Dampfer-Lexikon: 50 E-Zigaretten-Begriffe einfach erklärt
E-Zigaretten und Liquids sind ausschließlich für Personen ab 18 Jahren bestimmt. Nikotin kann abhängig machen.
Geprüft von Oliver Prust · Inhaber MaxVapor.de, seit 2012 auf E-Zigaretten spezialisiert · Erstveröffentlichung: 05.08.2025 · Zuletzt aktualisiert: Januar 2026
Kurz & Knapp: E-Zigaretten-Wissen für Einsteiger
- E-Zigaretten verdampfen Liquid elektrothermisch – keine Verbrennung wie bei Tabak
- MTL, RDL, DL – drei Zugtechniken für unterschiedliche Dampfstile
- PG/VG-Verhältnis – bestimmt Geschmacksintensität und Dampfdichte
- TPD2-Regelung: Max. 20 mg/ml Nikotin, max. 10 ml Flaschengröße, max. 2 ml Tankgröße
- Für Umsteiger: Pod-Systeme und MTL-Geräte ähneln dem Zigarettenzug
- Verdampferköpfe: Regelmäßig wechseln (1–4 Wochen) für besten Geschmack
- Ab 2027: EU-weites Verbot von Einweg-E-Zigaretten durch Batterieverordnung
Willkommen im Dampfer-Lexikon
Wer sich neu mit dem Dampfen beschäftigt, steht schnell vor einer Flut an Fachbegriffen: MTL, VG/PG, Ohm, Coil, Pod-System – die Community hat über die Jahre ihr eigenes Vokabular entwickelt, das für Außenstehende oft kryptisch wirkt. Ich betreibe MaxVapor seit 2008 und habe mich 2012 vollständig auf E-Zigaretten spezialisiert. In dieser Zeit habe ich Tausende Gespräche mit Einsteigern geführt und weiß genau, welche Fragen sich am häufigsten stellen und an welchen Begriffen die meisten zunächst scheitern. Dieses Lexikon soll Ihnen als verlässliches Nachschlagewerk dienen, das Sie bei jedem Schritt in die Welt des Dampfens unterstützt.
Der E-Zigaretten-Markt entwickelt sich dynamisch weiter: Nach aktuellen Prognosen wächst der globale Markt bis 2035 auf über 50 Milliarden US-Dollar, wobei Europa rund 28 Prozent des Umsatzes ausmacht. In Deutschland liegt das Marktvolumen 2025 bei geschätzten 850 Millionen Euro – ein Wachstum von etwa 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig verändern sich die regulatorischen Rahmenbedingungen: Die EU-Batterieverordnung 2023/1542 wird ab Februar 2027 dazu führen, dass Einweg-E-Zigaretten mit fest verbauten Akkus vom Markt verschwinden. Nachfüllbare Systeme bleiben davon unberührt und gewinnen entsprechend an Bedeutung.
Hier finden Sie Antworten zu allen wichtigen Themen rund um die E-Zigarette: von der grundlegenden Funktionsweise über die verschiedenen Gerätetypen bis hin zu den Besonderheiten unterschiedlicher Liquids. Das anschließende Dampfer-Lexikon erklärt jeden relevanten Fachbegriff verständlich und ohne unnötigen Fachjargon. Sollte trotzdem eine Frage offen bleiben, erreichen Sie unser Team jederzeit über das Kontaktformular – wir helfen gerne weiter.
FAQ zur Funktion einer E-Zigarette
Wie funktioniert eine E-Zigarette?
Eine E-Zigarette arbeitet nach dem Prinzip der elektrothermischen Verdampfung: Das Liquid wird aus dem Tank über einen Docht zur Heizwendel (Coil) geleitet. Sobald Sie den Feuerknopf betätigen oder am Mundstück ziehen, fließt Strom durch die Heizwendel und erhitzt sie innerhalb von Sekundenbruchteilen. Bei Temperaturen zwischen 100 und 250 Grad Celsius verdampft das Liquid und erzeugt den inhalierbaren Dampf. Anders als bei einer Tabakzigarette findet keine Verbrennung statt – daher sprechen wir vom Dampfen, nicht vom Rauchen. Eine ausführliche Erklärung finden Sie in unserem Ratgeber zur E-Zigaretten-Funktion.
Welche E-Zigaretten-Typen gibt es?
Der Markt bietet eine Vielzahl unterschiedlicher Gerätetypen, die sich in Größe, Leistung und Handhabung unterscheiden. Pod-Systeme sind kompakt und besonders einsteigerfreundlich – hier stecken Sie den Pod einfach auf den Akku, ohne Schraubgewinde oder komplizierte Einstellungen. All-in-One-Geräte (AIO) kombinieren Akku und Verdampfer dauerhaft in einem Gehäuse und bieten eine gute Balance aus Einfachheit und Leistung. Akkuträger (Mods) lassen sich über ein standardisiertes 510er-Gewinde mit unterschiedlichen Verdampfern kombinieren und ermöglichen so maximale Flexibilität. Für fortgeschrittene Nutzer gibt es zudem Selbstwickelverdampfer (RBA, RDA, RTA, RDTA), bei denen Sie die Heizwendel selbst montieren.
Welche E-Zigarette eignet sich für Umsteiger?
