So funktioniert eine E-Zigarette – Aufbau, Coils & Technik erklärt
E-Zigaretten und Liquids sind ausschließlich für Personen ab 18 Jahren bestimmt. Nikotin kann abhängig machen.
Geprüft von Oliver Prust · Inhaber MaxVapor.de, seit 2012 auf E-Zigaretten spezialisiert · Zuletzt aktualisiert: Januar 2026
Kurz & Knapp: So funktioniert eine E-Zigarette
- Drei Hauptkomponenten: Akku, Verdampfer mit Coil und Liquid
- Keine Verbrennung: Das Liquid wird bei 180–315 °C verdampft, nicht verbrannt
- Verdampferkopf (Coil): Heizwendel mit Watte erhitzt das Liquid zu feinem Aerosol
- Moderne Mesh-Coils: Größere Oberfläche für besseren Geschmack
- Dampf-Zusammensetzung: PG, VG, Aromastoffe und ggf. Nikotin
- Pod-Systeme: Besonders einsteigerfreundlich mit vorbefüllten oder nachfüllbaren Pods
- Akkuleistung: Lithium-Ionen-Akkus mit 500–2000 mAh für längere Nutzungsdauer
E-Zigaretten haben sich in den vergangenen Jahren grundlegend weiterentwickelt – von einfachen Geräten, die vor allem Zigaretten optisch nachahmen sollten, hin zu ausgereiften technischen Systemen mit intelligenten Chipsets, OLED-Displays und App-Anbindung. Das Grundprinzip ist dabei erstaunlich einfach geblieben: Ein Akku liefert Energie an eine Heizwendel, die ein Liquid verdampft. Der entstehende Dampf wird anschließend inhaliert, ganz ohne Verbrennung, ohne Asche und ohne die typischen Verbrennungsprodukte einer Tabakzigarette. Hier erfahren Sie alles Wichtige zur Funktionsweise – von den einzelnen Komponenten über moderne Coil-Technologien bis hin zu praktischen Tipps für den Alltag. Als Inhaber von MaxVapor begleite ich seit 2012 Umsteigerinnen und Umsteiger auf ihrem Weg von der Tabakzigarette zum Dampfen und habe dabei gelernt, welche technischen Zusammenhänge wirklich relevant sind und welche Fragen sich am häufigsten stellen.
Das Grundprinzip der E-Zigarette
Im Gegensatz zur herkömmlichen Tabakzigarette, bei der Tabak bei Temperaturen zwischen 600 und 800 Grad Celsius verbrennt, arbeitet eine E-Zigarette mit einem völlig anderen Ansatz. Das Liquid – eine Mischung aus Propylenglykol, pflanzlichem Glycerin, Aromastoffen und wahlweise Nikotin – wird lediglich auf Temperaturen zwischen 180 und 315 Grad Celsius erhitzt. Bei diesen Temperaturen verdampft die Flüssigkeit zu einem feinen Aerosol, ohne dass dabei Verbrennungsprozesse stattfinden. Diese Unterscheidung ist grundlegend für das Verständnis der Technologie: Beim Dampfen entsteht kein Rauch, sondern Dampf, der sich in seiner Zusammensetzung deutlich von Zigarettenrauch unterscheidet.
Das Funktionsprinzip lässt sich gut mit einer erhitzten Pfanne vergleichen, in die Wasser getropft wird – nur dass in diesem Fall statt Wasser ein speziell für E-Zigaretten entwickeltes Liquid zum Einsatz kommt. Der Akku der E-Zigarette liefert die nötige Energie, um eine Heizwendel (den sogenannten Coil) auf die erforderliche Temperatur zu bringen. Das Liquid wird über einen Docht – meist aus medizinischer Baumwolle – zur Heizwendel transportiert, wo es verdampft. Der entstehende Dampf steigt durch einen Luftkanal auf und wird über das Mundstück inhaliert, während frische Luft durch die Airflow-Öffnungen nachströmt und den Dampf mit sich trägt.
