Explodieren E-Zigaretten-Akkus wirklich? Fakten statt Panikmache
E-Zigaretten und Liquids sind ausschließlich für Personen ab 18 Jahren bestimmt. Nikotin kann abhängig machen.
Geprüft von Oliver Prust · Inhaber MaxVapor.de, seit 2012 auf E-Zigaretten spezialisiert · Zuletzt aktualisiert: Januar 2026
Kurz & Knapp: E-Zigaretten-Akku-Sicherheit
- Echte Explosionen extrem selten – fast alle Vorfälle gehen auf Bedienungsfehler oder minderwertige Produkte zurück
- Li-Ion-Akkus – dieselbe sichere Technologie wie in Smartphones und Laptops
- Hauptursachen: fehlende Schutzelektronik, Modifikationen, falsche Ladegeräte, beschädigte Akkus
- Geregelte Akkuträger – verfügen über BMS-Schutzschaltung gegen Überladung, Kurzschluss und Tiefentladung
- Sichere Akkus: Murata VTC5A (35A), VTC6 (30A) – Entgasungslöcher im Akkuträger prüfen
- EU-Batterieverordnung 2023/1542: Neue Sicherheits- und Recyclingstandards seit Februar 2024
- Empfehlung: Geräte mit fest verbautem Akku bieten maximale Sicherheit für Einsteiger
Schlagzeilen über explodierende E-Zigaretten sorgen regelmäßig für Verunsicherung bei Dampfern und solchen, die es werden wollen. Die Berichte sind spektakulär, die Bilder verstörend – doch was steckt wirklich dahinter? In den Jahren, in denen ich MaxVapor führe und selbst dampfe, habe ich mich intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt. Mein Fazit: Bei vernünftigem Umgang mit hochwertigen E-Zigaretten und Markenakkus ist das Risiko minimal. Die dokumentierten Vorfälle gehen in aller Regel auf konkrete Ursachen zurück, die Sie kennen und vermeiden können. Hier erfahren Sie, wie Sie sicher dampfen und die Panikmache einordnen.
Hintergründe und Faktenlage
Die Berichte über explodierende Li-Ion-Akkus in E-Zigaretten sind kein reiner Mythos – es gibt tatsächlich dokumentierte Vorfälle. Zwischen 2009 und 2016 wurden weltweit rund 200 Fälle von Verletzungen durch E-Zigaretten-Akkus erfasst, wobei die meisten davon in den USA auftraten. Setzt man diese Zahl ins Verhältnis zu den Millionen von E-Zigaretten, die täglich genutzt werden, zeigt sich: Das statistische Risiko liegt im Promillebereich. Zum Vergleich: Smartphones mit derselben Lithium-Ionen-Technologie verzeichnen ähnliche Vorfallsraten – erinnern Sie sich an die Samsung Galaxy Note 7 Rückrufaktion 2016. Die Technologie selbst ist also nicht das Problem.
Handelsübliche E-Zigaretten nutzen dieselben Li-Ion-Akkus, die auch in Laptops, elektrischen Zahnbürsten, Akkuschraubern und E-Bikes zum Einsatz kommen. Diese Akkus haben sich über Jahrzehnte als sicher erwiesen, sofern sie korrekt hergestellt, geladen und verwendet werden. Die in Deutschland verkauften Geräte müssen strenge DIN- und ISO-Normen erfüllen: Auslaufsicherheit, Bruchfestigkeit, definierte Oberflächentemperaturen und kurzschlusssichere Kontakte sind Pflicht. Geregelte Akkuträger verfügen zusätzlich über ein BMS, das Spannung, Temperatur und Stromstärke überwacht und bei Unregelmäßigkeiten sofort abschaltet.
