MTL Liquids vs. Sub-Ohm Liquids – der große Praxis-Ratgeber mit Fokus auf das VG/PG Verhältnis
E-Zigaretten und Liquids sind ausschließlich für Personen ab 18 Jahren bestimmt. Nikotin kann abhängig machen.
Geprüft von Oliver Prust · Inhaber MaxVapor.de, seit 2012 auf E-Zigaretten spezialisiert · Zuletzt aktualisiert: Januar 2026
Kurz & Knapp: MTL vs. Sub-Ohm Liquids
- MTL-Liquids: VG/PG 50/50 oder 40/60 – dünnflüssig für kleine Coils
- Sub-Ohm-Liquids: VG/PG 60/40 bis 70/30 – dickflüssiger für große Dampfmengen
- Nikotin: MTL 6–18 mg/ml, Sub-Ohm meist 3 mg/ml
- PG: trägt Aroma, verstärkt Throat-Hit, verbessert Nachfluss
- VG: erzeugt dichte Wolken, mildert das Gefühl im Hals
- Geräte: MTL-Pods und Sub-Ohm-Mods haben unterschiedliche Anforderungen
- Jahreszeit: Im Winter etwas mehr PG für besseren Nachfluss bei Kälte
Die Wahl des richtigen Liquids bestimmt, wie viel Freude Sie am Dampfen haben werden. Geschmack, Nachfluss, Nikotinaufnahme und die Lebensdauer Ihrer Coils hängen direkt davon ab, ob das VG/PG-Verhältnis zu Ihrem Gerät und Ihrer Zugtechnik passt. In meinen Jahren bei MaxVapor habe ich unzählige Gespräche mit Kunden geführt, die frustriert waren, weil ihre Liquids kokelten, sifften oder einfach nicht schmeckten – und fast immer lag es am falschen Mischungsverhältnis. Lesen Sie weiter und erfahren Sie, wie Sie das passende VG/PG-Verhältnis für MTL- und Sub-Ohm-Setups finden und typische Fehler vermeiden.
Grundlagen: Was unterscheidet MTL und Sub-Ohm?
Die zwei grundlegenden Dampftechniken unterscheiden sich deutlich in der Art, wie Sie den Dampf inhalieren, und damit auch in den Anforderungen an das Liquid. MTL steht für „Mouth-to-Lung" und imitiert den Zug einer klassischen Zigarette: Sie ziehen den Dampf erst in den Mund und inhalieren ihn dann in die Lunge. Geräte für diese Technik arbeiten typischerweise mit Widerständen ab 1,0 Ohm aufwärts und moderaten Leistungen zwischen 8 und 20 Watt. Die Liquidkanäle in MTL-Coils sind eng, weshalb dünnflüssige Liquids mit höherem PG-Anteil hier besser funktionieren.
DL oder Sub-Ohm bedeutet „Direct-to-Lung": Der Dampf wird mit einem tiefen, offenen Atemzug direkt in die Lunge gezogen. Diese Technik nutzt niedrige Widerstände unter 1,0 Ohm, hohe Leistungen von 40 bis über 100 Watt und erzeugt beeindruckende Dampfmengen. Die Coils haben breite Liquidöffnungen und können dickflüssigere VG-lastige Liquids gut verarbeiten. Moderne Mesh-Coils haben sich hier durchgesetzt – ihre große Oberfläche liefert noch mehr Dampf und intensiveren Geschmack als herkömmliche Wicklungen.
Die Wahl zwischen MTL und Sub-Ohm ist keine Frage von besser oder schlechter – beide Techniken haben ihre Berechtigung und ihre treuen Anhänger. Umsteiger von der Zigarette fühlen sich mit MTL meist wohler, weil das Zugverhalten vertraut ist. Wer dagegen große Wolken und intensiven Geschmack sucht, wird bei Sub-Ohm glücklich. Entscheidend ist, dass Sie das Liquid auf Ihre Technik abstimmen – und genau dafür ist das VG/PG-Verhältnis der wichtigste Stellhebel.
PG vs. VG – die beiden Basiskomponenten verstehen
Jedes E-Liquid besteht im Kern aus zwei Trägerstoffen: PG (Propylenglykol) und VG (pflanzliches Glycerin). Beide sind für den Einsatz in Lebensmitteln und Kosmetika zugelassen und gelten als unbedenklich. Ihre physikalischen Eigenschaften unterscheiden sich jedoch stark, und genau diese Unterschiede bestimmen, wie sich ein Liquid in Ihrem Verdampfer verhält.
