Nikotinstärke Liquid: mg/ml, Rechner, MTL, RDL, DL, Nikotinsalz
E-Zigaretten und Liquids sind ausschließlich für Personen ab 18 Jahren bestimmt. Nikotin kann abhängig machen.
Geprüft von Oliver Prust · Inhaber MaxVapor.de, seit 2012 auf E-Zigaretten spezialisiert · Zuletzt aktualisiert: Januar 2026
Kurz & Knapp: Nikotinstärke im Liquid
- Die richtige Nikotinstärke – hängt vor allem vom bisherigen Zigarettenkonsum und der Zugtechnik (MTL/RDL/DL) ab
- EU-TPD2-Grenze: Maximal 20 mg/ml Nikotin in Liquids erlaubt
- Umsteiger: Anfangs nicht zu niedrig dosieren, dann schrittweise reduzieren
- MTL-Dampfen: Höhere Nikotinstärken (bis 18 mg/ml) verträglich
- RDL/DL-Dampfen: Niedrigere Werte (meist 3–6 mg/ml) erforderlich
- Rechner: Mit unserem Tool die individuelle Stärke ermitteln
So finden Sie die richtige Nikotinstärke für Ihr Dampferlebnis
Neben einer enormen Vielfalt an Aromen bieten E-Liquids verschiedene Nikotinstärken – und genau hier liegt für viele Umsteiger die eigentliche Herausforderung. Angaben wie „12 mg/ml" oder „6 mg/ml Nikotin" begegnen einem regelmäßig beim Kauf von Liquid mit Nikotin, doch wie viel Nikotin braucht man tatsächlich? Die Antwort hängt von zwei Faktoren ab: Ihrem bisherigen Zigarettenkonsum und der bevorzugten Zugtechnik. Wer klassisch den Backenzug (MTL) bevorzugt, verträgt einen höheren Nikotingehalt im Liquid als jemand, der direkt in die Lunge (DL) inhaliert. Umsteiger profitieren oft von stärkeren Liquids, um den gewohnten „Flash" (Throat Hit) zu spüren, während erfahrene Dampfer häufig zu Liquid ohne Nikotin oder mit reduzierter Stärke greifen. Hier zeigen wir, wie Sie den optimalen Nikotingehalt für Ihr Dampferlebnis ermitteln.
Fachliche Einschätzung von Oliver Prust
Die in diesem Ratgeber genannten Empfehlungen basieren auf über einem Jahrzehnt praktischer Erfahrung im deutschen E-Zigarettenmarkt. In tausenden Kundengesprächen haben wir gelernt, welche Nikotinstärken bei welchem Zigarettenkonsum und welcher Zugtechnik am besten funktionieren. Alle Angaben sind TPD2-konform und berücksichtigen aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zur Rauchentwöhnung mit E-Zigaretten. MaxVapor steht seit 2012 für qualitätsgeprüfte Produkte und fundierte Beratung – und wir freuen uns, dieses Wissen mit Ihnen zu teilen.
Nikotinstärke-Rechner: Ihre persönliche Empfehlung
Nutzen Sie unseren interaktiven Rechner, um die optimale Nikotinstärke basierend auf Ihrem bisherigen Zigarettenkonsum und Ihrer bevorzugten Zugtechnik zu ermitteln. Der Rechner berücksichtigt die wichtigsten Faktoren und gibt Ihnen eine fundierte Empfehlung als Ausgangspunkt. Bedenken Sie: Diese Werte sind Richtwerte aus jahrelanger Kundenberatung – Ihr persönliches Empfinden kann leicht abweichen, und das ist in Ordnung. Im Zweifel starten Sie lieber etwas höher und reduzieren dann schrittweise, anstatt von Anfang an zu niedrig einzusteigen.
Welche Nikotinstärken sind erlaubt und üblich?
Liquids in der EU dürfen laut Tabakproduktrichtlinie (TPD2) maximal 20 mg/ml Nikotin enthalten. Diese Obergrenze für den Nikotingehalt gilt für alle nikotinhaltigen E-Liquids und Nikotinshots, unabhängig vom Hersteller oder Gerätetyp. Die Regelung stellt sicher, dass Produkte TPD2-konform, jugendschutzgerecht und präzise dosierbar bleiben. Liquids ohne Nikotin (0 mg/ml) dürfen hingegen frei verkauft und gemischt werden. In der Praxis haben sich bestimmte Nikotinstärken als Standard etabliert, die von nahezu allen Herstellern angeboten werden und den unterschiedlichen Bedürfnissen von Einsteigern bis hin zu erfahrenen Dampfern gerecht werden.