Für den Umstieg von der Tabakzigarette empfehle ich Geräte, die dem klassischen Zugverhalten möglichst nahekommen. MTL-Geräte (Mund-zu-Lunge) erzeugen einen straffen Zugwiderstand und moderate Dampfmengen – genau wie eine Zigarette. Pod-Systeme wie die Uwell Caliburn oder GeekVape Wenax bieten einen unkomplizierten Einstieg ohne technisches Vorwissen. Kombinieren Sie diese Geräte mit einem Liquid, das 12 bis 20 mg/ml Nikotin enthält, um das gewohnte Nikotingefühl zu erhalten. Viele Umsteiger schätzen Nikotinsalz-Liquids, weil diese sanfter im Hals sind und das Nikotin schneller aufgenommen wird. Einen detaillierten Überblick bietet unser E-Zigaretten-Test.
Ab welchem Alter darf man E-Zigaretten benutzen?
In Deutschland dürfen E-Zigaretten und nikotinhaltige Liquids ausschließlich an Personen ab 18 Jahren verkauft werden. Diese Regelung gilt sowohl für den stationären Handel als auch für Online-Shops und ist im Jugendschutzgesetz verankert. Bei MaxVapor setzen wir eine strenge Altersverifikation um – sowohl bei der Bestellung als auch bei der Zustellung durch den Paketdienstleister. Das Mindestalter gilt übrigens auch für nikotinfreie Liquids und Zubehör, da der Gesetzgeber E-Zigaretten als Gesamtsystem betrachtet.
Ist die E-Zigarette weniger schädlich als Tabak?
Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen kommen zu dem Ergebnis, dass E-Zigaretten deutlich weniger Schadstoffe freisetzen als brennende Tabakzigaretten. Die bekannte Einschätzung von Public Health England aus dem Jahr 2015, wonach das Dampfen etwa 95 Prozent weniger schädlich sei als das Rauchen, wird von vielen Experten als Orientierungswert herangezogen. Neuere Studien bestätigen, dass beim Dampfen weder Teer noch die typischen Verbrennungsprodukte entstehen, die für einen Großteil der tabakbedingten Erkrankungen verantwortlich sind. Allerdings ist die E-Zigarette nicht harmlos – Nikotin bleibt ein Suchtstoff, und Langzeitstudien über mehrere Jahrzehnte liegen naturgemäß noch nicht vor. Ausführliche Informationen finden Sie in unserem Gesundheitsratgeber.
Wie lange halten Verdampferköpfe?
Verdampferköpfe (Coils) sind typische Verschleißteile und sollten regelmäßig gewechselt werden. Die Lebensdauer hängt von mehreren Faktoren ab: Dampfintensität, Leistungseinstellung und Liquidzusammensetzung spielen eine entscheidende Rolle. Bei normaler Nutzung können Sie mit einer Haltbarkeit von ein bis vier Wochen rechnen. Süße und stark aromatisierte Liquids verkürzen die Lebensdauer, da Zuckerbestandteile auf der Heizwendel karamellisieren und verkoken. Ein Wechsel ist angezeigt, wenn der Geschmack nachlässt, ein verbrannter Beigeschmack entsteht oder die Dampfmenge spürbar abnimmt.
Kann man jeden Verdampfer reinigen?
Der Verdampfer (Clearomizer) selbst lässt sich problemlos reinigen: Spülen Sie den Tank mit warmem Wasser aus und lassen Sie ihn gründlich trocknen, idealerweise über Nacht. So entfernen Sie Liquidreste und verhindern Geschmacksübertragungen beim Aromawechsel. Verdampferköpfe hingegen sollten nicht mit Wasser in Berührung kommen, da die Watte sich vollsaugt und nur schwer wieder trocknet. Falls nötig, genügt ein vorsichtiges Abwischen mit einem trockenen Tuch. Ausgenommen von der Reinigung sind Einwegprodukte, die nach Gebrauch entsorgt werden.
Dampfer-Begriffe auf einen Blick
Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen schnellen Überblick über die wichtigsten Fachbegriffe. Ausführliche Erklärungen zu jedem Begriff finden Sie in den nachfolgenden Abschnitten des Lexikons.