Bei genauer Betrachtung der bekannt gewordenen Vorfälle zeigt sich ein klares Muster: Die betroffenen Geräte waren entweder technisch manipuliert, stammten aus unseriösen Quellen ohne Qualitätskontrollen, oder wurden außerhalb der Herstellervorgaben betrieben. Der oft zitierte Fall von Andrew Hall aus Idaho 2017 ist exemplarisch – bei näherer Untersuchung stellte sich heraus, dass falscher Umgang und möglicherweise ungeeignete Akkus eine Rolle spielten, was in der medialen Berichterstattung kaum Erwähnung fand. In Deutschland ist mir persönlich in über zehn Jahren kein Fall bekannt, bei dem ein korrekt genutztes Gerät von einem seriösen Anbieter zu einem ernsthaften Vorfall geführt hätte.
Warum E-Zigaretten-Akkus versagen können – Ursachen im Detail
Wenn ein Li-Ion-Akku tatsächlich thermisch durchgeht – der Fachbegriff lautet „Thermal Runaway" –, dann liegt dem immer eine konkrete Ursache zugrunde. Die Formulierung „Explosion" ist dabei technisch ungenau: Der Akku entgast unkontrolliert, erhitzt sich extrem und kann in Brand geraten. Das passiert jedoch nicht spontan, sondern ist die Folge einer Kettenreaktion, die durch bestimmte Bedingungen ausgelöst wird. Im Inneren jedes Li-Ion-Akkus trennt eine hauchdünne Folie – der Separator – Kathode und Anode voneinander. Wird dieser Separator beschädigt, kommt es zu einem internen Kurzschluss, der Temperaturen von bis zu 1.000°C erzeugen kann.
Fehlende oder deaktivierte Schutzelektronik
Hochwertige geregelte Akkuträger verfügen über ein umfassendes Schutzsystem: Überladungsschutz verhindert, dass der Akku über 4,2V geladen wird; Tiefentladungsschutz stoppt die Entnahme unter 2,5V; Kurzschlussschutz erkennt Widerstandsprobleme; Temperaturüberwachung greift bei Überhitzung ein. Bei mechanischen Mods oder selbst modifizierten Geräten fehlen diese Sicherungen komplett oder werden bewusst umgangen. Wer Akkus in Reihe schaltet, um mehr Leistung zu erzielen, setzt diese Schutzmechanismen außer Kraft – mit potenziell gefährlichen Konsequenzen.
Fehlende Entgasungsvorrichtung
Bei starker Belastung oder einem internen Defekt können im Akku Gase entstehen. Hochwertige Akkuträger besitzen spezielle Entgasungslöcher im Gehäuse, durch die diese Gase kontrolliert entweichen können. Fehlen diese Öffnungen – etwa bei billigen No-Name-Produkten –, baut sich Überdruck auf, der im Extremfall das Gehäuse sprengt. Prüfen Sie beim Kauf eines Akkuträgers immer, ob solche Entgasungsöffnungen vorhanden sind – sie befinden sich meist am Boden oder an der Seite des Geräts und sind ein wichtiges Qualitätsmerkmal.
Minderwertige oder gefälschte Akkus
Der Akku-Markt ist leider voll von Fälschungen. Billige Kopien namhafter Hersteller werden mit falschen Kapazitätsangaben und übertriebenen Entladewerten verkauft. Diese Akkus überhitzen deutlich schneller, weil sie die versprochene Leistung gar nicht liefern können. Kaufen Sie Akkuzellen deshalb ausschließlich im Fachhandel, wo Sie Originalware mit korrekten Spezifikationen erhalten. Ein auffällig günstiger Preis sollte Sie misstrauisch machen.
Falsches Ladeverhalten und ungeeignete Ladegeräte
Das Laden mit ungeeigneten Netzteilen ist eine häufige Unfallursache. Li-Ion-Akkus erfordern ein spezielles Ladeverfahren (CC-CV), das nicht jedes Ladegerät beherrscht. Verwenden Sie für externe Akkuzellen immer ein dediziertes Li-Ion-Ladegerät mit automatischer Abschaltung. Das Laden über den USB-Port des Akkuträgers ist bei vielen Geräten zwar möglich, belastet den Akku aber ungleichmäßiger. Und: Lassen Sie Akkus nie unbeaufsichtigt über Nacht laden – im unwahrscheinlichen Fall einer Fehlfunktion möchten Sie in der Nähe sein.