Übliche Nikotinstärken im Überblick
Die gängigen Abstufungen reichen von 0 mg/ml (nikotinfrei, ideal für Genussdampfer) über 3 mg/ml (niedrig, für ehemalige Gelegenheitsraucher oder zur schrittweisen Reduktion) bis hin zu 6 mg/ml (leicht bis mittel, geeignet für moderate Raucher mit bis zu 10 Zigaretten täglich). Im mittleren Bereich finden sich 9 mg/ml für regelmäßige Raucher (10–15 Zigaretten/Tag) und 12 mg/ml für Raucher mit 15–20 Zigaretten täglich. Wer über 20 Zigaretten am Tag geraucht hat, greift oft zu 18 mg/ml, während 20 mg/ml – der TPD2-Maximalwert – hauptsächlich in Nikotinshots zum Selbstmischen vorkommt.
Wichtig: Diese Werte dienen als Orientierung. Die tatsächlich benötigte Nikotinstärke hängt stark von der gewählten Zugtechnik (MTL, RDL oder DL) und dem individuellen Dampfverhalten ab.
Richtwerte nach Zigarettenkonsum
Die Wahl der richtigen Nikotinstärke orientiert sich primär an Ihrem bisherigen Tabakkonsum – und das aus gutem Grund. Als Faustregel gilt: Je mehr Zigaretten Sie täglich geraucht haben, desto höher sollte die anfängliche Nikotinstärke im Liquid sein. Das verhindert Entzugserscheinungen und erleichtert den Umstieg auf die E-Zigarette erheblich. Wer zu niedrig einsteigt, riskiert, dass der gewohnte „Kick" ausbleibt und die Motivation sinkt. Aus der Kundenberatung wissen wir: Viele gescheiterte Umstiegsversuche lassen sich auf eine zu niedrig gewählte Nikotinstärke zurückführen. Besser ist es, mit einem etwas höheren Wert zu starten und dann in Ruhe zu reduzieren – so bleiben Sie motiviert und erreichen Ihr Ziel.
Zugtechnik & Nikotinstärke: MTL, RDL, DL im Vergleich
Die Zugtechnik hat einen enormen Einfluss auf die Wahl der Nikotinstärke – und dieser Zusammenhang wird von vielen Einsteigern unterschätzt. Je luftiger und direkter die Inhalation, desto niedriger sollte der Nikotingehalt im Liquid sein. Der Grund ist physikalisch bedingt: Bei direkter Lungeninhalation (DL) wird wesentlich mehr Dampf erzeugt und eingeatmet als beim klassischen Backenzug (MTL). Die Nikotinaufnahme pro Zug ist entsprechend höher, und was bei MTL angenehm ist, kann bei DL bereits zu stark kratzen. Deshalb reichen bei DL-Geräten oft 3 mg/ml völlig aus, während MTL-Dampfer problemlos 12 oder 18 mg/ml nutzen können, ohne ein unangenehmes Halsgefühl zu bekommen.
Empfohlene Nikotinstärken nach Zugtechnik
Die folgende Tabelle zeigt empfohlene Nikotinstärken abhängig von Ihrem bisherigen Zigarettenkonsum und der gewählten Zugtechnik. Beachten Sie: Diese Werte sind Richtwerte aus der Praxis – Ihr persönliches Empfinden kann abweichen. Manche Dampfer bevorzugen etwas mehr, andere etwas weniger Nikotin. Wichtig ist, dass Sie sich beim Dampfen wohlfühlen und keinen übermäßigen Nikotinhunger verspüren. Falls Sie zwischen zwei Stufen schwanken, wählen Sie im Zweifel die höhere und reduzieren Sie später.