| Begriff | Kategorie | Kurzerklärung |
|---|---|---|
| MTL | Zugtechnik | Mouth-to-Lung – Dampf erst in den Mund, dann in die Lunge (wie Zigarette) |
| DL / DTL | Zugtechnik | Direct Lung – Dampf direkt in die Lunge (große Wolken) |
| RDL | Zugtechnik | Restricted Direct Lung – Mischform zwischen MTL und DL |
| PG | Liquid | Propylenglykol – Geschmacksträger, dünnflüssig |
| VG | Liquid | Vegetable Glycerin – für dichte Dampfwolken, dickflüssig |
| Coil | Technik | Heizwendel im Verdampferkopf – erhitzt das Liquid |
| Ohm (Ω) | Technik | Einheit für elektrischen Widerstand der Coil |
| Mod | Gerät | Akkuträger – liefert Strom an den Verdampfer |
| Pod-System | Gerät | Kompaktes System mit aufsteckbarem Pod (Tank-Einheit) |
| Clearomizer | Gerät | Verdampfer mit durchsichtigem Tank zur Füllstandskontrolle |
| NicSalt | Liquid | Nikotinsalz-Liquid – sanfter im Hals, schnellere Aufnahme |
| Shortfill | Liquid | Großflasche mit Platz für Nikotinshot – sofort dampfbereit |
| Longfill | Liquid | Konzentriertes Aroma in großer Flasche – mit Base auffüllen |
| Throat Hit | Erlebnis | Kratzen im Hals beim Inhalieren (wie bei Zigarette) |
| Sweet Spot | Erlebnis | Ideale Einstellung für perfekten Geschmack und Dampf |
| mAh | Technik | Milliamperestunden – Maß für Akkukapazität |
| Drip Tip | Gerät | Mundstück der E-Zigarette (510 oder 810 Standard) |
| Dry Hit | Erlebnis | Verbrannter Geschmack bei trockener Watte (auch: Kokeln) |
| Dampferzunge | Erlebnis | Temporärer Geschmacksverlust durch Gewöhnung |
| Zugautomatik | Technik | Aktivierung durch Ziehen am Mundstück (ohne Feuertaster) |
| Steepen | Liquid | Reifezeit für selbstgemischte Liquids |
| Watte | Technik | Trägermaterial im Coil für den Liquidtransport |
| TPD2 | Recht | EU-Tabakproduktrichtlinie mit Grenzwerten für Nikotin und Tankgröße |
Lexikon: Gerätetypen und Komponenten
Akkuträger (Mod)
Der Akkuträger (englisch: Mod) ist das Herzstück Ihrer E-Zigarette und liefert die elektrische Energie für den Verdampfer. Der Begriff „Mod" stammt aus der Frühzeit des Dampfens, als Bastler Taschenlampen und andere Geräte modifizierten, um sie als Stromquelle zu nutzen. Moderne Mods unterscheiden sich in regelbare und ungeregelte Varianten: Geregelte Mods verfügen über einen Chip, der Leistung, Spannung oder Temperatur nach Ihren Wünschen anpasst. Ungeregelte (mechanische) Mods geben die Akkuspannung direkt an die Coil weiter und erfordern fundiertes Wissen über das Ohmsche Gesetz und Akkusicherheit. Akkuträger gibt es als Box-Mods (eckig) oder Tube-Mods (zylindrisch), mit fest verbauten Akkus oder Schächten für wechselbare Akkuzellen wie 18650, 20700 oder 21700.
Akkuzelle
Für E-Zigaretten sollten ausschließlich hochstromfeste Akkuzellen mit flachem Pluspol verwendet werden, die vom Hersteller für diese Anwendung freigegeben sind. Die gängigen Bezeichnungen folgen einem fünfstelligen Code: Der 18650-Akku misst 18 mm im Durchmesser und 65 mm in der Länge, die abschließende Null kennzeichnet die zylindrische Bauform. Größere Varianten wie 20700 und 21700 bieten mehr Kapazität und längere Laufzeiten, benötigen aber entsprechend ausgelegte Akkuträger. Achten Sie beim Kauf auf Markenzellen von Murata (ehemals Sony), Samsung, LG oder Molicel – minderwertige Akkus können Sicherheitsrisiken bergen.
All-in-One (AIO)
Bei All-in-One-Geräten sind Akku und Verdampfer fest in einem Gehäuse verbaut, was die Handhabung besonders einfach macht. Sie müssen keine separaten Komponenten kombinieren oder Gewinde aufeinander abstimmen – das AIO-System funktioniert sofort nach dem Auspacken. Diese Geräte richten sich vor allem an Einsteiger, die einen unkomplizierten Start ins Dampfen suchen. Die Verdampferköpfe sind austauschbar, sodass Sie bei Verschleiß nicht das gesamte Gerät ersetzen müssen. Bekannte Beispiele sind die Joyetech eGo AIO-Serie oder die Innokin Endura-Reihe.
Clearomizer (Verdampfer)
Der Clearomizer ist die Verdampfereinheit Ihrer E-Zigarette und umfasst Tank, Mundstück, Verdampferkopf und oft eine Airflow-Control zur Regulierung des Luftzugs. Der Name setzt sich aus „Clear" (durchsichtig) und dem älteren Begriff „Cartomizer" zusammen, da moderne Verdampfer meist einen transparenten Tank besitzen, der die Füllstandskontrolle ermöglicht. Frühere Modelle waren blickdicht, sodass der Liquidstand nur durch Aufschrauben erkennbar war. Die meisten Clearomizer verfügen über ein standardisiertes 510er-Gewinde und lassen sich so mit verschiedenen Akkuträgern kombinieren.
Pod-System
Pod-Systeme gehören zu den kompaktesten E-Zigaretten und haben sich in den letzten Jahren zum meistverkauften Gerätetyp entwickelt. Akku und Pod (Tank-Einheit) werden nicht geschraubt, sondern einfach zusammengesteckt oder magnetisch verbunden. Die Pods sind herstellerspezifisch und nicht mit anderen Geräten kompatibel. Es gibt nachfüllbare Pods mit austauschbaren Coils, nachfüllbare Pods mit integriertem Coil (nach Verbrauch wird der gesamte Pod ersetzt) und vorbefüllte Pods für maximale Bequemlichkeit. Moderne Pod-Mods bieten zusätzlich regelbare Leistung, Farbdisplays und intelligente Chipsets – Geräte wie die Uwell Caliburn G3 Pro vereinen Einsteigerfreundlichkeit mit fortgeschrittener Technik.