Wichtige Fakten zu Entladung und Entgasung
Um die Risiken richtig einzuschätzen, hilft ein grundlegendes Verständnis der elektrischen Zusammenhänge. Jeder Akku hat eine maximale Stromabgabe, die in Ampere (A) angegeben wird – bei hochwertigen Dampfakkus typischerweise zwischen 15A und 35A als Dauerlast. Wird diese Belastungsgrenze überschritten, erwärmt sich der Akku stark. Bei einem Verdampfer mit niedrigem Widerstand fließen entsprechend hohe Ströme – ein 0,2-Ohm-Coil bei 4,2V zieht bereits 21A. Nutzen Sie einen Akku mit nur 15A Belastbarkeit, arbeitet dieser permanent am Limit oder darüber.
Die Spannungslage von Li-Ion-Akkus bewegt sich zwischen 2,5V (entladen) und 4,2V (voll geladen). Wird ein Akku unter 2,5V entladen, kann dies die interne Zellchemie irreversibel schädigen – bei der nächsten Ladung besteht dann erhöhtes Risiko. Geregelte Akkuträger schalten bei etwa 3,2V bis 3,4V automatisch ab, um dies zu verhindern. Bei mechanischen Mods ohne Elektronik entfällt diese Schutzfunktion, weshalb Sie dort besonders aufmerksam sein müssen. Einsteiger sollten deshalb von mechanischen Mods Abstand nehmen – der Umgang mit Sub-Ohm-Setups erfordert fundiertes Wissen über das Ohmsche Gesetz und die Grenzen Ihrer Akkus.
Ein weiterer kritischer Punkt ist die Kombination unterschiedlicher Akkus in Dual- oder Triple-Battery-Mods. Verwenden Sie immer „verheiratete" Akkupaare – also identische Zellen desselben Herstellers, die gemeinsam gekauft und ausschließlich zusammen geladen und entladen werden. Unterschiedliche Ladezustände oder Verschleißgrade können zu einer ungleichmäßigen Belastung führen, bei der ein Akku überlastet wird, während der andere unterfordert ist. Diese Asymmetrie begünstigt thermische Probleme erheblich.
Woran Sie sichere Akkus und Akkuträger erkennen
Sich vor Akku-Problemen zu schützen, erfordert kein Expertenwissen – ein paar grundlegende Punkte genügen. Ein hochwertiger geregelter Akkuträger übernimmt den Großteil der Sicherheitsarbeit für Sie: Die integrierte Elektronik wacht über Spannung, Temperatur und Stromstärke. Achten Sie beim Kauf auf folgende Eigenschaften: Vorhandene Entgasungslöcher im Gehäuse, integrierter Kurzschlussschutz, Überladungs- und Tiefentladungsschutz, sowie idealerweise eine Temperaturüberwachung. Geräte bekannter Hersteller wie GeekVape, Vaporesso oder Voopoo erfüllen diese Kriterien standardmäßig.
Empfohlene Akkuzellen (Stand 2025/2026)
Die früher als „Sony Konion" bekannten Hochleistungszellen werden seit 2017 von Murata gefertigt – Sony hat seine Akkusparte an den japanischen Elektronikkonzern verkauft. Die Qualität ist unverändert hoch, achten Sie beim Kauf auf den Herstellernamen Murata auf der Zelle. Für das Dampfen eignen sich folgende Modelle besonders:
| Modell | Kapazität | Dauerlast | Empfehlung für |
|---|---|---|---|
| Murata VTC5A | 2.600 mAh | 35A | Niederohmige Wicklungen, Sub-Ohm |
| Murata VTC6 | 3.000 mAh | 15A (30A Peak) | Allround, moderate Leistung |
| Samsung 30Q | 3.000 mAh | 15A | MTL-Geräte, moderate Leistung |
| Murata VTC5D | 2.800 mAh | 25A | Vielseitig, gutes Mittelmaß |
Die sicherste Option für Einsteiger sind E-Zigaretten mit fest verbautem Akku, etwa das Aspire Zelos M80. Bei diesen Geräten können Sie weder den falschen Akku einsetzen noch beim Einlegen einen Kurzschluss verursachen – die Elektronik ist perfekt auf den integrierten Akku abgestimmt.