| Zigarettenkonsum | MTL (Mund-zu-Lunge) |
RDL (Restricted DL) |
DL (Direct Lung) |
|---|---|---|---|
| Gelegenheitsraucher (weniger als 5/Tag) |
0–3 mg/ml | 0–1 mg/ml | 0–1 mg/ml |
| Leichte Raucher (1–10 Zigaretten/Tag) |
3–6 mg/ml | 1–3 mg/ml | 1–3 mg/ml |
| Moderate Raucher (10–20 Zigaretten/Tag) |
6–12 mg/ml | 3–4 mg/ml | 3–4 mg/ml |
| Starke Raucher (über 20 Zigaretten/Tag) |
12–18 mg/ml | 4–6 mg/ml | 4–6 mg/ml |
Die drei Zugtechniken im Detail
MTL (Mouth-to-Lung / Mund-zu-Lunge) entspricht dem klassischen Rauchen einer Zigarette: Der Dampf wird zunächst im Mund gesammelt und dann in die Lunge inhaliert. MTL-Geräte haben einen strafferen Zug und erzeugen weniger Dampf, was bedeutet, dass Sie pro Zug weniger Nikotin aufnehmen. Durch das geringere Dampfvolumen können höhere Nikotinstärken (6–18 mg/ml) problemlos gedampft werden, ohne dass es im Hals kratzt. Diese Technik ist für Umsteiger besonders geeignet, weil sie dem gewohnten Rauchgefühl am nächsten kommt. Mehr dazu in unserem Ratgeber zu Zugtechniken beim Dampfen.
RDL (Restricted Direct Lung / Gedrosselter Lungenzug) ist eine Zwischenform, die etwas luftiger als MTL ist, aber nicht so offen wie DL. Diese Technik wird oft von Umsteigern gewählt, die bereits Erfahrung mit MTL gesammelt haben und nun etwas mehr Dampf und intensiveren Geschmack wünschen, aber noch nicht auf volle DL-Leistung gehen möchten. Der Zug fühlt sich lockerer an als bei MTL, bleibt aber kontrollierbar. Empfohlene Nikotinstärke bei RDL: 3–6 mg/ml – höhere Werte können bereits unangenehm kratzen, weil die Dampfmenge größer ist als bei MTL.
DL (Direct Lung / Direkt-Lunge) funktioniert anders: Der Dampf wird direkt und tief in die Lunge inhaliert, ähnlich wie beim normalen Atmen durch den Mund. DL-Geräte produzieren große Dampfwolken und haben einen sehr luftigen, offenen Zug – das erfordert spezielle Verdampfer oder Sub-Ohm-Geräte. Wegen des hohen Dampfvolumens sind nur niedrige Nikotinstärken (0–6 mg/ml) verträglich; bei höheren Werten würde das Kratzen im Hals so stark werden, dass das Dampfen keinen Spaß mehr macht. DL ist daher eher für erfahrene Dampfer geeignet, die Freude an großen Wolken haben und bereits ihren Nikotinbedarf reduziert haben.
Tipp: Die Wahl des richtigen Gerätetyps ist ebenso wichtig wie die Nikotinstärke. MTL-Geräte sind ideal für Umsteiger, während DL-Geräte eher für erfahrene Dampfer geeignet sind.
Nikotin schrittweise reduzieren – Rauchentwöhnung mit der E-Zigarette
Einer der größten Vorteile der E-Zigarette gegenüber herkömmlichen Tabakprodukten ist die Möglichkeit, den Nikotinkonsum schrittweise und kontrolliert zu senken. Studien von Public Health England belegen, dass E-Zigaretten um mindestens 95 % weniger schädlich sind als Tabakzigaretten. Auch die Cochrane-Analyse (2024) bestätigt die Wirksamkeit beim Rauchstopp. Wer Nikotin reduzieren möchte, kann das mit der E-Zigarette in seinem eigenen Tempo tun – ganz ohne den harten Nikotinentzug einer abrupten Abstinenz.
Welche Nikotinstärke für starke Raucher beim Umstieg?
Starke Raucher (über 20 Zigaretten täglich) starten am besten mit 12–18 mg/ml bei MTL-Geräten. Ein zu niedriger Einstieg führt häufig dazu, dass der gewohnte „Flash" ausbleibt und der Umstieg scheitert. Mit einer ausreichend hohen Nikotinstärke zu beginnen und dann in Ruhe zu reduzieren – das ist der bewährte Weg zur erfolgreichen Rauchentwöhnung. Wer direkt mit 3 mg/ml startet, obwohl er 25 Zigaretten am Tag geraucht hat, wird wahrscheinlich frustriert zur Zigarette zurückkehren, weil die E-Zigarette das Verlangen nicht stillt.