Disposables (Einweg-E-Zigaretten)
Disposables sind vorbefüllte und vorgeladene Einweggeräte, die sofort einsatzbereit sind. Sie erfordern keine Tasten, keine Einstellungen und keine Nachfüllung – die Aktivierung erfolgt automatisch beim Ziehen am Mundstück. Nach Verbrauch des Liquids oder Entladen des Akkus werden sie entsorgt. Disposables waren in den letzten Jahren extrem populär, stehen aber aufgrund von Umweltbedenken und Jugendschutzproblemen in der Kritik. Die EU-Batterieverordnung 2023/1542 schreibt vor, dass Akkus in Geräten austauschbar sein müssen – ab Februar 2027 dürfen Einweg-E-Zigaretten mit fest verbauten Akkus daher nicht mehr in der EU verkauft werden.
Selbstwickelverdampfer (RBA, RDA, RTA, RDTA)
Selbstwickelverdampfer richten sich an fortgeschrittene Nutzer, die maximale Kontrolle über ihr Dampferlebnis wünschen. Statt vorgefertigter Verdampferköpfe montieren Sie eigene Heizwendeln auf einem Wickeldeck und führen selbst Watte hindurch. RDA (Rebuildable Dripping Atomizer) haben keinen Tank – das Liquid wird direkt auf die Watte getröpfelt. RTA (Rebuildable Tank Atomizer) kombinieren Selbstwicklung mit einem Tank für komfortableren Alltag. RDTA (Rebuildable Dripping Tank Atomizer) sind eine Mischform mit Tank unterhalb des Wickeldecks. RBA (Rebuildable Atomizer) ist der Oberbegriff für alle Selbstwickler. Die Technik erfordert Grundwissen über Widerstandsberechnung, Drahtmaterialien und Akkusicherheit.
Verdampferkopf (Coil)
Der Verdampferkopf enthält die Heizwendel (Coil) und das Trägermaterial für das Liquid – in der Regel Baumwollwatte. Beim Stromdurchfluss erhitzt sich die Wendel und verdampft das umgebende Liquid. Es gibt Single-Coil-Köpfe (eine Heizwendel), Dual-Coil-Köpfe (zwei Wendeln für mehr Dampf und intensiveren Geschmack) und Mesh-Coils, bei denen ein feines Drahtgeflecht für gleichmäßigere Hitzeverteilung und längere Haltbarkeit sorgt. Der Widerstand des Verdampferkopfs wird in Ohm angegeben und beeinflusst Leistungsbedarf und Dampfcharakteristik.
510er-Anschluss
Das 510er-Gewinde ist der de-facto-Standard für die Verbindung zwischen Akkuträger und Verdampfer. Die Bezeichnung geht auf die ursprüngliche Gewindespezifikation zurück (5 mm Gewinde mit 10 Umdrehungen). Fast alle modernen Akkuträger und Clearomizer nutzen diesen Anschluss, sodass Sie Komponenten verschiedener Hersteller frei kombinieren können. Pod-Systeme verwenden hingegen meist herstellerspezifische Verbindungen.
Drip Tip (Mundstück)
Der Drip Tip ist das Mundstück Ihrer E-Zigarette – der Teil, den Sie beim Dampfen an die Lippen führen. Die Bezeichnung stammt von Tröpfelverdampfern, bei denen durch das Mundstück Liquid direkt auf die Wicklung getropft werden kann. Drip Tips gibt es in verschiedenen Materialien (Kunststoff, Edelstahl, Ultem, Resin), Größen und Formen. Schmalere Mundstücke mit engem Kanal eignen sich für MTL-Dampfen, breite Varianten (Fat Caps) für DL. Die gängigen Standards sind 510 und 810 – achten Sie beim Kauf auf die Kompatibilität mit Ihrem Verdampfer.
Squonker (Bottom Feeder)
Ein Squonker ist ein spezieller Akkuträger mit integrierter Liquidflasche. Durch Zusammendrücken der weichen Flasche wird Liquid von unten in den Verdampfer gepumpt – daher auch der Name „Bottom Feeder". Diese Technik kombiniert den intensiven Geschmack eines Tröpflers (RDA) mit dem Komfort eines Tanks: Sie müssen nicht ständig nachtröpfeln, sondern drücken einfach die Flasche. Squonker richten sich an fortgeschrittene Dampfer, die Wert auf Geschmack legen und bereit sind, sich mit Selbstwicklern zu beschäftigen.
Lexikon: Liquid-Begriffe
Liquid
Als Liquid wird die Flüssigkeit bezeichnet, die in E-Zigaretten verdampft wird. Die Grundbestandteile sind Propylenglykol (PG) und pflanzliches Glycerin (VG), hinzu kommen Lebensmittelaromen und optional Nikotin. Gebrauchsfertige Liquids sind in 10-ml-Flaschen erhältlich – so schreibt es die TPD2-Verordnung für nikotinhaltige Produkte in der EU vor. Der maximale Nikotingehalt ist auf 20 mg/ml begrenzt. Nikotinfreie Liquids und Basen dürfen auch in größeren Gebinden verkauft werden.
Propylenglykol (PG)
Propylenglykol (E 1520) ist ein dünnflüssiger, geruchloser Bestandteil der meisten E-Liquids und dient als Träger für Aromen und Nikotin. Die Substanz ist als Lebensmittelzusatz zugelassen und findet auch in Kosmetik und Pharmazie breite Verwendung. PG fördert einen intensiveren Geschmack und erzeugt einen spürbaren Throat Hit – das leichte Kratzen im Hals, das viele Umsteiger von der Zigarette kennen. Aufgrund seiner niedrigen Viskosität fließt PG schnell nach und eignet sich besonders für MTL-Verdampfer mit kleinen Liquidkanälen.