Grundregeln für den sicheren Umgang mit E-Zigaretten-Akkus
Die folgenden Regeln gelten nicht nur für E-Zigaretten, sondern für alle Geräte mit Li-Ion-Akkus – vom Smartphone bis zum E-Bike. Wenn Sie diese Grundsätze verinnerlichen, minimieren Sie das ohnehin geringe Risiko praktisch auf null. Ich selbst habe in über einem Jahrzehnt täglichen Dampfens nie auch nur ansatzweise ein thermisches Problem erlebt, weil ich diese Regeln konsequent befolge.
Richtige Lagerung
Lagern Sie Akkus niemals lose in Schubladen oder zusammen mit metallischen Gegenständen wie Büroklammern, Münzen oder Schlüsseln. Ein leitfähiger Gegenstand, der gleichzeitig Plus- und Minuspol berührt, verursacht einen Kurzschluss – und der kann in Sekundenbruchteilen zur Überhitzung führen. Für den Transport und die Aufbewahrung einzelner Zellen gibt es günstige Akkuboxen aus Kunststoff oder Silikon, die jeden Akku einzeln isolieren. Diese kleine Investition von wenigen Euro kann viel Ärger verhindern.
Richtiges Laden
Verwenden Sie ausschließlich geprüfte Ladegeräte, die für Li-Ion-Akkus ausgelegt sind. Markenladegeräte von XTAR, Nitecore oder Golisi bieten Funktionen wie automatische Abschaltung bei vollem Akku, Verpolungsschutz und Temperaturüberwachung. Laden Sie Akkus auf nicht brennbaren Unterlagen – nicht auf dem Teppich, dem Bett oder der Couch. Und lassen Sie den Ladevorgang nie unbeaufsichtigt über Nacht laufen, auch wenn moderne Ladegeräte theoretisch sicher abschalten.
Sicherer Transport
Die Hosentasche ist kein geeigneter Ort für lose Akkuzellen – dort liegen oft Schlüssel oder Kleingeld, die den verhängnisvollen Kurzschluss verursachen können. Ein Akkuträger mit eingesetztem Akku und gesperrter Feuertaste ist hingegen unproblematisch. Für Ersatzakkus verwenden Sie immer eine Schutzbox. Achten Sie auch auf Temperaturen: Im Sommer kann es im Auto schnell über 50°C heiß werden – für Li-Ion-Akkus eine gefährliche Belastung.
Akkupflege und Austausch
Prüfen Sie Ihre Akkus regelmäßig auf Beschädigungen am Schrumpfschlauch (der farbigen Isolierung). Ist diese eingerissen, verkratzt oder an den Rändern des Plus- oder Minuspols beschädigt, tauschen Sie den Akku aus oder lassen Sie ihn neu umschrumpfen. Beschädigte Akkus können zu Kurzschlüssen führen, wenn blankes Metall das Gehäuse des Akkuträgers berührt. Auch ein Akku, der spürbar an Kapazität verloren hat oder sich beim Entladen ungewöhnlich erwärmt, sollte ersetzt werden – Li-Ion-Zellen haben eine Lebensdauer von etwa 300 bis 500 vollständigen Ladezyklen, je nach Qualität und Nutzung.
EU-Batterieverordnung 2023/1542 – Neue Standards für mehr Sicherheit
Mit der EU-Batterieverordnung 2023/1542, die seit dem 18. Februar 2024 in Kraft ist, hat die Europäische Union einen umfassenden rechtlichen Rahmen für alle Batterien und Akkus geschaffen. Die Verordnung ersetzt die bisherige Batterierichtlinie von 2006 und bringt zahlreiche Neuerungen, die auch für E-Zigaretten-Akkus relevant sind. Das übergeordnete Ziel ist eine nachhaltigere Kreislaufwirtschaft: höhere Sammelquoten, besseres Recycling und strengere Anforderungen an Hersteller.
