Mythos Popcorn-Lunge: Diacetyl in E-Liquids – Faktencheck
E-Zigaretten und Liquids sind ausschließlich für Personen ab 18 Jahren bestimmt. Nikotin kann abhängig machen.
Geprüft von Oliver Prust · Inhaber MaxVapor.de, seit 2012 auf E-Zigaretten spezialisiert · Zuletzt aktualisiert: Januar 2026
Kurz & Knapp: Popcorn-Lunge und E-Zigaretten
- Kein EU-Fall dokumentiert: In der gesamten EU ist bis 2026 kein einziger Fall von Popcorn-Lunge durch E-Zigaretten bekannt
- Diacetyl in Tabak 750× höher: Eine Zigarette enthält rund 750-mal mehr Diacetyl als getestete E-Liquids
- EU-Qualitätsstandards: Renommierte Produzenten in Europa verwenden seit Jahren kein Diacetyl mehr
- TPD2-Regulierung: Strenge Inhaltsstoffkontrollen für alle EU-Liquids seit 2016
- Ursprung des Mythos: Harvard-Studie 2015 wurde medial verzerrt dargestellt
- Forschungsergebnis: Keine belegte Verbindung zwischen Diacetyl und Bronchiolitis obliterans beim Dampfen
- Fazit: Für EU-Dampfer besteht kein belegtes Risiko
Seit Dezember 2015 geistern die Begriffe „E-Zigaretten", „Diacetyl" und „Popcorn-Lunge" regelmäßig durch die Medien – häufig mit alarmierendem Unterton und wenig wissenschaftlicher Substanz. Ich beobachte diese Debatte seit über einem Jahrzehnt und möchte mit diesem Beitrag für Klarheit sorgen: Was steckt tatsächlich hinter dem Mythos, und welches Risiko besteht für Sie als Dampfer in Europa? Die kurze Antwort: Nach allem, was wir heute wissen, besteht für Nutzer von hochwertigen EU-Liquids kein erkennbares Risiko. Die ausführliche Antwort finden Sie auf den folgenden Zeilen.
Wie der Mythos entstand
Im Dezember 2015 veröffentlichte ein Forschungsteam der Harvard T.H. Chan School of Public Health eine Studie, in der 51 aromatisierte E-Liquids auf den Gehalt von Diacetyl, 2,3-Pentandion und Acetoin untersucht wurden. Die Forscher fanden in einigen Proben messbare Mengen dieser Aromastoffe und wiesen darauf hin, dass eine potenzielle Gefährdung nicht ausgeschlossen werden könne. Die Studie formulierte bewusst im Konjunktiv und stellte keinen ursächlichen Zusammenhang zwischen dem Dampfen und der Lungenerkrankung Bronchiolitis obliterans her. Sie wies lediglich auf eine theoretische Möglichkeit hin, die weiterer Untersuchung bedürfe.
Die deutsche Medienlandschaft griff diese Veröffentlichung begierig auf: Am 9. Dezember 2015 titelte stern.de „Gefährliche Chemikalien in E-Zigaretten gefunden", zwei Tage später folgte BILD mit der Schlagzeile „Von E-Zigaretten kriegt man eine Popcorn-Lunge". Was als vorsichtig formulierte wissenschaftliche Hypothese begann, wurde innerhalb weniger Stunden zur vermeintlichen Tatsache. Die Nuancen der Originalstudie verschwanden, übrig blieben Schlagworte wie „hochgradig giftig" und „massiv gesundheitsgefährdend". Für mich als Fachhändler war damals schon erkennbar, dass hier wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem Kontext gerissen und sensationalisiert wurden.
Was in der Berichterstattung unterging: Von den 51 getesteten Liquids waren 33 Proben – also fast zwei Drittel – entweder komplett frei von Diacetyl oder wiesen lediglich Spuren von etwa 2,3 Mikrogramm auf. Diese Menge liegt weit unterhalb jedes bekannten Grenzwerts und gilt nach heutigem Wissensstand als unbedenklich. Bei den übrigen 18 Liquids lag der Durchschnittswert bei rund 9 Mikrogramm pro Zug – eine Größenordnung, die wir gleich noch in Relation setzen werden.