Bei den meisten modernen E-Zigaretten lässt sich dieses System auf zwei Arten aktivieren: Entweder durch einen Feuerknopf, den Sie während des Zuges gedrückt halten, oder durch automatische Zugaktivierung, bei der ein Sensor den Unterdruck erkennt, der beim Ziehen am Mundstück entsteht. Letztere Variante findet sich vor allem bei Pod-Systemen und macht die Bedienung besonders intuitiv – Sie ziehen einfach am Mundstück, und das Gerät erledigt den Rest. Moderne Geräte kombinieren häufig beide Methoden und geben Ihnen die Wahl, welche Aktivierungsart besser zu Ihrem Dampfstil passt.
Die Hauptkomponenten einer E-Zigarette
Jede E-Zigarette – unabhängig davon, ob es sich um ein kompaktes Pod-System oder einen leistungsstarken Box-Mod handelt – basiert auf drei zentralen Komponenten, die zusammenspielen müssen, um das Dampfen zu ermöglichen. Diese drei Säulen sind der Akku (bzw. Akkuträger), der Verdampfer mit dem integrierten Verdampferkopf (Coil) und das Liquid im Tank. Hinzu kommen weitere Bauteile wie das Mundstück, der Mikroprozessor für die Steuerung und bei vielen Geräten ein Display zur Anzeige von Einstellungen und Betriebszuständen. Wer diese Komponenten versteht, wählt das passende Gerät gezielter aus und findet bei Problemen schneller die Ursache.
Übersicht der E-Zigaretten-Komponenten
| Komponente | Funktion | Typische Werte 2026 | Wartung |
|---|---|---|---|
| Akku / Akkuträger | Energieversorgung des Heizelements | 500–2000 mAh, 3,3–4,8 V | Regelmäßig laden, Kontakte reinigen |
| Verdampfer / Tank | Reservoir für Liquid, Aufnahme des Coils | max. 2 ml (TPD2) | Reinigen bei Aromawechsel |
| Verdampferkopf (Coil) | Erhitzt das Liquid, erzeugt Dampf | 0,4–1,8 Ohm, 8–80 W | Wechsel alle 1–4 Wochen |
| Liquid | Träger für Geschmack und ggf. Nikotin | 0–20 mg/ml Nikotin | Frisch halten, nicht überfüllen |
| Mundstück (Drip Tip) | Dampfaufnahme, Mundstück | 510 oder 810 Anschluss | Regelmäßig reinigen/wechseln |
| Mikroprozessor / Chipset | Steuerung, Sicherheitsschaltungen | TC, VW, Bypass-Modi | Firmware-Updates (wenn verfügbar) |
Der Verdampfer: Herz der Dampferzeugung
Der Verdampfer ist die zentrale Komponente für Geschmack und Dampfentwicklung. In seinem Inneren befindet sich der Verdampferkopf – auch als Coil, Head oder Wicklung bezeichnet –, der aus einer oder mehreren Heizspiralen besteht. Diese Spiralen sind von einem Docht umgeben, der das Liquid aus dem Tank zur Heizwendel transportiert. Sobald Strom fließt, erhitzt sich der Draht und bringt das Liquid zum Verdampfen. Der entstehende Dampf steigt durch einen Luftkanal nach oben und gelangt über das Mundstück zum Nutzer, während durch die Airflow-Öffnungen am unteren Teil des Verdampfers frische Luft nachströmt.
Coil-Technologien im Überblick
Die Entwicklung der Coil-Technologie hat in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte gemacht. Während früher einfache Runddraht-Wicklungen Standard waren, haben sich mittlerweile verschiedene spezialisierte Technologien etabliert. Bei klassischen Runddraht-Coils wird ein Widerstandsdraht – typischerweise aus Kanthal, Nichrome oder Edelstahl – spiralförmig gewickelt und von Watte umgeben. Diese bewährte Technologie findet sich nach wie vor in vielen Geräten und bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bei solider Dampfleistung.
Die Mesh-Coil-Technologie hat sich seit 2023 zum Standard bei modernen Pod-Systemen und Sub-Ohm-Tanks entwickelt. Statt eines spiralförmig gewickelten Drahtes kommt hier ein feines Drahtgeflecht zum Einsatz, das einer Gitterstruktur ähnelt. Diese größere Oberfläche sorgt für eine gleichmäßigere Hitzeverteilung und intensiveren Geschmack bei gleichzeitig längerer Lebensdauer des Coils. Der Grund dafür ist einfach: Die Wärme verteilt sich über eine breitere Fläche, wodurch lokale Überhitzung vermieden wird und die Watte langsamer degradiert. In meiner täglichen Praxis bei MaxVapor erlebe ich, dass Kunden mit Mesh-Coils spürbar zufriedener sind als mit herkömmlichen Wicklungen – beim Geschmack genauso wie bei der Haltbarkeit.