Für Sie als Verbraucher sind vor allem zwei Aspekte interessant: Erstens müssen alle Batterien nun die CE-Kennzeichnung tragen, was die Einhaltung von EU-Sicherheitsstandards dokumentiert. Zweitens wird ab 2027 die Austauschbarkeit von Gerätebatterien durch Endverbraucher vorgeschrieben – verklebte Akkus, wie sie manche Einweg-E-Zigaretten haben, werden dann in vielen Fällen nicht mehr zulässig sein. Die Verordnung trägt damit zum Umweltschutz bei und sorgt gleichzeitig für einheitliche Sicherheitsstandards im gesamten EU-Raum.
In Deutschland wird das bisherige Batteriegesetz (BattG) durch das neue Batterie-Recht-Durchführungsgesetz (BattDG) zum 18. August 2025 ersetzt. Für Sie als Dampfer bedeutet das in der Praxis: Geprüfte Markenware erfüllt diese Standards bereits, und die Rückgabe von Altbatterien bleibt wie gewohnt im Handel möglich. Die neuen Vorschriften treffen vor allem unseriöse Anbieter, die bisher minderwertige Produkte ohne ordentliche Dokumentation auf den Markt gebracht haben.
Fazit – Mit den richtigen Vorkehrungen sind Explosionen praktisch ausgeschlossen
Kurz gesagt: Wer hochwertige E-Zigaretten und Akkus beim Fachhändler kauft und die grundlegenden Sicherheitsregeln befolgt, muss sich keine Sorgen machen. Die in den Medien kolportierten Horrorgeschichten gehen auf Manipulationen, Billigprodukte oder grobe Nutzungsfehler zurück – nicht auf ein Problem der Technologie an sich. Li-Ion-Akkus haben sich in Milliarden von Geräten weltweit über Jahre hinweg bestätigt, und E-Zigaretten bilden hier keine Ausnahme.
Selbst im seltenen Fall eines Defekts bei einem Qualitätsprodukt sorgen die vorhandenen Sicherheitsmechanismen dafür, dass eventuell entstehende Gase kontrolliert entweichen und keine gefährliche Druckaufbau entsteht. Bei korrekter Bedienung kann es höchstens zu einer verstärkten Wärmeentwicklung kommen – ein Zeichen, den Akku zu prüfen und gegebenenfalls auszutauschen, aber kein Grund zur Panik. Der betroffene Akku kann dann sicher bei einer Sammelstelle entsorgt werden.
Lassen Sie sich von sensationsheischender Berichterstattung nicht verunsichern. Sie wissen jetzt, worauf es ankommt, um Risiken realistisch einzuschätzen und durch einfache Verhaltensweisen auf ein Minimum zu reduzieren. Dampfen ist – wenn Sie die beschriebenen Regeln befolgen – nicht gefährlicher als die Nutzung eines Smartphones oder Laptops. Und wenn Sie Fragen zu bestimmten Produkten oder zur Akkusicherheit haben, stehen wir Ihnen bei MaxVapor jederzeit beratend zur Seite.
Häufige Fragen zur E-Zigaretten-Akku-Sicherheit
Können E-Zigaretten wirklich explodieren?
Technisch gesehen handelt es sich um ein unkontrolliertes Entgasen des Akkus mit extremer Hitzeentwicklung, nicht um eine Explosion im eigentlichen Sinne. Solche Vorfälle sind extrem selten und gehen auf falschen Umgang, minderwertige Produkte oder Manipulationen zurück. Wer Qualitätsprodukte korrekt verwendet, trägt praktisch kein Risiko.
Was sind die häufigsten Ursachen für Akku-Probleme?
Die Hauptursachen sind: fehlende oder deaktivierte Schutzelektronik (besonders bei mechanischen Mods), minderwertige oder gefälschte Akkus, falsche Ladegeräte, beschädigte Zellen und falscher Transport (lose Akkus mit Metallgegenständen in der Tasche). Modifikationen zur Leistungssteigerung sind besonders riskant.
Welche Akkus sind für E-Zigaretten empfehlenswert?
Für Sub-Ohm-Dampfen mit niedrigen Widerständen ist der Murata VTC5A mit 35A Dauerbelastbarkeit die beste Wahl. Für moderate Leistung sind der Murata VTC6 (3.000 mAh, 15A) oder Samsung 30Q gute Allrounder. Kaufen Sie Akkus ausschließlich bei seriösen Händlern, um Fälschungen zu vermeiden.