Warum die Berichterstattung problematisch war
Professor Michael Siegel von der Boston University School of Public Health veröffentlichte kurz nach der medialen Welle eine detaillierte Analyse, die die Studienergebnisse in einen wissenschaftlich korrekten Kontext stellte. Sein zentraler Kritikpunkt: Die Medien ignorierten konsequent den Vergleich mit Tabakzigaretten. Denn während E-Liquids im Durchschnitt einstellige Mikrogramm-Werte enthielten, liegt der Gehalt in einer einzelnen Tabakzigarette zwischen 301 und 433 Mikrogramm – das entspricht einem Faktor von etwa 750. Wer täglich eine Schachtel raucht, nimmt zwischen 6.020 und 8.660 Mikrogramm Diacetyl zu sich.
Professor Jean-François Etter von der Universität Genf brachte die Problematik auf den Punkt: Wenn Menschen aufgrund dieser verzerrten Berichterstattung davon absehen, von Tabak auf E-Zigaretten umzusteigen, schadet das der öffentlichen Gesundheit mehr als jede theoretische Gefahr durch minimale Diacetyl-Spuren. Denn die etablierten Risiken des Tabakkonsums – Lungenkrebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, COPD – sind tausendfach dokumentiert und fordern jährlich Millionen Menschenleben weltweit. Die Popcorn-Lunge durch E-Zigaretten hingegen existiert bis heute nur als mediale Schreckensvorstellung.
Obwohl Raucher tagtäglich ein Vielfaches an Diacetyl inhalieren, ist kein einziger Fall einer durch Tabakkonsum verursachten Bronchiolitis obliterans dokumentiert. Dieser Umstand allein wirft erhebliche Zweifel an der These auf, dass geringe Diacetyl-Mengen in E-Liquids ein Risiko darstellen könnten. Der Forschungsstand ist eindeutig: Ein ursächlicher Zusammenhang zwischen Diacetyl-Exposition in üblichen Konsummengen und der Entwicklung einer Popcorn-Lunge lässt sich nicht belegen.
Was ist die Popcorn-Lunge eigentlich?
Der Begriff „Popcorn-Lunge" ist die umgangssprachliche Bezeichnung für Bronchiolitis obliterans, eine seltene und schwere Lungenerkrankung. Bei dieser Krankheit vernarben und verengen sich die kleinsten Atemwege (Bronchiolen) irreversibel, was zu chronischer Atemnot, anhaltenden Hustenanfällen und in schweren Fällen zu Atemversagen führen kann. Die Erkrankung wurde erstmals Anfang der 2000er-Jahre bei Arbeitern in US-amerikanischen Mikrowellenpopcorn-Fabriken gehäuft beobachtet – daher der eingängige Name.
In diesen Fabriken wurde Diacetyl in großen Mengen eingesetzt, um das charakteristische butterige Aroma zu erzeugen. Die betroffenen Arbeiter waren über Monate und Jahre hinweg hohen Konzentrationen des Stoffes ausgesetzt, oft ohne angemessene Schutzausrüstung. Die US-Behörde NIOSH (National Institute for Occupational Safety and Health) ermittelte später, dass Konzentrationen von über 2.800 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft am Arbeitsplatz als kritisch einzustufen sind. Diese Werte liegen astronomisch weit über allem, was beim Dampfen jemals erreicht werden könnte.
