Wie viele Züge hat eine E-Zigarette im Vergleich zur Zigarette
Altershinweis: Dieses Produkt ist nur für Erwachsene ab 18 Jahren bestimmt. Kein Verkauf an Minderjährige.
Redaktioneller Hinweis: Dieser Ratgeber dient der sachlichen Information zu Rauchen und Dampfen. Er erhebt keinen medizinischen Anspruch und enthält keine gesundheitsbezogenen Versprechen. Bei gesundheitlichen Fragen wenden Sie sich bitte an einen Arzt.
Kurz & Knapp – Züge im Vergleich
- Zigarette: 8–12 Züge pro Stück, ca. 1 mg Nikotin aufgenommen
- E-Zigarette: 100–400 Züge pro Tankfüllung/Pod, Nikotinstärke wählbar (0–20 mg/ml)
- MTL-Dampfen: 8–15 W, straffer Zug, zigarettenähnlich – ideal für Umsteiger
- DL-Dampfen: 40–70+ W, viel Dampf, niedrigere Nikotinstärke nötig
- Schadstoffvergleich: Laut Metaanalyse 2025 bis zu 98 % weniger Schadstoffe als bei Tabakrauch
- Einweg-Verbot: Ab Ende 2026 nicht mehr zulässig – jetzt auf nachfüllbare Systeme umsteigen
Zuganzahl im Direktvergleich
Tabakzigarette vs. E-Zigarette
Die meisten Raucher kommen auf 8 bis 12 Züge pro Zigarette – je nach Marke, Filterlänge und persönlichem Rauchverhalten. Wer tiefe, langsame Züge nimmt, landet eher bei 8; wer schnell und flach zieht, kommt auf 12 oder mehr. Bei E-Zigaretten sieht das anders aus: Ein Pod oder Tank liefert je nach Einstellung und Nutzer zwischen 100 und 400 Züge, manchmal mehr. Ein direkter Zuganzahl-Vergleich führt allerdings in die Irre, weil die Variablen völlig unterschiedlich sind. Bei Zigaretten bestimmen Marke, Filter und Zugverhalten die Zahl – bei E-Zigaretten kommen Liquid-Zusammensetzung, Geräteleistung, Coil-Widerstand und Airflow-Einstellung hinzu. Sinnvoller ist deshalb der Vergleich über den Nikotingehalt: E-Liquids gibt es von nikotinfrei bis 20 mg/ml (das EU-Maximum für fertige Liquids nach TPD2). Bei Zigaretten liegt der Nikotingehalt je nach Marke zwischen 8 und 20 mg pro Zigarette, wobei der Körper davon nur etwa 1 mg tatsächlich aufnimmt.
Vergleichstabelle
| Eigenschaft | E-Zigaretten | Tabakzigaretten |
|---|---|---|
| Nikotingehalt | Variabel, 0–20 mg/ml (berechnen) | 8–20 mg pro Zigarette, ca. 1 mg davon aufgenommen |
| Züge pro Einheit | 100–400 pro Tankfüllung/Pod (Pods, Verdampfer) | 8–12 pro Zigarette |
| Schadstoffe | Deutlich weniger, da Verdampfung statt Verbrennung (Studien) | Über 7.000 Chemikalien, mindestens 70 krebserregend |
| Geruch | Meist schwächer, Aerosol verflüchtigt sich schneller | Stark, anhaltend, Rückstände auf Kleidung/Möbeln |
| Langfristige Kosten | Nach Anfangsinvestition meist günstiger (Steuer beachten) | Ca. 8–10 € pro Schachtel, laufend |
Nikotin und Umrechnung
Wie viel E-Liquid entspricht einer Zigarette?