Keramik-Coils bilden eine weitere Variante mit besonders reiner Geschmackswiedergabe. Bei dieser Technologie ist der Heizdraht in ein keramisches Material eingebettet, das keine Eigengeschmäcker an das Liquid abgibt. Die selbstreinigenden Eigenschaften der Keramik sorgen zudem für eine längere Nutzungsdauer von bis zu zwei Monaten bei normaler Nutzung. Allerdings sind Keramik-Coils weniger verbreitet als Mesh-Varianten und erfordern manchmal längere Aufheizzeiten. Für Dampfer, die Wert auf maximale Aromentreue legen und bereit sind, etwas mehr zu investieren, können sie dennoch eine interessante Alternative darstellen.
Widerstand und Leistung verstehen
Der elektrische Widerstand des Coils – gemessen in Ohm – bestimmt maßgeblich, wie viel Leistung für ein optimales Dampferlebnis benötigt wird und welcher Dampfstil damit möglich ist. Coils mit höherem Widerstand (über 1,0 Ohm) eignen sich gut für das MTL-Dampfen, bei dem der Dampf zunächst im Mundraum gesammelt und dann in die Lunge inhaliert wird – ähnlich wie bei einer Zigarette. Diese Wicklungen arbeiten mit geringerer Leistung (8–20 Watt) und erzeugen moderate Dampfmengen bei intensivem Geschmack. Coils mit niedrigerem Widerstand (unter 1,0 Ohm, sogenanntes Sub-Ohm) benötigen mehr Leistung (20–100+ Watt) und produzieren deutlich größere Dampfwolken. Sie eignen sich für das DL-Dampfen, bei dem der Dampf direkt in die Lunge gezogen wird.
Der Akku: Energiequelle und Steuerungszentrale
Der Akku – oder bei größeren Geräten der Akkuträger – bildet das Herzstück jeder E-Zigarette. Er liefert die elektrische Energie, die den Coil erhitzt, und beherbergt bei regelbaren Geräten die Steuerungselektronik. In nahezu allen modernen E-Zigaretten kommen Lithium-Ionen-Akkus zum Einsatz – sie punkten mit hoher Energiedichte, geringer Selbstentladung und guter Wiederaufladbarkeit. Die Akkukapazität wird in Milliamperestunden (mAh) angegeben und liegt bei aktuellen Geräten typischerweise zwischen 500 mAh bei kompakten Pod-Systemen und 2000 mAh oder mehr bei größeren Akkuträgern.
Bei der Wahl des Akkus kommt es auf mehrere Punkte an: Die Kapazität bestimmt, wie lange Sie mit einer Ladung dampfen können. Als Faustregel gilt bei durchschnittlicher Nutzung ein Verbrauch von etwa 100 mAh pro Stunde, sodass ein 1000-mAh-Akku rund zehn Stunden durchhält. Bei intensivem Sub-Ohm-Dampfen mit hoher Leistung kann dieser Wert deutlich höher liegen, da mehr Energie pro Zug benötigt wird. Die Ausgangsspannung einfacher Akkus liegt konstant bei 3,4 bis 4,2 Volt, während regelbare Akkuträger (VV – Variable Voltage oder VW – Variable Wattage) eine Anpassung zwischen 3,3 und 4,8 Volt bzw. individuellen Wattzahlen ermöglichen und damit mehr Kontrolle über das Dampferlebnis bieten.
Fest verbaute vs. wechselbare Akkus
E-Zigaretten gibt es in zwei Varianten: mit fest verbautem Akku oder mit wechselbaren Akkuzellen. Geräte mit integriertem Akku sind kompakter und einfacher in der Handhabung – Sie laden sie über USB auf, ohne separate Akkus verwalten zu müssen. Diese Variante findet sich besonders häufig bei Pod-Systemen und Einsteigergeräten. Akkuträger mit wechselbaren Zellen (typischerweise 18650er oder 21700er Format) bieten hingegen mehr Flexibilität: Sie können einen leeren Akku sofort gegen einen voll geladenen tauschen und sind so unabhängig von Steckdosen unterwegs. Zudem lassen sich die Akkuzellen nach Ende ihrer Lebensdauer einzeln ersetzen, ohne das gesamte Gerät entsorgen zu müssen.