Der Begriff „Popcorn-Lunge" gewann nahezu zeitgleich mit der wachsenden Verbreitung der E-Zigarette an medialer Popularität. Der eigentliche Ursprung – industrielle Exposition in Lebensmittelfabriken – geriet dabei in den Hintergrund. Stattdessen wurde ein ernstes arbeitsmedizinisches Problem aus seinem Kontext gerissen und für eine Argumentation instrumentalisiert, die wissenschaftlich nicht haltbar ist. Moderne Liquid-Aromen europäischer Hersteller enthalten schlicht kein Diacetyl mehr – und selbst dort, wo geringe Spuren nachweisbar wären, liegen sie um Größenordnungen unter den kritischen Werten aus den Popcorn-Fabriken.
E-Zigarette vs. Tabakzigarette – der Diacetyl-Vergleich
Die Harvard-Studie ermittelte einen Durchschnittswert von etwa 9 Mikrogramm Diacetyl in den getesteten E-Liquids. Um diese Zahl einordnen zu können, lohnt sich der direkte Vergleich mit Tabakrauch. Eine einzelne Tabakzigarette enthält zwischen 301 und 433 Mikrogramm Diacetyl. Bei einem täglichen Konsum von 20 Zigaretten summiert sich die Aufnahme auf 6.020 bis 8.660 Mikrogramm pro Tag. Ein Dampfer, der ein Liquid mit dem Durchschnittswert aus der Harvard-Studie verwendet, nimmt hingegen nur einen Bruchteil davon auf – das entspricht einer Reduktion um den Faktor 669 bis 962.
Selbst das in der Studie am höchsten belastete Liquid „Peach Schnapps" mit 238,9 Mikrogramm Diacetyl liegt noch deutlich unter dem Wert einer einzelnen Tabakzigarette. Wer also besorgt über Diacetyl in E-Liquids ist, müsste konsequenterweise weitaus besorgter über Tabakzigaretten sein. Dass Raucher nicht reihenweise an Bronchiolitis obliterans erkranken – obwohl sie täglich weit höhere Diacetyl-Mengen inhalieren –, widerlegt die These eines direkten Zusammenhangs. Eine Studie von 2014 bestätigte: Weder beim Rauchen noch beim Dampfen ließ sich ein Zusammenhang mit der Erkrankung nachweisen.
Als Fachhändler ziehe ich eine klare Bilanz: Wer von Tabak auf E-Zigaretten umsteigt, reduziert seine Diacetyl-Exposition drastisch. Gleichzeitig entfallen die vielen anderen nachweislich krebserregenden Stoffe, die bei der Tabakverbrennung entstehen. Die Diskussion um die Popcorn-Lunge lenkt von dieser entscheidenden Tatsache ab und schadet damit potenziell der öffentlichen Gesundheit. Mehr zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen finden Sie in unserem Ratgeber zu Langzeitstudien.
Kritische Grenzwerte und tatsächliche Exposition
Eine umfassende Analyse der Harvard-Daten ermittelte, dass ein erhöhtes Risiko für Bronchiolitis obliterans erst ab einer täglichen Exposition von etwa 2.864 Mikrogramm Diacetyl angenommen werden kann. Dieser Wert basiert auf dem niedrigsten dokumentierten Expositionsniveau eines Fabrikarbeiters, der tatsächlich an der Krankheit erkrankte. Zum Vergleich: Der Durchschnittswert in den getesteten E-Liquids lag im einstelligen Mikrogramm-Bereich – das entspricht 0,3 Prozent des kritischen Schwellenwerts.
Selbst wenn jemand ausschließlich das höchstbelastete Liquid aus der Studie dampfen würde, bliebe die tägliche Aufnahme weit unter dem kritischen Bereich. Die Realität europäischer Dampfer sieht ohnehin anders aus: Etablierte Produzenten in der EU haben Diacetyl längst aus ihren Rezepturen gestrichen. Die TPD2-Vorgaben sorgen zusätzlich dafür, dass in Europa vertriebene E-Liquids zu den sichersten weltweit gehören.