Vegetable Glycerin (VG)
Pflanzliches Glycerin (VG, E 422) ist ein dickflüssiger, leicht süßlicher Bestandteil von E-Liquids und verantwortlich für dichte, voluminöse Dampfwolken. VG-lastige Liquids (70/30 oder 80/20 VG/PG) sind typisch für das Sub-Ohm-Dampfen und erzeugen einen weicheren, weniger kratzigen Zug. Die hohe Viskosität kann bei Verdampfern mit engen Liquidkanälen zu Nachflussproblemen führen – hier empfiehlt sich ein ausgewogeneres Mischverhältnis wie 50/50.
Base
Als Base bezeichnet man die Grundflüssigkeit zum Selbstmischen von Liquids. Sie besteht aus PG und VG in verschiedenen Verhältnissen: 50/50, 70/30, 30/70, 80/20 oder auch reine PG- und VG-Basen für maximale Flexibilität. Die Wahl der Base beeinflusst Geschmack, Dampfmenge und Throat Hit des fertigen Liquids. Basen werden mit Aromen und optional Nikotinshots vermischt.
Aroma
Aromen sind konzentrierte Geschmacksstoffe, die dem Liquid seinen Charakter verleihen. Die Bandbreite reicht von Tabaknoten über fruchtige Varianten bis hin zu Dessert- und Getränkearomen. Konzentrate werden typischerweise in 10-ml- oder 30-ml-Flaschen verkauft und mit Base verdünnt – üblich sind Dosierungen von 5 bis 15 Prozent je nach Intensität des Aromas. Lebensmittelaromen, die für E-Liquids geeignet sind, sollten keine Öle, Zucker oder bekannten Problemstoffe wie Diacetyl enthalten.
Nikotinshot
Nikotinshots sind 10-ml-Fläschchen mit einer Mischung aus PG/VG und einem Nikotingehalt von meist 18 oder 20 mg/ml. Sie werden Basen, Longfills oder Shortfills beigemischt, um die gewünschte Nikotinstärke zu erreichen. Die Verwendung von Nikotinshots ist eine legale Methode, um größere Liquidmengen mit Nikotin zu versehen, da nikotinhaltige Fertigliquids gemäß TPD2 auf 10 ml begrenzt sind.
NicSalts (Nikotinsalz-Liquids)
Nikotinsalz-Liquids unterscheiden sich von klassischen Liquids durch einen niedrigeren pH-Wert, der das Dampferlebnis deutlich sanfter macht. Während klassische Freebase-Liquids bei höheren Nikotinstärken ein starkes Kratzen im Hals verursachen, lassen sich NicSalts auch mit 20 mg/ml angenehm inhalieren. Zudem wird das Nikotin schneller vom Körper aufgenommen, was NicSalts besonders für Umsteiger attraktiv macht, die das schnelle Befriedigungsgefühl einer Tabakzigarette suchen.
Shortfill
Shortfills, auch Shake-and-Vape genannt, sind vorgereifte Liquids in größeren Flaschen (50, 60, 100 ml oder mehr), die nicht vollständig gefüllt sind. Der freie Platz ist für einen oder mehrere Nikotinshots reserviert. Nach dem Auffüllen und Schütteln ist das Liquid sofort dampfbereit – eine Reifezeit entfällt, da das Aroma bereits vorgemischt und ausgereift ist. Shortfills bieten eine praktische Möglichkeit, größere Mengen Liquid kostengünstig mit Nikotin zu versehen.
Longfill
Longfills enthalten konzentriertes Aroma (meist 10–15 ml) in einer größeren Flasche (60, 100 oder 120 ml). Sie werden mit Base und optional Nikotinshots aufgefüllt – das genaue Abmessen entfällt, da das Aroma exakt auf die Flaschengröße abgestimmt ist. Im Unterschied zu Shortfills benötigen Longfills nach dem Mischen eine Reifezeit von mehreren Tagen, damit sich der Geschmack optimal entfalten kann. Die Herstellerangaben zur Reifezeit sollten beachtet werden.
Cooling Agent
Cooling Agents sind hochkonzentrierte Kühlzusätze, die einem fertigen oder selbstgemischten Liquid eine erfrischende Note verleihen. Anders als Menthol erzeugen sie ein reines Kältegefühl ohne Eigengeschmack. Wenige Tropfen pro 10 ml Liquid genügen – eine sparsame Dosierung ist wichtig, um den Geschmack des Aromas nicht zu überdecken. Beliebte Cooling Agents sind WS-23 und Koolada, die sich in Intensität und Geschmacksneutralität unterscheiden.
Steepen (Reifezeit)
Steepen bezeichnet den Reifeprozess selbstgemischter Liquids. Nach dem Mischen von Base, Aroma und optional Nikotin benötigen viele Liquids Zeit, damit sich die Aromen vollständig entfalten und harmonisch verbinden. Die Reifezeit variiert je nach Aroma: Fruchtige Liquids sind oft nach wenigen Tagen dampfbereit, cremige oder komplexe Tabakaromen können zwei bis vier Wochen benötigen. Während der Reifung sollten Sie die Flasche täglich kurz schütteln und gelegentlich öffnen, um Sauerstoff einzulassen. Shortfills sind bereits vorgereift und sofort einsatzbereit.