Eine exakte Antwort gibt es nicht, weil die Aufnahmequoten stark variieren. Für die Praxis hilft trotzdem eine rechnerische Orientierung: Nikotin in mg = mg/ml × verbrauchte ml. Davon wird nur ein Teil tatsächlich aufgenommen – häufig verwendete Annahme: 40–60 %. Ein Beispiel: 1 ml bei 12 mg/ml enthält 12 mg Nikotin. Bei 50 % Aufnahme sind das etwa 6 mg – grob 6 „Zigaretten-Äquivalente" (bei 1 mg/Zigarette). Diese Rechnung ist nur eine Orientierung, keine exakte Wissenschaft. Geräteeinstellungen, Zugstil, Liquid-Zusammensetzung und individuelle Physiologie verändern die effektive Aufnahme spürbar.
Nikotin ist der Stoff, der Zigaretten süchtig macht. Es erzeugt sowohl körperliche als auch psychische Abhängigkeit – die körperliche zeigt sich in Entzugserscheinungen wie Reizbarkeit und Konzentrationsproblemen, die psychische in der Gewohnheit, dem Ritual. Beim Umstieg auf E-Zigaretten bleibt die Nikotinzufuhr erhalten, wodurch körperliche Entzugserscheinungen oft milder ausfallen. Wer komplett nikotinfrei werden will, kann die Stärke schrittweise reduzieren. Der Liquidrechner hilft bei der Planung. Den aktuellen Forschungsstand zum Thema Gesundheit finden Sie unter E-Zigaretten & Gesundheit: Studien & Fakten.
Praxis für Umsteiger
Einstieg und Kaufberatung
Ein erfolgreicher Umstieg gelingt, wenn Setup, Nikotinstärke und Zugstil zusammenpassen. Umsteiger, die ein zigarettenähnliches Erlebnis suchen, fahren mit Pod-Systemen und straffem Zug (MTL) gut. Diese Geräte sind leise, liefern moderaten Dampf und sind einfach zu handhaben. Wer mehr Dampf und Geschmacksintensität möchte, greift zu einem Verdampfer auf einem Akkuträger – mit offenerem Zug (RDL/DL), präzisen Einstellungen und tendenziell niedrigerer Nikotinstärke.
Setup-Übersicht nach Rauchprofil
| Profil | Empfohlenes Setup | Charakteristik |
|---|---|---|
| Umsteiger, zigarettenähnlich | Pod-System mit straffem Zug (MTL) | Leise, moderater Dampf, 8–15 W, einfache Handhabung |
| Genussdampfer, mehr Dampf | Verdampfer + Akkuträger (DL) | Offener Zug, viel Dampf, 40–70 W, niedrigere Nikotinstärke (1,5–6 mg/ml) |
Die passende Nikotinstärke hängt vom bisherigen Zigarettenkonsum ab. Wer bis ca. 10 Zigaretten am Tag geraucht hat, startet bei MTL meist mit 6–12 mg/ml. Bei 15–20 Zigaretten täglich sind 12–16 mg/ml ein guter Ausgangspunkt, bei über 20 Zigaretten 16–20 mg/ml oder moderate Nikotinsalz-Stärken. DL-Nutzer brauchen wegen der größeren Dampfmenge meist nur 1,5–6 mg/ml. Die Reduktion erfolgt in Stufen – etwa alle 2–4 Wochen um 3 mg/ml. Empfehlenswerte Hersteller für den Einstieg sind Uwell, Innokin, Vaporesso und GeekVape (alle Hersteller).
Typische Fehler beim Umstieg
Viele Umsteiger scheitern nicht an mangelnder Motivation, sondern an kleinen technischen Hürden. Kratzen im Hals oder Husten deuten meist auf eine zu hohe Nikotinstärke hin, besonders bei Freebase-Nikotin. Die Lösung: Stärke um 3–6 mg/ml senken oder auf moderates Nikotinsalz umstellen, Leistung in den unteren Coil-Bereich reduzieren, sanftere Aromen testen. Kaum Geschmack oder alles schmeckt flach? Der Coil ist oft verschlissen, die Leistung falsch eingestellt oder es liegt eine Dampferzunge vor (sensorische Ermüdung). Coil wechseln, Leistung schrittweise anpassen, Wasser trinken, Aromen rotieren – mehr dazu unter Dampferzunge.