Eine weitere Studie aus dem Jahr 2014 von Starek-Swiechowicz und Starek bestätigte diese Einschätzung: Obwohl Diacetyl theoretisch als ein Faktor im komplexen Ursachenmix für Bronchiolitis obliterans betrachtet werden kann, besteht bei praxisüblichen Konzentrationen in verarbeiteten Produkten keine Gefahr. Die tatsächliche Risikobewertung muss immer die realen Expositionsmengen berücksichtigen – und diese liegen bei E-Zigaretten deutlich unter den kritischen Schwellenwerten.
Europäische Dampfer sind auf der sicheren Seite
Die Harvard-Studie untersuchte ausschließlich E-Liquids aus den USA – ein Detail, das in der deutschen Berichterstattung kaum Beachtung fand. Der europäische Markt unterliegt seit Mai 2016 der EU-Tabakproduktrichtlinie (2014/40/EU), die strenge Standards für Zusammensetzung und Qualität von E-Liquids festlegt. In Deutschland ist Diacetyl als Zusatzstoff seit dem 1. Januar 2021 durch das Tabakerzeugnisgesetz ausdrücklich verboten. Butteraromen mit Diacetyl oder 2,3-Pentandion finden sich in EU-Produkten nicht mehr.
Stand 2026 bereitet die EU die Nachfolgerichtlinie TPD3 vor, die voraussichtlich noch strengere Anforderungen an Inhaltsstoffe stellen wird. Für Konsumenten in Deutschland und anderen EU-Ländern bedeutet das: Wer bei zertifizierten Fachhändlern einkauft, erhält Produkte, die strengen Qualitätsprüfungen unterliegen. Bei MaxVapor führen wir ausschließlich Liquids von bewährten Herstellern, die diese Standards nicht nur erfüllen, sondern oft übertreffen.
Die Debatte um Popcorn-Lunge zeigt ein grundlegendes Problem der Risikokommunikation: Theoretische Gefahren werden aufgebauscht, die nachgewiesenen Vorteile des Umstiegs von Tabak auf E-Zigaretten hingegen unterschlagen. Public Health England (heute Office for Health Improvement and Disparities) kam bereits 2015 zu dem Schluss, dass E-Zigaretten etwa 95 Prozent weniger schädlich sind als Tabakzigaretten – eine Einschätzung, die seither mehrfach bestätigt wurde. Wer diesen Umstieg aus Angst vor einem unbelegten Risiko nicht wagt, setzt sich weiterhin den vielfach dokumentierten Gefahren des Tabakkonsums aus. Mehr zur Funktionsweise von E-Zigaretten lesen Sie in unserem Ratgeber.
Die vollständigen Harvard-Studiendaten
Nachfolgend finden Sie die vollständige Übersicht aller von den Harvard-Wissenschaftlern analysierten Liquids. Die Tabelle zeigt die gemessenen Werte für Diacetyl (2,3-Butandion), 2,3-Pentandion und Acetoin in Mikrogramm. Beachten Sie: Diese Daten stammen aus 2015 und beziehen sich auf US-amerikanische Produkte. Europäische Liquids unterliegen seit 2016 strengeren Standards und enthalten in der Regel kein Diacetyl mehr.