Bedienung und Sicherheitsfunktionen
Die meisten Akkuträger aktivieren Sie über eine 5-Klick-Funktion: Drücken Sie den Power-Knopf fünfmal schnell hintereinander, schaltet sich das Gerät ein oder aus. Ein blinkendes LED-Licht oder ein aufleuchtendes Display bestätigt den Vorgang. Während des Dampfens halten Sie den Feuerknopf gedrückt, während Sie gleichzeitig am Mundstück ziehen. Bei Geräten mit automatischer Zugaktivierung entfällt dieser Schritt – hier genügt das Ziehen am Mundstück, und der Akku aktiviert sich selbstständig. Moderne Chipsets bieten zahlreiche Sicherheitsfunktionen wie Überspannungsschutz, Tiefentladeschutz, Kurzschlussschutz und Überhitzungsschutz, die Gerät und Nutzer vor Schäden bewahren.
Der Dampf: Zusammensetzung und Unterschiede zum Rauch
Was bei der Nutzung einer E-Zigarette entsteht, ist eindeutig als Dampf zu klassifizieren und unterscheidet sich grundlegend vom Rauch einer Tabakzigarette. Im Verdampferkopf bildet sich kein klassischer Wasserdampf, wie man zunächst vermuten könnte, sondern ein feines Aerosol aus verdampftem Propylenglykol und pflanzlichem Glycerin. Diese beiden Substanzen dienen als Träger für die im Liquid enthaltenen Aromastoffe sowie gegebenenfalls für Nikotin. Der Dampf transportiert dabei Geschmack und – falls gewünscht – Nikotin zum Nutzer und macht gleichzeitig die sichtbaren Wolken aus, die viele mit dem Dampfen verbinden.
Da beim Dampfen keine Verbrennung stattfindet, entstehen auch keine Verbrennungsprodukte wie Teer, Kohlenmonoxid oder die zahlreichen anderen Schadstoffe, die im Zigarettenrauch nachgewiesen werden. Die Verdampfungstemperatur von 180 bis 315 Grad Celsius liegt weit unter den 600 bis 800 Grad, bei denen Tabak in einer Zigarette verbrennt. Dieser Unterschied ist fundamental: Während bei der Verbrennung organisches Material oxidiert und dabei eine Vielzahl chemischer Verbindungen freigesetzt wird, findet beim Verdampfen lediglich ein Phasenübergang von flüssig zu gasförmig statt – die chemische Zusammensetzung des Liquids bleibt weitgehend erhalten.
Ein angenehmer Nebeneffekt: Der Geruch des Dampfes ist – je nach verwendetem Aroma – häufig als angenehm wahrzunehmen und haftet nicht an Kleidung, Möbeln oder Gardinen wie Zigarettenrauch. Ob fruchtig, süßlich oder mentholartig – die Aromenvielfalt bei Liquids ist enorm und wird von den meisten Menschen als deutlich weniger störend empfunden als der penetrante Geruch verbrannten Tabaks. Dennoch sollten Sie Rücksicht auf Ihre Mitmenschen nehmen und beachten, dass Dampfen in vielen öffentlichen Bereichen denselben Einschränkungen unterliegt wie das Rauchen. Einen ausführlichen Ratgeber zu diesem Thema finden Sie in unserem Beitrag über E-Zigaretten-Dampf und Rauchmelder.
Verschiedene Gerätetypen: Von Pod-Systemen bis Box-Mods
Auch wenn alle E-Zigaretten nach dem gleichen Grundprinzip funktionieren, unterscheiden sie sich erheblich in Bauweise, Handhabung und Ausstattung. Die Wahl des richtigen Gerätetyps hängt von Ihren persönlichen Präferenzen ab: Suchen Sie maximale Einfachheit oder möchten Sie alle Parameter selbst bestimmen? Bevorzugen Sie kompakte Abmessungen für unterwegs oder legen Sie Wert auf lange Akkulaufzeit und große Dampfmengen? Hier ein Überblick über die wichtigsten Kategorien auf dem aktuellen Markt.