Lexikon: Technik-Begriffe
Ohm (Ω) – Widerstand
Ohm ist die Einheit für elektrischen Widerstand und eine der wichtigsten Kennzahlen für Verdampferköpfe. Der Widerstand bestimmt, wie viel Strom bei einer bestimmten Spannung durch die Coil fließt und damit wie viel Wärme erzeugt wird. Niedrige Widerstände unter 1 Ohm (Sub-Ohm) erfordern mehr Leistung und erzeugen mehr Dampf. Hohe Widerstände über 1 Ohm sind typisch für MTL-Dampfen und arbeiten effizient bei geringerer Leistung. Das Ohmsche Gesetz (U = R × I) beschreibt den Zusammenhang zwischen Spannung, Widerstand und Stromstärke.
Watt (W) – Leistung
Die Leistung einer E-Zigarette wird in Watt angegeben und beschreibt, wie viel elektrische Energie pro Sekunde an die Coil abgegeben wird. Mehr Watt bedeutet mehr Hitze und in der Regel mehr Dampf. MTL-Geräte arbeiten typischerweise mit 10 bis 20 Watt, Sub-Ohm-Setups können 50 bis 200 Watt und mehr benötigen. Die optimale Leistung hängt vom Widerstand des Verdampferkopfs ab – Hersteller geben meist einen empfohlenen Wattbereich an, der eingehalten werden sollte.
Milliamperestunden (mAh) – Akkukapazität
Die Kapazität eines Akkus wird in Milliamperestunden (mAh) gemessen und gibt an, wie lange der Akku einen bestimmten Strom liefern kann, bevor er aufgeladen werden muss. Eine Akkuzelle mit 3000 mAh hält bei gleicher Leistungsaufnahme länger durch als eine mit 2000 mAh. Wichtig: Die mAh-Zahl sagt nichts über die Ausgangsleistung in Watt aus – ein Akku mit hoher Kapazität ist nicht automatisch leistungsstärker.
Ausgabemodus (VW, VV, TC, Bypass)
Geregelte Akkuträger bieten verschiedene Ausgabemodi für unterschiedliche Dampfstile: Variable Wattage (VW) erlaubt die direkte Einstellung der Leistung in Watt. Variable Voltage (VV) regelt stattdessen die Ausgangsspannung. Temperature Control (TC) begrenzt die maximale Temperatur der Coil und schützt vor Verbrennungen – erfordert Coils aus Nickel, Titan oder Edelstahl. Bypass-Modus deaktiviert die Regelung und gibt die aktuelle Akkuspannung direkt an den Verdampfer weiter, ähnlich einem mechanischen Mod.
Passthrough-Funktion
Viele Akkuträger und Pod-Systeme unterstützen die Passthrough-Funktion, die es ermöglicht, während des Ladevorgangs weiterzudampfen. Der Strom wird dabei aus dem Ladegerät bezogen, während der Akku gleichzeitig aufgeladen wird. Die Funktion ist praktisch, sollte aber nicht dauerhaft genutzt werden, da sie Akku und Ladeelektronik stärker beansprucht.
Airflow Control (AFC)
Die Airflow Control ist ein Stellmechanismus am Verdampfer, mit dem Sie den Luftzug regulieren. Eine geschlossene Airflow erzeugt einen straffen Zugwiderstand (passend für MTL), eine offene Airflow ermöglicht große Luftmengen (passend für DL). Die Einstellung beeinflusst das Zuggefühl, die Dampftemperatur und die Geschmacksintensität gleichermaßen. Experimentieren Sie mit verschiedenen Positionen, um Ihren Sweet Spot zu finden.
Mesh-Coil
Mesh-Coils verwenden anstelle einer gewickelten Drahtwendel ein feines Drahtgeflecht aus Edelstahl oder Kanthal. Die größere Oberfläche sorgt für eine gleichmäßigere Hitzeverteilung, intensiveren Geschmack und in der Regel längere Haltbarkeit als herkömmliche Wicklungen. Mesh-Coils haben sich in den letzten Jahren als Standard in vielen Verdampferköpfen etabliert und sind sowohl für MTL- als auch für Sub-Ohm-Anwendungen erhältlich.
Feuertaster
Der Feuertaster (Fire Button) ist das zentrale Bedienelement bei manuell aktivierten E-Zigaretten. Durch Drücken und Halten des Tasters wird der Stromkreis geschlossen und die Coil erhitzt. Die meisten Akkuträger verfügen zusätzlich über eine Tastensperre (5× schnelles Drücken zum Ein-/Ausschalten), die ein versehentliches Auslösen in der Tasche verhindert. Bei Pod-Systemen und Einweg-E-Zigaretten ersetzt häufig eine Zugautomatik den Feuertaster.
Zugautomatik (Auto Draw)
Geräte mit Zugautomatik aktivieren sich automatisch, sobald Sie am Mundstück ziehen – ein Feuertaster ist nicht erforderlich. Ein Sensor erkennt den Luftzug und schließt den Stromkreis. Diese Technik ist besonders bei Pod-Systemen und Einweg-E-Zigaretten verbreitet, da sie die Bedienung vereinfacht und das Dampfen intuitiver macht. Manche Geräte bieten sowohl Zugautomatik als auch einen Feuertaster – Sie können dann je nach Vorliebe wählen.
Top Fill / Side Fill
Die Begriffe beschreiben, wie Sie Ihren Verdampfer befüllen. Bei Top Fill schrauben oder schieben Sie den oberen Deckel ab und füllen das Liquid von oben ein – praktisch und sauber, ohne den Verdampfer vom Akkuträger lösen zu müssen. Side Fill nutzt eine seitliche Öffnung, oft mit Silikonstopfen oder Schiebemechanismus. Bottom Fill (Befüllung von unten) ist bei älteren Modellen zu finden und erfordert das Abschrauben der Basis. Die meisten modernen Verdampfer setzen auf Top Fill als komfortabelste Lösung.