Siffen und Lecken entstehen durch gequetschte Dichtungen, locker sitzende Pods, Kondensat im Luftkanal oder extrem dünnflüssiges Liquid. Dichtungen prüfen, Pod fest einsetzen, Luftkanal mit Papiertuch reinigen, Tank nicht überfüllen, Gerät aufrecht lagern. Dry-Hits mit verbranntem Geschmack treten auf, wenn die Leistung zu hoch ist oder die Watte nicht vollständig gesättigt war. Leistung reduzieren, Tank nachfüllen, Coil vor Erstnutzung primen (einige Tropfen aufs Wattefenster, 5 Minuten warten). Schwerer Durchzug liegt meist an geschlossener Airflow, Kondensat im Luftkanal oder falsch sitzendem Coil – schrittweise öffnen und reinigen.
„Nichts sättigt – ich ziehe dauernd" zeigt an, dass die Nikotinstärke zu niedrig ist oder die Airflow zu offen. Stärke kontrolliert erhöhen, Airflow etwas schließen, feste Pausen etablieren. Ein praktischer Tipp für unterwegs: Mini-Set mitführen mit Ersatz-Pod oder -Coil, 10-ml-Liquid und Powerbank – so lassen sich Rückfälle zur Zigarette aus Frust vermeiden.
Technik und Kosten
Watt, Durchzug und Dampfmenge
Das Dampferlebnis hängt von Watt, Airflow, Coil-Typ und Liquid ab. Die Wattzahl bestimmt die Verdampfungsrate – bleiben Sie immer im Coil-Fenster (steht auf dem Coil oder in der Anleitung). Grobe Leistungsbereiche: MTL-Coils laufen meist bei 8–15 W, RDL bei 20–35 W, DL/Mesh bei 40–70+ W. Die Airflow regelt Zugwiderstand, Temperatur und Dampfvolumen: eng bedeutet straffer Zug und wärmerer Dampf, offen bedeutet freier Zug und kühlere Wolken. Das VG/PG-Verhältnis beeinflusst Viskosität, Dampfdichte und Throat-Hit. Mehr Grundlagen unter Was ist Vapen?
Kostenvergleich
Ein Praxisbeispiel für Umsteiger: Ausgangslage 20 Zigaretten pro Tag, Schachtelpreis 9 € (20 Stück). Rauchen kostet dann 9 € pro Tag, also ca. 3.285 € pro Jahr. Dampfen mit 3 ml pro Tag (10 ml = 6 € inkl. Steuer 2025) kostet ca. 1,80 € pro Tag für Liquid, also ca. 657 € pro Jahr. Dazu kommen Coils/Pods (ca. 6 € pro Woche = 312 € pro Jahr) und Gerät/Ersatz (ca. 80 € pro Jahr). Die Summe liegt bei ca. 1.049 € pro Jahr – eine potenzielle Ersparnis von über 2.000 € pro Jahr. Die Werte variieren je nach Konsum und Preisen, die Liquidsteuer steigt 2026 weiter an.
Regulierung 2025/2026
Einweg-Verbot und Liquidsteuer
Die EU-Batterieverordnung (Verordnung (EU) 2023/1542) schreibt vor, dass Batterien in tragbaren Geräten künftig leicht entnehmbar und austauschbar sein müssen. Einweg-E-Zigaretten mit fest verbautem Akku erfüllen diese Anforderung nicht und dürfen deshalb ab Ende 2026 nicht mehr in der EU auf den Markt gebracht werden. Ab 1. Juli 2026 gilt in Deutschland eine erweiterte Rücknahmepflicht: Kioske, Tankstellen und andere Verkaufsstellen müssen ausgediente Einweg-E-Zigaretten zurücknehmen. Nachfüllbare Pod-Systeme oder Verdampfer sind langfristig günstiger, umweltfreundlicher und bleiben auch nach 2026 legal.