So gelingt die Nikotinreduktion
Die Reduktion funktioniert am besten in klar definierten Phasen. In der Stabilisierungsphase (2–4 Wochen) beginnen Sie mit einer Nikotinstärke, die Ihren Bedarf deckt, und geben Ihrem Körper Zeit, sich an die E-Zigarette zu gewöhnen – in dieser Zeit geht es nicht um Reduktion, sondern um einen sicheren Umstieg. Erst danach folgt die erste Reduktion: Sie senken die Nikotinstärke um 3–6 mg/ml, beispielsweise von 12 mg/ml auf 6 mg/ml. Anschließend reduzieren Sie schrittweise weiter, etwa alle 2–4 Wochen um weitere 3 mg/ml, bis Sie bei 0–3 mg/ml angekommen sind. Viele Dampfer bleiben dauerhaft bei 3 mg/ml und sind damit zufrieden, andere gehen bis auf 0 mg/ml und genießen fortan nur noch den Geschmack und das Ritual – beides sind gute Wege und ein Erfolg.
Auf Ihren Körper hören: Nervosität, Reizbarkeit oder starkes Verlangen deuten darauf hin, dass die Reduktion zu schnell war. Bleiben Sie dann länger auf der aktuellen Stufe oder kehren kurzzeitig zur vorherigen Stärke zurück – das ist kein Rückschritt, sondern Teil des Prozesses.
Nikotinstärke selbst berechnen – Praxisbeispiele
Wer seine Liquids selbst mischt, muss die finale Nikotinstärke berechnen – und das ist einer der größten Vorteile des Selbstmischens: Sie haben die volle Kontrolle über den Nikotingehalt und können ihn exakt auf Ihre Bedürfnisse abstimmen. Dafür werden Nikotinshots (mit 18 oder 20 mg/ml), Base (nikotinfrei) und Aromen kombiniert. Die Formel ist simpel: (Nikotinstärke des Shots × Menge des Shots) ÷ Gesamtmenge = finale mg/ml. Mit dieser Rechnung können Sie jede gewünschte Nikotinstärke erreichen – auch Zwischenwerte wie 4,5 oder 7 mg/ml, die es fertig gemischt nicht zu kaufen gibt. Das ermöglicht eine besonders feine Abstufung bei der Nikotinreduktion.
1 Shot (20 mg/ml)
Zutaten: 1× 10 ml Shot (20 mg/ml), 10 ml Aroma + 30 ml Base = 50 ml gesamt
Ergebnis: 4 mg/ml
20 × 10 ÷ 50 = 4 mg/ml
Ideal für RDL/DL mit moderatem Nikotinbedarf
2 Shots (18 mg/ml)
Zutaten: 2× 10 ml Shots (18 mg/ml), 20 ml Aroma + 60 ml Base = 100 ml gesamt
Ergebnis: 3,6 mg/ml
18 × 20 ÷ 100 = 3,6 mg/ml
Perfekt für leichte bis moderate Raucher (DL)
3 Shots für MTL (20 mg/ml)
Zutaten: 3× 10 ml Shots (20 mg/ml), 10 ml Aroma + 10 ml Base = 50 ml gesamt
Ergebnis: 12 mg/ml
20 × 30 ÷ 50 = 12 mg/ml
Für MTL-Umsteiger (15–20 Zigaretten/Tag)
Tipp: Nutzen Sie unseren Ratgeber zum Selbstmischen für detaillierte Anleitungen und weitere Rechenbeispiele.
Vergleich: E-Zigarette vs. Tabakzigarette
Viele Umsteiger fragen sich: Wie viel Nikotin enthält eine Zigarette im Vergleich zum Liquid? Eine pauschale Antwort gibt es nicht, denn die Nikotinaufnahme beim Dampfen unterscheidet sich grundlegend vom Rauchen. Eine durchschnittliche Tabakzigarette enthält etwa 12 mg Nikotin im Tabak, doch beim Rauchen werden nur etwa 1–3 mg tatsächlich aufgenommen – der Rest verbrennt oder wird nicht inhaliert. Die Aufnahme erfolgt sehr schnell über die Lunge, weshalb Raucher innerhalb von Sekunden den „Kick" spüren.
Bei der E-Zigarette wird das Nikotin nicht verbrannt, sondern bei niedrigeren Temperaturen verdampft. Die Aufnahme erfolgt langsamer, aber kontrollierter – ein Dampfer spürt den Flash nicht ganz so schnell wie beim Rauchen, dafür ist die Dosierung präziser. Ein Dampfer mit einem 10-ml-Liquid à 6 mg/ml nimmt rechnerisch maximal 60 mg Nikotin auf, verteilt über mehrere Tage oder sogar Wochen. Das ist einer der Gründe, warum die E-Zigarette so gut für die schrittweise Nikotinreduktion geeignet ist: Sie haben die volle Kontrolle über Ihre Nikotinzufuhr.