Propylenglykol (PG)
PG ist dünnflüssig und hat die Konsistenz von Wasser. Es transportiert Aromen besonders gut und sorgt für einen spürbaren „Throat-Hit" – jenes Kratzen im Hals, das viele Umsteiger von der Zigarette kennen und schätzen. Durch seine niedrige Viskosität fließt PG schnell durch die Watte und erreicht die Coil zuverlässig, selbst in engen MTL-Systemen mit kleinen Liquidöffnungen. Die Dampfentwicklung ist allerdings geringer als bei VG-lastigen Mischungen.
Pflanzliches Glycerin (VG)
VG ist dickflüssig und zähflüssig – etwa wie Honig. Es erzeugt dichte, voluminöse Dampfwolken und sorgt für ein weiches, angenehmes Mundgefühl. Der Throat-Hit wird durch VG abgemildert, was bei niedrigen Nikotinstärken und langen, direkten Lungenzügen von Vorteil ist. Allerdings können hohe VG-Anteile in engen Liquidkanälen zu Nachflussproblemen führen, besonders bei niedrigen Temperaturen.
Merken Sie sich: Je enger die Liquidkanäle und je niedriger die Leistung, desto dünner sollte das Liquid sein. Ein Pod-System mit 1,2 Ohm Coil verlangt andere Liquids als ein Sub-Ohm-Tank mit 0,15 Ohm Mesh-Coil – und wenn Sie diese Grundregel beherzigen, haben Sie schon die Hälfte aller Dampfprobleme gelöst.
MTL im Detail: Liquid, Nikotin und VG/PG-Verhältnis
MTL-Dampfen lebt von Aromenklarheit, kontrolliertem Throat-Hit und einem zuverlässigen Nachfluss. Die empfohlenen Mischungsverhältnisse liegen bei 50/50 oder sogar 40/60 (VG/PG) – also ausgeglichen oder leicht PG-betont. Diese Konsistenz hält das Liquid dünn genug für die engen Liquidöffnungen und die dichte Wattestruktur in MTL-Coils. Moderne Pod-Systeme haben hier 2025/2026 nochmals Fortschritte gemacht: Die Pods der neuesten Generation kommen mit breiteren Kanälen und können auch 60/40-Liquids problemlos verarbeiten.
Bei der Nikotinstärke sind für MTL typischerweise höhere Werte sinnvoll, weil pro Zug weniger Dampf aufgenommen wird als beim Sub-Ohm-Dampfen. Umsteiger von der Zigarette starten oft mit 12 bis 18 mg/ml, erfahrene Dampfer pendeln sich meist bei 6 bis 12 mg/ml ein. Wer hohe Nikotinstärken von 10 oder 20 mg/ml bei sanfterem Halsgefühl bevorzugt, sollte sich Nikotinsalz-Liquids ansehen.
Ein zu hoher VG-Anteil bringt bei MTL-Geräten Risiken mit sich: stockender Nachfluss, kokelnde Watte und eine verkürzte Coil-Lebensdauer. Wenn Sie merken, dass Ihre Züge trocken werden oder das Liquid nicht mehr richtig nachfließt, ist das ein klares Signal für ein dünneres Liquid mit mehr PG-Anteil.
Sub-Ohm im Detail: Liquid, Nikotin und VG/PG-Verhältnis
Sub-Ohm-Dampfen lebt von offener Airflow, hoher Leistung und beeindruckenden Dampfmengen. Hier ist ein VG-reicher Ansatz sinnvoll, damit der Dampf weich und voluminös bleibt. Empfehlenswerte Mischungsverhältnisse sind 70/30 oder 60/40 (VG/PG). Diese dickflüssigeren Liquids erzeugen dichte Wolken und reduzieren gleichzeitig das Risiko von Siffen bei den weiten Liquidkanälen moderner Sub-Ohm-Tanks. Die aktuellen Mesh-Coils, die 2025/2026 Standard bei praktisch allen namhaften Herstellern wie GeekVape, Vaporesso oder SMOK sind, kommen mit diesen VG-lastigen Liquids besonders gut zurecht.
Beim Nikotin gilt für Sub-Ohm das Gegenteil von MTL: Hier wählen Sie niedrigere Stärken, weil pro Zug deutlich mehr Aerosol aufgenommen wird. Der Standard liegt bei 3 mg/ml, bei sehr offenen Setups und kurzen Zügen kann auch 6 mg/ml funktionieren. Höhere Nikotinstärken führen beim Sub-Ohm schnell zu unangenehmen Kratzgefühlen und Hustenreiz – der massive Dampfausstoß transportiert schlicht zu viel Nikotin in die Lunge. Wer von MTL auf Sub-Ohm umsteigt, sollte daher zuerst die Nikotinstärke reduzieren, bevor er am VG/PG-Verhältnis dreht.