| Geschmack | Marke | Aromagruppe | Diacetyl | 2,3-Pentandion | Acetoin |
|---|---|---|---|---|---|
| Classic | A | Tabak | 3,9 | 1,0 | 37,5 |
| Classic | A | Tabak | <LOD | <LOD | <LOD |
| Menthol | A | Sonstige | <LOD | <LOD | <LOD |
| Menthol | B | Sonstige | <LOD | <LOD | <LOD |
| Original | B | Tabak | <LOD | <LOD | <LOD |
| Cherry Crush | C | Frucht | <LOQ | <LOD | 9,0 |
| Cherry Crush | C | Frucht | 14,7 | 3,4 | 165,6 |
| Classic | C | Tabak | <LOD | 0,8 | 18,1 |
| Java Jolt | C | Cremig | 21,5 | 7,4 | 212,0 |
| Menthol | C | Sonstige | 8,3 | 2,7 | 18,3 |
| Peach Schnapps | C | Cocktail | 238,9 | 64,4 | 529,2 |
| Piña Colada | C | Cocktail | 27,0 | 7,1 | 45,5 |
| Piña Colada | C | Cocktail | 1,6 | <LOD | 130,0 |
| Piña Colada | C | Cocktail | <LOD | <LOD | <LOD |
| Piña Colada | C | Cocktail | <LOD | <LOD | 16,5 |
| Vanilla | C | Cremig | 0,9 | 0,9 | <LOD |
| Gold | D | Tabak | 5,9 | <LOD | 39,8 |
| Gold | D | Tabak | 0,6 | <LOD | 7,0 |
| Menthol | D | Sonstige | 4,9 | <LOQ | 9,6 |
| Pomegranate | D | Frucht | <LOD | 0,2 | 11,9 |
| Pomegranate | D | Frucht | 6,9 | <LOD | 41,4 |
| Vanilla Bean | D | Cremig | 6,7 | <LOD | 13,1 |
| Bad Apple | E | Frucht | 6,0 | <LOD | <LOQ |
| Banana | E | Frucht | <LOD | <LOD | <LOQ |
| Cinnamon | E | Sonstige | 38,4 | 23,4 | <LOQ |
| Iced Berry | E | Frucht | 6,6 | <LOD | 33,4 |
| Iced Berry | E | Frucht | 2,6 | <LOD | 17,3 |
| Just Guava | E | Frucht | <LOQ | <LOD | 7,3 |
| Kick! | E | Cremig | 20,0 | <LOD | 19,1 |
| Lime and Coconut | E | Frucht | 10,3 | <LOD | 77,9 |
| Peach Pit | E | Frucht | <LOD | <LOD | 6,1 |
| Snap! | E | Frucht | 1,09 | 3,4 | 88,2 |
| Strawberry | E | Frucht | <LOQ | <LOD | 5,2 |
| Cherry | F | Frucht | 4,2 | <LOD | 35,6 |
| Double Apple Hookah | F | Frucht | 21,1 | 2,3 | <LOD |
| Franks Lemon Lime | F | Frucht | 4,2 | 1,1 | 47,3 |
| Grape Hookah | F | Frucht | 1,5 | 1,6 | 27,6 |
| Orange Mint | F | Frucht | 1,1 | <LOD | 27,9 |
| Peach | F | Frucht | 8,3 | <LOD | 117,5 |
| Piña Colada | F | Cocktail | 11,6 | 0,7 | 55,8 |
| Watermelon | F | Frucht | 13,3 | 1,4 | 224,3 |
| Watermelon | F | Frucht | 7,4 | <LOD | 72,5 |
| Bluewater Punch | G | Frucht | 6,7 | <LOD | 20,5 |
| Cherry Lava | G | Frucht | 4,4 | <LOD | 2,1 |
| CooCoo Coconut | G | Cremig | 1,0 | <LOD | 19,5 |
| Milk Chocolate | G | Cremig | 9,7 | <LOD | 31,9 |
| Pineapple Punch | G | Frucht | <LOD | <LOD | <LOD |
| Waikiki Watermelon | G | Frucht | 4,4 | <LOQ | 2,1 |
| Alien Blood | H | Frucht | <LOD | 1,94 | 8,4 |
| Caramel Popcorn | H | Cremig | 0,3 | 4,6 | 1,3 |
| Cupcake | H | Cremig | <LOD | <LOD | 12,2 |
| Energy Drink | H | Sonstige | 0,9 | <LOD | 114,4 |
| Fruit Squirts | I | Frucht | 0,9 | <LOD | 26,1 |
| Oatmeal Cookie | H | Sonstige | 2,2 | 4,2 | <LOD |
| Bubble Gum | I | Frucht | <LOD | <LOD | <LOD |
| Cheesecake | I | Milch | 0,9 | <LOD | <LOD |
| Cola | I | Cremig | <LOQ | 0,2 | 3,7 |
| Cotton Candy | I | Frucht | 0,8 | <LOD | 8,0 |
| Tutti Frutti | I | Frucht | 9,3 | 0,8 | 24,7 |
Erläuterung: Alle Werte sind in Mikrogramm (µg) angegeben. LOD bezeichnet die Nachweisgrenze (etwa 0,05 µg) – Werte darunter bedeuten, dass der Stoff nicht oder nur in verschwindend geringen Mengen nachweisbar ist. LOQ gibt die Bestimmungsgrenze an (0,05–2,3 µg) – der Stoff ist zwar nachweisbar, aber nicht präzise quantifizierbar.