Woran erkenne ich einen beschädigten Akku?
Prüfen Sie regelmäßig den Schrumpfschlauch (die farbige Isolierung) auf Risse, Kratzer oder Ablösungen an den Polen. Ein Akku, der sich beim Entladen ungewöhnlich erwärmt, aufgebläht aussieht oder deutlich an Kapazität verloren hat, sollte sofort ausgetauscht und fachgerecht entsorgt werden.
Ist es sicher, den Akku über USB im Gerät zu laden?
Bei vielen modernen Akkuträgern ist das USB-Laden möglich und sicher, belastet den Akku aber ungleichmäßiger als ein externes Ladegerät. Für optimale Akkupflege ist ein dediziertes Li-Ion-Ladegerät die bessere Wahl. Bei Dual-Battery-Mods sollten Sie Akkus immer extern laden, um eine gleichmäßige Ladung beider Zellen zu gewährleisten.
Was bedeuten die Angaben mAh und A bei Akkus?
Die Kapazität in Milliamperestunden (mAh) gibt an, wie viel Energie der Akku speichern kann – mehr mAh bedeutet längere Laufzeit. Die Ampere-Angabe (A) beschreibt die maximale Stromabgabe als Dauerlast. Für niederohmiges Dampfen benötigen Sie Akkus mit hoher Ampere-Belastbarkeit (25-35A), für MTL-Geräte reichen 15A meist aus.
Warum heißen Sony-Akkus jetzt Murata?
Sony hat seine Akkusparte 2017 an den japanischen Elektronikkonzern Murata Manufacturing verkauft. Die früher als „Sony Konion" bekannten Hochleistungszellen werden seitdem unter dem Namen Murata produziert, die Qualität und Spezifikationen sind identisch. Achten Sie beim Kauf auf den Herstellernamen Murata auf der Zelle.
Was bringt die neue EU-Batterieverordnung für Dampfer?
Die EU-Batterieverordnung 2023/1542 sorgt für einheitliche Sicherheitsstandards, verpflichtende CE-Kennzeichnung und ab 2027 für leicht austauschbare Akkus in Geräten. Markenprodukte von etablierten Herstellern erfüllen diese Standards bereits. Die Verordnung verbessert auch das Recycling und die Rücknahme von Altbatterien.
Sind mechanische Mods gefährlicher als geregelte Akkuträger?
Ja, erheblich. Mechanische Mods haben keine Schutzelektronik – kein Überladungsschutz, kein Tiefentladungsschutz, kein Kurzschlussschutz. Sie erfordern fundiertes Wissen über das Ohmsche Gesetz und die Grenzen der verwendeten Akkus. Einsteiger sollten ausschließlich geregelte Akkuträger mit BMS-Schutzschaltung verwenden.
Wie entsorge ich alte E-Zigaretten-Akkus richtig?
Alte oder beschädigte Akkus gehören in die Sammelboxen im Handel oder auf dem Wertstoffhof, nicht in den Hausmüll. Die Pole sollten vor der Entsorgung mit Klebeband abgeklebt werden, um Kurzschlüsse während der Sammlung zu verhindern.
Über den Autor
Gründer & Geschäftsführer, MaxVapor
MaxVapor wurde 2008 gegründet; seit 2012 mit Spezialisierung auf E-Zigaretten und Liquids. Über 14 Jahre Expertise in Produktberatung, TPD2-Compliance und technischer Beratung. Verantwortlich für Produktprüfung und Kundenkommunikation bei MaxVapor.
Qualifikation: • Unternehmensgründung 2008
• E-Zigaretten-Fachhandel seit 2012
• Fachkenntnisse TPD2-Richtlinien
• Produktschulung & Beratung
• Eingetragener Kaufmann
Erstveröffentlichung: · Zuletzt aktualisiert: . Inhalte werden redaktionell geprüft. Keine Gesundheitsversprechen; alle Angaben ohne Gewähr.
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