Auch bei Sub-Ohm gilt: Treiben Sie das VG/PG-Verhältnis nicht ins Extrem. Jenseits von 70 oder 80 Prozent VG steigen die Anforderungen an den Nachfluss deutlich, besonders bei kalter Umgebung oder älterer Watte. Die Leistung muss hoch genug sein, um das dickflüssige Liquid vollständig zu verdampfen – ist sie zu niedrig, „ersäuft" die Coil und beginnt zu blubbern. Mehr zu empfohlenen Wattzahlen für verschiedene Coil-Typen finden Sie in unserem Akkuträger-Ratgeber.
Vergleichstabelle: MTL vs. Sub-Ohm auf einen Blick
Diese Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede zwischen MTL und Sub-Ohm mit klaren Richtwerten für die Liquid-Auswahl. Die Angaben gelten für die meisten Geräte – bei speziellen Setups kann es sinnvoll sein, leicht abzuweichen.
| Eigenschaft | MTL (Mouth-to-Lung) | Sub-Ohm / DL |
|---|---|---|
| VG/PG-Verhältnis | 50/50 bis 40/60 | 60/40 bis 70/30 |
| Nikotin typisch | 6–18 mg/ml | 3 mg/ml (max. 6) |
| Widerstand | ≥ 1,0 Ohm | < 1,0 Ohm |
| Leistung | 8–20 Watt | 40–120+ Watt |
| Airflow | Eng, restriktiv | Weit, offen |
| Dampfmenge | Gering bis mittel | Hoch bis sehr hoch |
| Throat-Hit | Spürbar bis stark | Mild bis mittel |
| Typische Geräte | Pod-Systeme, MTL-Verdampfer | Box-Mods, Sub-Ohm-Tanks |
| Ideal für | Umsteiger, diskretes Dampfen | Wolkenjäger, Geschmacksenthusiasten |
Typische Probleme lösen: Kokeln, Siffen, fader Geschmack
Wenn das Dampfen nicht so funktioniert wie erwartet, liegt die Ursache oft beim VG/PG-Verhältnis – entweder ist das Liquid zu dick oder zu dünn für Ihr Setup.
Kokelgeschmack (Dry Hits)
Ursachen sind meist ein zu hoher VG-Anteil in MTL-Geräten, zu viel Leistung oder zu lange Züge. Das Liquid fließt nicht schnell genug nach, die Watte trocknet aus und verbrennt. Abhilfe: Wählen Sie ein dünneres Liquid mit 10 bis 20 Prozent mehr PG, reduzieren Sie die Wattzahl, machen Sie kürzere Züge mit Pausen dazwischen, und erneuern Sie die Coil, falls die Watte bereits beschädigt ist. Mehr zum Thema Coil-Pflege finden Sie im Ratgeber zu Aufbau und Funktion von E-Zigaretten.
Siffen und Blubbern
Ein zu dünnes Liquid (PG-reich) in Sub-Ohm-Tanks oder zu geringe Leistung führen dazu, dass das Liquid schneller nachfließt als es verdampft werden kann. Liquid sammelt sich dann im Luftschacht, es blubbert und sifft aus dem Verdampfer. Hier hilft: Erhöhen Sie den VG-Anteil, steigern Sie die Wattzahl in den empfohlenen Bereich des Coils, prüfen Sie die Airflow-Einstellung und vergewissern Sie sich, dass der Tank korrekt zusammengebaut ist.
Flacher, muffiger Geschmack
Ein zu hoher VG-Anteil kann Aromen „abrunden" und dämpfen. Auch eine falsch eingestellte Leistung oder eine überalterte Coil mindern den Geschmack merklich. Probieren Sie: Erhöhen Sie den PG-Anteil leicht für mehr Aromenklarheit, justieren Sie die Wattzahl feiner ein, und tauschen Sie bei Bedarf die Coil. Bedenken Sie auch, dass bestimmte Aromarichtungen unterschiedliche VG/PG-Verhältnisse bevorzugen – mehr dazu im nächsten Abschnitt.
Harter, kratziger Throat-Hit
Ein PG-reiches Liquid in Kombination mit hoher Nikotinstärke kann unangenehm kratzen. Mein Tipp: Erhöhen Sie den VG-Anteil leicht oder reduzieren Sie die Nikotinstärke schrittweise. Bei MTL mit hohem Nikotinbedarf kann der Wechsel zu Nikotinsalz-Liquids helfen – diese liefern den gewünschten Nikotineffekt bei deutlich sanfterem Zugverhalten.