Seit 1. Juli 2022 wird in Deutschland eine Steuer auf E-Liquids erhoben, die stufenweise steigt – seit 01.01.2025 gibt es eine weitere Erhöhung, ab 01.01.2026 folgt die nächste Stufe. Die Steuer gilt für alle Liquids, unabhängig davon, ob sie Nikotin enthalten (Liquid-Steuer). Die neue Tabakproduktrichtlinie (TPD3) befindet sich in der Entwurfsphase; diskutiert werden Einschränkungen bei Aromen und strengere Vorgaben für Verpackungen. Stand Januar 2026 ist die TPD3 noch nicht in Kraft. Die aktuellen Regelungen basieren auf der TPD2 von 2014, die unter anderem den Nikotingehalt auf maximal 20 mg/ml begrenzt.
Zusammenfassung
Die meisten Raucher kommen auf 8–12 Züge pro Zigarette. Bei E-Zigaretten ist die Bandbreite größer (100–400 Züge pro Füllung), aber die reine Zahl ist weniger wichtig als die stimmige Kombination aus Nikotinstärke, Leistung, Airflow und Zugtechnik. MTL-Pods (8–15 W) ermöglichen einen zigarettenähnlichen Einstieg, DL-Setups (40–70+ W) liefern viel Dampf, erfordern aber niedrigere Nikotinstärken. Typische Probleme beim Umstieg lassen sich meist schnell lösen: Stärke anpassen, Leistung ins Coil-Fenster, Airflow feinjustieren, Coil wechseln. Nach der Startphase sparen viele Umsteiger deutlich – die Liquidsteuer steigt allerdings weiter, und das Einweg-Verbot kommt Ende 2026. Wenn Sie erwachsener Raucher sind und umsteigen möchten, finden Sie bei uns Tests zu E-Zigaretten, Pods und Verdampfern – plus den Liquidrechner für die Planung.
Quellen & Studien
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Züge hat eine Zigarette?
Im Durchschnitt 8–12 Züge. Die genaue Zahl hängt von Zugtiefe, Filter, Marke und persönlichen Gewohnheiten ab.
Wie viele Züge liefert eine E-Zigarette pro Füllung?
Je nach Gerät, Tankgröße und Zugstil zwischen 100 und 400 Züge. MTL-Pods liefern kürzere, häufigere Züge; DL-Setups längere, weniger Züge.
Wie viel E-Liquid entspricht einer Zigarette?
Rechnerisch: (mg/ml × ml × Aufnahmequote) ≈ mg Nikotin. Pro Zigarette werden etwa 1 mg Nikotin aufgenommen. Beispiel: 1 ml bei 12 mg/ml und 50 % Aufnahme ≈ 6 mg → grob 6 Zigaretten-Äquivalente. Die Umrechnung ist nur eine Orientierung.
Wie viel Watt bei der E-Zigarette?
MTL: meist 8–15 W. RDL: 20–35 W. DL: 40–70 W oder mehr. Entscheidend ist das Coil-Fenster, das auf dem Coil oder in der Anleitung steht.
Was passiert mit Einweg-E-Zigaretten ab 2026?
Die EU-Batterieverordnung schreibt vor, dass Batterien austauschbar sein müssen. Einweg-E-Zigaretten mit fest verbautem Akku sind deshalb ab Ende 2026 nicht mehr zulässig. Ab 1. Juli 2026 gilt zudem eine erweiterte Rücknahmepflicht für Händler.
Über den Autor
Gründer & Geschäftsführer, MaxVapor
MaxVapor wurde 2008 gegründet; seit 2012 mit Spezialisierung auf E-Zigaretten und Liquids. Über 14 Jahre Expertise in Produktberatung, TPD2-Compliance und technischer Beratung. Verantwortlich für Produktprüfung und Kundenkommunikation bei MaxVapor.
Qualifikation: • Unternehmensgründung 2008
• E-Zigaretten-Fachhandel seit 2012
• Fachkenntnisse TPD2-Richtlinien
• Produktschulung & Beratung
• Eingetragener Kaufmann
Erstveröffentlichung: · Zuletzt aktualisiert: . Inhalte werden redaktionell geprüft. Keine Gesundheitsversprechen; alle Angaben ohne Gewähr.
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