Watte (Cotton)
Die Watte im Verdampferkopf dient als Trägermaterial und transportiert das Liquid zur Heizwendel. In Fertigcoils ist die Watte bereits eingesetzt, bei Selbstwicklern ziehen Sie sie selbst durch die Coil. Hochwertige Watte besteht aus ungebleichter, pestizidfreier Baumwolle – oft als „Organic Cotton" oder „Japanese Cotton" bezeichnet. Die Qualität der Watte beeinflusst Geschmack und Saugfähigkeit: Minderwertige Watte kann einen Beigeschmack erzeugen oder das Liquid schlecht transportieren. Bei Fertigcoils ist ein Wattewechsel nicht möglich – hier tauschen Sie den gesamten Verdampferkopf.
Lexikon: Dampferlebnis und Zugtechniken
MTL (Mouth-to-Lung)
MTL beschreibt die Zugtechnik, bei der der Dampf zunächst in den Mundraum gezogen und anschließend in die Lunge inhaliert wird – genau wie beim klassischen Zigarettenrauchen. Diese Technik arbeitet mit straffem Zugwiderstand, höheren Widerständen (meist über 1 Ohm), moderater Leistung (10–20 Watt) und PG-betonten oder ausgeglichenen Liquids (50/50). MTL ist die ideale Wahl für Umsteiger von der Tabakzigarette. Mehr dazu im Ratgeber MTL vs. Sub-Ohm.
DL / DTL (Direct Lung / Direct-to-Lung)
Beim DL-Dampfen wird der Dampf direkt in die Lunge inhaliert, ohne Zwischenstopp im Mund. Diese Technik erzeugt große Dampfwolken und intensiven Geschmack, erfordert aber entsprechende Hardware: Sub-Ohm-Coils mit Widerständen unter 1 Ohm, hohe Leistung (50–200 Watt), offene Airflow und VG-lastige Liquids (70/30 oder höher). DL-Dampfen ist bei Cloud Chasern und Geschmacksenthusiasten beliebt, verbraucht aber deutlich mehr Liquid und Akkuleistung als MTL.
RDL (Restricted Direct Lung)
RDL ist eine Mischform zwischen MTL und DL, die in den letzten Jahren immer beliebter geworden ist. Der Dampf wird direkt in die Lunge inhaliert, aber mit eingeschränktem Luftzug und moderater Leistung. Typisch sind Widerstände um 0,6 bis 0,8 Ohm und Leistungen zwischen 20 und 40 Watt. RDL bietet mehr Dampf als MTL, ohne die extremen Anforderungen von DL an Hardware und Liquidverbrauch.
Throat Hit
Der Throat Hit bezeichnet das leichte Kratzen oder Kribbeln im Hals beim Inhalieren des Dampfes – ein Gefühl, das viele Umsteiger von der Tabakzigarette kennen und schätzen. Die Intensität des Throat Hits hängt von mehreren Faktoren ab: Nikotingehalt (mehr Nikotin = stärkerer Throat Hit), PG-Anteil (PG-lastige Liquids kratzen mehr) und Leistung des Geräts. Wer einen sanfteren Zug bevorzugt, sollte zu Nikotinsalz-Liquids greifen.
Flash
Der Flash beschreibt das körperlich spürbare Gefühl, das Nikotin beim Inhalieren auslöst – eine Art kurzer Kick oder Welle der Befriedigung. Für viele Umsteiger ist dieser Effekt wichtig, da er das Nikotinverlangen schnell stillt. Die Intensität hängt vom Nikotingehalt, der Liquidzusammensetzung und den Geräteeinstellungen ab. Höhere Leistung, niedrigere Widerstände und offenere Airflow verstärken den Flash tendenziell.
Sweet Spot
Der Sweet Spot ist der Moment, in dem alle Einstellungen perfekt harmonieren: Liquid, Nikotinstärke, Coil-Widerstand, Leistung, Airflow und Zugtechnik ergeben zusammen das ideale Dampferlebnis. Den Sweet Spot zu finden ist Teil des Reizes – viele Dampfer experimentieren gerne mit verschiedenen Kombinationen. Es gibt keinen universellen Sweet Spot, da die Vorlieben individuell sind. Was für den einen perfekt ist, kann für den anderen unpassend sein.
Vaping
Vaping ist der englische Begriff für das Dampfen, abgeleitet von „Vapor" (Dampf). Der Begriff wurde 2014 von den Oxford Dictionaries zum Wort des Jahres gewählt und hat sich seither weltweit etabliert. In Deutschland werden „Dampfen" und „Vapen" synonym verwendet. Mehr zum Thema finden Sie in unserem Ratgeber: Was ist Vapen?
Sub-Ohm-Dampfen
Sub-Ohm-Dampfen bezeichnet die Verwendung von Verdampferköpfen mit einem Widerstand unter 1 Ohm. Die niedrigen Widerstände ermöglichen hohe Leistungen und erzeugen große Dampfmengen – ideal für Cloud Chaser und alle, die intensive Geschmackserlebnisse suchen. Sub-Ohm erfordert leistungsstarke Akkuträger, geeignete Akkuzellen und VG-lastige Liquids. Für Einsteiger empfehle ich zunächst MTL-Geräte, bevor der Schritt zu Sub-Ohm erfolgt.