Aromaprofile und ihr Zusammenspiel mit dem VG/PG-Verhältnis
Nicht jedes Aroma entfaltet sich bei jedem VG/PG-Verhältnis gleich gut. Das Mischungsverhältnis beeinflusst, wie intensiv, klar oder voll ein Geschmack wahrgenommen wird – meine Praxistipps aus über zehn Jahren Beratung bei MaxVapor:
Tabak- und Mentholaromen profitieren oft von einem höheren PG-Anteil. Die klare, trockene Note dieser Aromen kommt bei 50/50 oder 40/60 (VG/PG) am besten zur Geltung. Wer das Gefühl einer echten Zigarette sucht, schätzt diese Kombination – der deutliche Throat-Hit verstärkt das authentische Erlebnis.
Frucht- und Frischearomen sind flexibler. Für MTL funktioniert 50/50 sehr gut, bei Sub-Ohm darf es auch 60/40 oder 70/30 sein. Der PG-Anteil beeinflusst den „Biss" frischer Früchte – wer einen kühlen, säuerlichen Eindruck bevorzugt, wählt etwas mehr PG, wer weichere, süßere Früchte mag, tendiert zu mehr VG.
Dessert- und Cream-Aromen entfalten ihre Fülle am besten bei höherem VG-Anteil. Die sahnige, volle Textur von Vanillecreme, Karamell oder Käsekuchen harmoniert perfekt mit der weichen Dampfentwicklung eines 70/30-Liquids. Bei MTL können Sie mit 50/50 starten und bei Bedarf den VG-Anteil leicht erhöhen – achten Sie aber darauf, dass der Nachfluss stabil bleibt.
Wer eigene Liquids mischt, hat maximale Freiheit: Beginnen Sie mit einer guten Basis und verschieben Sie das VG/PG-Verhältnis in 5-Prozent-Schritten, bis Nachfluss, Dampf und Geschmack harmonieren. Notieren Sie Ihre Rezepte – so finden Sie Ihr Lieblingsliquid schneller wieder.
Jahreszeiten, Lagerung und praktische Tipps
Was viele Dampfer unterschätzen: Temperatur und Luftfeuchtigkeit beeinflussen die Viskosität von Liquids. Im Winter, wenn die Außentemperaturen sinken und auch Innenräume oft kühler sind, wird VG zähflüssiger. Ein Liquid, das im Sommer einwandfrei lief, kann plötzlich Nachflussprobleme verursachen. Wählen Sie deshalb für die kalte Jahreszeit ein PG-reicheres Mischungsverhältnis: Bei MTL reicht oft der Wechsel von 50/50 auf 40/60, bei Sub-Ohm von 70/30 auf 60/40.
Im Sommer hingegen bleibt VG fließfähiger, und Sub-Ohm-Fans können bedenkenlos mit 70/30 oder sogar 80/20 experimentieren. Achten Sie aber darauf, dass höhere Temperaturen auch die Verdunstung fördern – lagern Sie Ihre Liquids daher immer kühl, trocken und lichtgeschützt. Direkte Sonneneinstrahlung beschleunigt den Abbau von Aromen und kann das Nikotin oxidieren lassen, was zu einem scharfen, unangenehmen Geschmack führt.
Für unterwegs empfehle ich immer ein zweites Liquid mit einem etwas anderen VG/PG-Verhältnis dabei zu haben. Wer im Winter zwischen Büro, Auto und Außenbereich pendelt, erlebt starke Temperaturschwankungen – und ein flexibles Backup kann den Tag retten. Weitere Tipps zur richtigen Liquid-Handhabung auf Reisen finden Sie übrigens im Ratgeber E-Zigaretten im Flugzeug.
Häufige Fragen zum VG/PG-Verhältnis
Welches VG/PG-Verhältnis ist ideal für MTL?
Starten Sie mit 50/50 oder 40/60 (VG/PG). Wird der Zug zu hart, erhöhen Sie den VG-Anteil leicht. Stockt der Nachfluss, wählen Sie mehr PG. Bei Pod-Systemen der neuesten Generation (2025/2026) funktionieren auch 60/40-Liquids oft problemlos.
Welches VG/PG-Verhältnis ist ideal für Sub-Ohm?
Gut funktionieren 60/40 bis 70/30 (VG/PG). Bei Leckneigung wählen Sie etwas mehr VG, bei Dry-Hits oder kalter Umgebung lieber 60/40. Moderne Mesh-Coils verarbeiten auch 80/20 problemlos, wenn die Leistung stimmt.