Häufige Fragen
Kann ich durch E-Zigaretten eine Popcorn-Lunge bekommen?
Nein. In der EU ist bis Januar 2026 kein einziger Fall dokumentiert, in dem ein E-Zigaretten-Nutzer an Bronchiolitis obliterans erkrankt ist. In Deutschland ist Diacetyl seit 2021 verboten, die Mengen in modernen EU-Liquids liegen weit unter kritischen Schwellenwerten.
Wie viel Diacetyl ist in einer Tabakzigarette im Vergleich zu E-Liquids?
Eine Tabakzigarette enthält zwischen 301 und 433 Mikrogramm Diacetyl – etwa 750-mal mehr als der Durchschnittswert der Harvard-Studie für E-Liquids (9 µg). Trotzdem erkranken Raucher nicht an Popcorn-Lunge.
Enthalten europäische E-Liquids Diacetyl?
Renommierte Produzenten in Europa haben Diacetyl längst aus ihren Rezepturen gestrichen. Die TPD2-Vorgaben garantieren hohe Qualitätsstandards für alle EU-Liquids.
Woher stammt der Begriff „Popcorn-Lunge"?
Der Begriff entstand Anfang der 2000er-Jahre, als bei Arbeitern in US-amerikanischen Mikrowellenpopcorn-Fabriken gehäuft Bronchiolitis obliterans festgestellt wurde. Sie waren über Jahre extrem hohen Diacetyl-Konzentrationen ausgesetzt – Werte, die beim Dampfen niemals erreicht werden.
Was sagt die Wissenschaft zum Zusammenhang Diacetyl und Popcorn-Lunge?
Eine Studie von 2014 zeigte, dass weder beim Rauchen noch beim Dampfen ein Zusammenhang mit Bronchiolitis obliterans besteht – obwohl Raucher deutlich höheren Diacetyl-Mengen ausgesetzt sind.
Warum wurde die Harvard-Studie so sensationell berichtet?
Die Originalstudie formulierte vorsichtig im Konjunktiv und stellte keinen kausalen Zusammenhang her. Medien griffen jedoch alarmistische Schlagworte auf und ignorierten den Vergleich mit Tabak. So entstand fälschlich der Eindruck eines gesicherten Risikos.
Wie erkenne ich hochwertige Liquids ohne Diacetyl?
Achten Sie auf TPD2-konforme Produkte von Fachhändlern wie MaxVapor. Diese führen ausschließlich Liquids von geprüften Herstellern, die auf Diacetyl verzichten und ihre Inhaltsstoffe transparent dokumentieren.
Über den Autor
Gründer & Geschäftsführer, MaxVapor
MaxVapor wurde 2008 gegründet; seit 2012 mit Spezialisierung auf E-Zigaretten und Liquids. Über 14 Jahre Expertise in Produktberatung, TPD2-Compliance und technischer Beratung. Verantwortlich für Produktprüfung und Kundenkommunikation bei MaxVapor.
Qualifikation: • Unternehmensgründung 2008
• E-Zigaretten-Fachhandel seit 2012
• Fachkenntnisse TPD2-Richtlinien
• Produktschulung & Beratung
• Eingetragener Kaufmann
Erstveröffentlichung: · Zuletzt aktualisiert: . Inhalte werden redaktionell geprüft. Keine Gesundheitsversprechen; alle Angaben ohne Gewähr.
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