine Elektronik – Sie bekommen die rohe Akkuspannung direkt auf die Wicklung, ohne Sicherheitsnetz. Das erfordert Wissen und Sorgfalt.
Gilt das Ohmsche Gesetz auch für Temperaturkontrolle (TC)?
Im Prinzip ja, aber bei TC-Wicklungen aus Nickel, Titan oder Edelstahl ändert sich der Widerstand mit der Temperatur. Der Chip misst diese Änderung und regelt die Leistung entsprechend. Die Grundformeln bleiben gültig, aber die Berechnung wird komplexer, weil der Widerstand kein fester Wert mehr ist.
Über den Autor
Gründer & Geschäftsführer, MaxVapor
MaxVapor wurde 2008 gegründet; seit 2012 mit Spezialisierung auf E-Zigaretten und Liquids. Über 14 Jahre Expertise in Produktberatung, TPD2-Compliance und technischer Beratung. Verantwortlich für Produktprüfung und Kundenkommunikation bei MaxVapor.
Qualifikation: • Unternehmensgründung 2008
• E-Zigaretten-Fachhandel seit 2012
• Fachkenntnisse TPD2-Richtlinien
• Produktschulung & Beratung
• Eingetragener Kaufmann
Erstveröffentlichung: · Zuletzt aktualisiert: . Inhalte werden redaktionell geprüft. Keine Gesundheitsversprechen; alle Angaben ohne Gewähr.
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