Beeinflusst Nikotin das VG/PG-Verhältnis?
Nikotin verändert primär den Throat-Hit, nicht die Viskosität. Passen Sie erst die Nikotinstärke an Ihre Zugtechnik an, dann das VG/PG-Verhältnis. Bei Sub-Ohm immer niedrig dosieren (3 mg/ml), bei MTL sind 6–18 mg/ml üblich.
Warum kokelt mein Liquid plötzlich?
Meist ist das VG/PG-Verhältnis zu dick für Ihr Gerät, die Leistung zu hoch oder die Coil alt. Wechseln Sie zu einem dünneren Liquid (mehr PG), reduzieren Sie die Wattzahl, machen Sie kürzere Züge und tauschen Sie gegebenenfalls die Coil.
Kann ich MTL-Liquid in einem Sub-Ohm-Tank verwenden?
Technisch ja, aber es ist nicht empfehlenswert. Ein dünnflüssiges 50/50-Liquid kann in Sub-Ohm-Tanks siffen und auslaufen. Außerdem wäre die typische MTL-Nikotinstärke (6–18 mg/ml) bei Sub-Ohm viel zu hoch.
Macht die Jahreszeit einen Unterschied beim VG/PG-Verhältnis?
Auf jeden Fall. Im Winter wird VG zähflüssiger, was den Nachfluss bremst. Wählen Sie dann ein PG-reicheres Liquid. Im Sommer können Sie bedenkenlos VG-lastigere Mischungen nutzen.
Was sind Nikotinsalz-Liquids und für wen eignen sie sich?
Nikotinsalz-Liquids ermöglichen hohe Nikotinstärken (10–20 mg/ml) bei sanfterem Throat-Hit als klassisches Freebase-Nikotin. Sie sind ideal für MTL-Geräte und starke Raucher, die umsteigen möchten.
Mehr VG bedeutet immer mehr Dampf – stimmt das?
Ja, aber nur wenn Ihr Gerät das Liquid auch verarbeiten kann. Ein 80/20-Liquid in einem MTL-Pod mit engen Kanälen führt zu Nachflussproblemen statt zu großen Wolken. Das passende VG/PG-Verhältnis hängt immer vom Gerät ab.
Wie finde ich mein persönliches Sweet-Spot-Liquid?
Starten Sie mit gängigen Werten (MTL: 50/50, Sub-Ohm: 70/30), justieren Sie in 10%-Schritten und notieren Sie Ihre Ergebnisse. Achten Sie auf Nachfluss, Geschmack, Throat-Hit und Wolkendichte – der beste Kompromiss ist Ihr persönlicher Favorit.
Welche Rolle spielt die Coil beim VG/PG-Verhältnis?
Eine große. Mesh-Coils mit großer Oberfläche verarbeiten VG-lastige Liquids besser als klassische Runddrähte. MTL-Coils mit kleinen Liquidöffnungen brauchen dünnere Liquids. Prüfen Sie die Coil-Spezifikationen und wählen Sie das Liquid passend dazu.
Was tun bei PG-Unverträglichkeit?
Manche Menschen reagieren empfindlich auf Propylenglykol mit Halskratzen, Hautreizungen oder Kopfschmerzen. Wechseln Sie in diesem Fall zu einem VG-lastigen Liquid (70/30 oder höher) und nutzen Sie ein Sub-Ohm-Setup mit weiten Liquidkanälen. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie einen Arzt konsultieren.
Über den Autor
Gründer & Geschäftsführer, MaxVapor
MaxVapor wurde 2008 gegründet; seit 2012 mit Spezialisierung auf E-Zigaretten und Liquids. Über 14 Jahre Expertise in Produktberatung, TPD2-Compliance und technischer Beratung. Verantwortlich für Produktprüfung und Kundenkommunikation bei MaxVapor.
Qualifikation: • Unternehmensgründung 2008
• E-Zigaretten-Fachhandel seit 2012
• Fachkenntnisse TPD2-Richtlinien
• Produktschulung & Beratung
• Eingetragener Kaufmann
Erstveröffentlichung: · Zuletzt aktualisiert: . Inhalte werden redaktionell geprüft. Keine Gesundheitsversprechen; alle Angaben ohne Gewähr.
Facebook (Oliver Prust) • LinkedIn • Facebook (MaxVapor) • Instagram (MaxVapor)
Mehr Infos & Richtlinien: Jugendschutz • Datenschutz • Versand • Impressum • Kontakt