Wichtig zu verstehen: Die mg/ml-Angabe bei Liquids ist NICHT direkt mit der Nikotinaufnahme pro Zug vergleichbar. Die tatsächliche Nikotinaufnahme hängt von vielen Faktoren ab: Zugtechnik, Gerät, Zuglänge, Dampfmenge und individuellem Dampfverhalten.
NicSalt-Liquids – Unterschiede und Vorteile
Nikotinsalz-Liquids (NicSalt) haben in den letzten Jahren stark an Beliebtheit gewonnen, besonders bei Pod-Systemen und MTL-Geräten. Der wesentliche Unterschied zu klassischen Liquids liegt im niedrigeren pH-Wert, was das Kratzen im Hals reduziert. Das Nikotin E-Zigarette Erlebnis fühlt sich dadurch spürbar milder an – selbst bei höheren mg/ml-Werten.
Vorteile und Nachteile von NicSalt-Liquids
Der größte Vorteil von NicSalt ist der sanftere Throat-Hit: Selbst bei höheren Nikotinstärken bis 20 mg/ml bleibt das Dampfen angenehm und kratzt weniger im Hals als klassische Freebase-Liquids. Dazu kommt eine schnellere Nikotinaufnahme, die dem Gefühl beim Rauchen einer Zigarette ähnelt – ideal für Umsteiger, die den gewohnten „Kick" vermissen. NicSalt eignet sich perfekt für kleine Pod-Systeme und MTL-Geräte und ist besonders für jene interessant, die trotz hoher Nikotinstärke keinen starken Throat-Hit wünschen.
Auf der anderen Seite kann genau dieser milde Throat-Hit ein Nachteil sein: Manche Dampfer empfinden NicSalt als „zu sanft" und vermissen das kräftige Gefühl im Hals, das sie von klassischen Liquids kennen. Außerdem ist NicSalt nicht für DL-Dampfen geeignet – die Kombination aus hoher Nikotinstärke und großen Dampfmengen wäre schlicht zu viel. Wer große Wolken produzieren möchte, sollte bei klassischen Liquids mit niedrigem Nikotingehalt bleiben.
Gut zu wissen: Auch Overdosed Liquids sind erhältlich – diese enthalten besonders intensive Aromen, aber das ist eine reine Geschmackssache und hat nichts mit der Nikotinstärke zu tun.
Die gesetzliche Obergrenze von 20 mg/ml gilt auch für NicSalt-Liquids. Ob Sie klassische Liquids oder Nikotinsalz nutzen, ist am Ende Geschmackssache – die passende mg/ml-Stärke bleibt der entscheidende Faktor für ein zufriedenstellendes Dampferlebnis.
Häufige Fragen zur Nikotinstärke
Welche Nikotinstärke für Anfänger?
Anfänger sollten mit einer Stärke beginnen, die ihrem bisherigen Zigarettenkonsum entspricht. Bei 10–20 Zigaretten/Tag empfehlen wir für MTL-Geräte 6–12 mg/ml, für RDL/DL-Geräte 3–4 mg/ml. Starten Sie im Zweifel eher mit der höheren Empfehlung und reduzieren Sie später, als zu niedrig einzusteigen und frustriert aufzugeben.
Wie schnell sollte ich die Nikotinstärke reduzieren?
Eine bewährte Methode ist die Reduktion in 2–4-Wochen-Schritten. Beispiel: 12 → 6 → 3 mg/ml. Wenn Verlangen spürbar bleibt, verlängern Sie die Stabilisierungsphase oder wechseln vorübergehend die Zugtechnik (z. B. von RDL zu MTL für stärkeres Nikotingefühl).
Was ist besser: NicSalt oder klassisches Liquid?
NicSalt wird oft als sanfter im Hals empfunden (geringerer Throat-Hit), die EU-Obergrenze bleibt 20 mg/ml. Klassische Liquids bieten mehr „Throat-Hit" und eignen sich besser für Dampfer, die dieses Gefühl schätzen. Wählen Sie nach persönlichem Empfinden – die passende mg/ml-Stärke ist wichtiger als die Salzform.
Kann man verschiedene Nikotinstärken mischen?
Ja, das ist problemlos möglich. Wenn Sie z. B. ein Liquid mit 12 mg/ml und eines mit 6 mg/ml zu gleichen Teilen mischen, erhalten Sie 9 mg/ml. Achten Sie aber darauf, dass die Liquids kompatibel sind (gleiches VG/PG-Verhältnis für beste Ergebnisse).