Dry Hit (Kokeln)
Ein Dry Hit ist der gefürchtete Moment, wenn die Watte im Verdampferkopf nicht ausreichend mit Liquid benetzt ist und trocken erhitzt wird. Das Ergebnis: ein unangenehm verbrannter, kratziger Geschmack. Ursachen sind zu wenig Liquid im Tank, zu hohe Leistung, zu schnelles Kettendampfen (Chain Vaping) oder ein verschlissener Coil. Bei neuen Verdampferköpfen sollten Sie immer einige Minuten warten, bis die Watte vollständig getränkt ist, bevor Sie dampfen. Im Dampfer-Jargon wird ein Dry Hit auch als „Kokeln" bezeichnet.
Dampferzunge (Vaper's Tongue)
Die Dampferzunge ist ein temporäres Phänomen, bei dem Sie den Geschmack Ihres Liquids plötzlich nicht mehr oder nur noch schwach wahrnehmen. Die Geschmacksknospen gewöhnen sich an ein bestimmtes Aroma und werden unempfindlich. Abhilfe schaffen: viel Wasser trinken, zwischen verschiedenen Aromen wechseln, ein paar Tage Pause einlegen oder starke Menthol-/Kühl-Liquids als „Geschmacksreset" nutzen. Die Dampferzunge ist harmlos und vergeht von selbst – sie betrifft fast jeden Dampfer früher oder später.
Häufige Fragen
Wie funktioniert eine E-Zigarette (kurz)?
Liquid wird aus dem Tank zur Heizwendel geleitet. Beim Betätigen des Feuertasters erhitzt sich die Coil und verdampft das Liquid. Den Dampf inhalieren Sie über das Mundstück – eine Verbrennung findet nicht statt.
Ab welchem Alter darf man E-Zigaretten nutzen?
In Deutschland ist der Verkauf und die Abgabe von E-Zigaretten und Liquids ausschließlich an Personen ab 18 Jahren erlaubt – das gilt auch für nikotinfreie Produkte.
Welche E-Zigarette eignet sich für Umsteiger?
MTL-Geräte (Mund-zu-Lunge) ähneln dem Zigarettenzug und sind ideal für den Einstieg. Pod-Systeme bieten zusätzlich einfache Handhabung ohne technisches Vorwissen.
Was ist der Unterschied zwischen MTL, RDL und DL?
MTL: Dampf erst in den Mund, dann in die Lunge (wie Zigarette). DL: Dampf direkt in die Lunge (große Wolken). RDL: Mischform mit eingeschränktem Luftzug und moderater Leistung.
Was bedeutet PG/VG bei Liquids?
PG (Propylenglykol) ist dünnflüssig und trägt den Geschmack, VG (pflanzliches Glycerin) ist dickflüssig und erzeugt dichte Dampfwolken. Das Mischverhältnis beeinflusst Throat Hit und Dampfmenge.
Wie lange hält ein Verdampferkopf?
Je nach Nutzungsintensität und Liquid zwischen ein und vier Wochen. Süße Liquids verkürzen die Lebensdauer. Wechseln Sie den Coil bei nachlassendem Geschmack oder verbranntem Beigeschmack.
Was sind Nikotinsalz-Liquids (NicSalts)?
Nikotinsalz-Liquids haben einen niedrigeren pH-Wert und sind sanfter im Hals als klassische Freebase-Liquids. Das Nikotin wird schneller aufgenommen – ideal für Umsteiger, die einen schnellen Effekt wünschen.
Was ändert sich durch das Einweg-Verbot ab 2027?
Die EU-Batterieverordnung 2023/1542 schreibt austauschbare Akkus vor. Ab Februar 2027 dürfen Einweg-E-Zigaretten mit fest verbauten Akkus nicht mehr verkauft werden. Nachfüllbare Systeme bleiben uneingeschränkt verfügbar.
Was regelt die TPD2 für E-Zigaretten?
Die EU-Tabakproduktrichtlinie TPD2 begrenzt den Nikotingehalt auf max. 20 mg/ml, die Flaschengröße für nikotinhaltige Liquids auf 10 ml und die Tankgröße auf 2 ml bei Fertigprodukten. Hersteller müssen Produkte melden und Warnhinweise anbringen.
Ist die E-Zigarette weniger schädlich als Tabak?
Studien zeigen eine deutlich geringere Schadstoffbelastung, da keine Verbrennung stattfindet. Public Health England schätzt das Risiko auf etwa 95 % geringer. Allerdings ist Nikotin ein Suchtstoff und Langzeitstudien liegen noch nicht vor.
Über den Autor
Gründer & Geschäftsführer, MaxVapor
MaxVapor wurde 2008 gegründet; seit 2012 mit Spezialisierung auf E-Zigaretten und Liquids. Über 17 Jahre Expertise in Produktberatung, TPD2-Compliance und technischer Beratung. Verantwortlich für Produktprüfung und Kundenkommunikation bei MaxVapor.
Qualifikation: • Unternehmensgründung 2008
• E-Zigaretten-Fachhandel seit 2012
• Fachkenntnisse TPD2-Richtlinien
• Produktschulung & Beratung
• Eingetragener Kaufmann
Erstveröffentlichung: · Zuletzt aktualisiert: . Inhalte werden redaktionell geprüft. Keine Gesundheitsversprechen; alle Angaben ohne Gewähr.
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