Warum kratzt mein Liquid im Hals?
Ein starkes Kratzen (Throat-Hit) deutet meist auf eine zu hohe Nikotinstärke für Ihre Zugtechnik hin. Wenn Sie DL dampfen und 12 mg/ml nutzen, ist das zu viel. Auch ein zu hohes PG-Verhältnis kann Kratzen verursachen. Probieren Sie eine niedrigere Nikotinstärke oder wechseln Sie zu einem VG-reicheren Liquid bzw. zu NicSalt.
Ist 0 mg/ml Nikotin wirklich sinnvoll?
Ja, absolut! Viele Dampfer reduzieren bewusst auf 0 mg/ml und genießen ausschließlich den Geschmack und das Dampferlebnis. Das Ritual des Dampfens bleibt erhalten, ohne die körperliche Abhängigkeit von Nikotin. Ideal für alle, die nikotinfrei leben möchten.
Welche Nikotinstärken gibt es bei E-Zigaretten Liquids?
Üblich sind 0, 3, 6, 9, 12 und 18 mg/ml. In der EU gilt gemäß TPD2 eine Obergrenze von 20 mg/ml. Per Selbstmischen (Base, Aroma, Nikotinshots mit meist 18–20 mg/ml) kann die gewünschte Stärke individuell eingestellt werden.
Im Vergleich: Welche Nikotinstärke haben herkömmliche Tabakzigaretten?
Eine Zigarette enthält im Schnitt etwa 12 mg Nikotin, wovon beim Rauchen ungefähr 1–3 mg aufgenommen werden. Die Werte dienen nur als grobe Orientierung, da die tatsächliche Aufnahme individuell stark variiert. Bei E-Zigaretten erfolgt die Nikotinaufnahme langsamer und kontrollierter.
Wie berechne ich die Nikotinstärke beim Selbstmischen?
Beispiel: 1 Shot (10 ml, 20 mg/ml) + 10 ml Aroma + 30 ml Base = 50 ml Gesamt. Berechnung: 20 mg/ml × 10 ml = 200 mg Nikotin gesamt, 200 mg ÷ 50 ml = 4 mg/ml. Die Formel lautet: (Nikotinstärke Shot × Menge Shot) ÷ Gesamtmenge = finale mg/ml.
Was ist der Unterschied zwischen NicSalt und klassischem Liquid?
Nikotinsalz-Liquids haben einen niedrigeren pH-Wert und werden als sanfter im Hals empfunden (geringerer Throat-Hit). Die gesetzliche Obergrenze bleibt 20 mg/ml. Klassische Liquids bieten mehr Throat-Hit. Wählen Sie nach persönlichem Empfinden; die passende mg/ml-Stärke ist entscheidender als die Salzform.
Quellen & wissenschaftliche Belege
• Public Health England (2018): Evidence review of e-cigarettes and heated tobacco products. Zum Report
• Cochrane Review (2024): Electronic cigarettes for smoking cessation. Zur Studie
• EU-Tabakproduktrichtlinie (TPD2) 2014/40/EU – Regulatorischer Rahmen (u. a. 20 mg/ml-Grenze). Richtlinientext
• Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ): Informationspapiere & Fakten zu E-Zigaretten. Themenseite
• Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Hintergrundinformationen zu E-Zigaretten. Informationsportal
Hinweis: Die oben genannten Quellen dienen der wissenschaftlichen Einordnung und Transparenz. Der Artikel erhebt keinen medizinischen Anspruch und ersetzt keine individuelle Beratung durch Fachpersonal.
Über den Autor
Gründer & Geschäftsführer, MaxVapor
MaxVapor wurde 2008 gegründet; seit 2012 mit Spezialisierung auf E-Zigaretten und Liquids. Über 14 Jahre Expertise in Produktberatung, TPD2-Compliance und technischer Beratung. Verantwortlich für Produktprüfung und Kundenkommunikation bei MaxVapor.
Qualifikation: • Unternehmensgründung 2008
• E-Zigaretten-Fachhandel seit 2012
• Fachkenntnisse TPD2-Richtlinien
• Produktschulung & Beratung
• Eingetragener Kaufmann
Erstveröffentlichung: · Zuletzt aktualisiert: . Inhalte werden redaktionell geprüft. Keine Gesundheitsversprechen; alle Angaben ohne Gewähr.
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