Pod-Systeme: Einsteigerfreundlich und kompakt
Pod-Systeme haben sich in den vergangenen Jahren zum beliebtesten Gerätetyp für Einsteiger und Gelegenheitsdampfer entwickelt. Ihr Prinzip ist denkbar einfach: Ein kompakter Akkuträger nimmt einen austauschbaren Pod auf, der Tank und Coil in einer Einheit vereint. Bei vorbefüllten Pods (Prefilled) ist das Liquid bereits enthalten – Sie setzen den Pod ein und können sofort losdampfen. Nachfüllbare Pods (Refillable) befüllen Sie selbst mit dem Liquid Ihrer Wahl, was auf Dauer kostengünstiger ist und mehr Aromenvielfalt ermöglicht. Moderne Pod-Systeme wie die Uwell Caliburn G3 Pro bieten mittlerweile Features, die früher größeren Geräten vorbehalten waren: OLED-Displays, einstellbare Wattzahlen und intelligente Chipsets gehören 2026 zum Standard.
Klassische E-Zigaretten und Box-Mods
Für erfahrene Dampfer, die maximale Kontrolle über ihr Dampferlebnis wünschen, bieten klassische E-Zigaretten und Box-Mods die größte Flexibilität. Diese Geräte bestehen aus einem separaten Akkuträger und einem darauf geschraubten Verdampfer (Tank), wobei beide Komponenten nach Belieben kombiniert werden können. Box-Mods verfügen über regelbare Leistung, Temperaturkontrolle und eine Vielzahl von Schutzfunktionen. Sie arbeiten häufig mit wechselbaren 18650er- oder 21700er-Akkuzellen, was längere Laufzeiten und unabhängiges Nachladen ermöglicht. Die Leistungsreserven moderner Geräte wie dem GeekVape Aegis Legend 3 oder Vaporesso Gen SE reichen bis zu 200 Watt – weit mehr, als die meisten Dampfer je benötigen werden, aber nützlich für den Betrieb von Sub-Ohm-Tanks mit sehr niedrigen Widerständen.
Hinweis zu Einweg-E-Zigaretten
Einweg-E-Zigaretten (Disposables) waren in den vergangenen Jahren aufgrund ihrer Einfachheit populär, stehen jedoch zunehmend in der Kritik. Ab dem 1. Juli 2026 sind alle Verkaufsstellen in Deutschland – einschließlich Kioske und Tankstellen – verpflichtet, ausgediente Einweg-Geräte zurückzunehmen. In mehreren EU-Ländern wie Großbritannien und Frankreich werden Einweg-Vapes bereits verboten oder stark eingeschränkt. Für einen nachhaltigeren Umstieg empfehlen wir wiederaufladbare Pod-Systeme mit nachfüllbaren Pods, die langfristig kostengünstiger und umweltfreundlicher sind. Informationen zur korrekten Entsorgung finden Sie auf unserer entsprechenden Informationsseite.
Praktische Tipps für den Alltag
Nach über 14 Jahren in der E-Zigaretten-Branche kenne ich die typischen Fragen und Probleme, die besonders Einsteiger beschäftigen. Die folgenden Tipps basieren auf meiner täglichen Erfahrung im Kundenkontakt und sollen Ihnen helfen, von Anfang an ein gutes Dampferlebnis zu haben und häufige Fehler zu vermeiden.
Neuen Coil richtig einsetzen
Bevor Sie einen neuen Coil zum ersten Mal verwenden, sollte die Watte ausreichend Zeit haben, sich mit Liquid vollzusaugen. Träufeln Sie einige Tropfen Liquid direkt auf die sichtbare Watte des Coils und füllen Sie anschließend den Tank. Warten Sie dann 10 bis 15 Minuten, bevor Sie das erste Mal dampfen. Dieser Schritt ist entscheidend: Wird ein trockener Coil erhitzt, verbrennt die Watte sofort und der Coil ist unbrauchbar – ein sogenannter Dry Hit, der unangenehm schmeckt und die Watte dauerhaft zerstört.
Die richtige Nikotinstärke wählen
Anders als bei der Tabakzigarette setzt die Nikotinwirkung beim Dampfen etwas verzögert ein – etwa 20 bis 30 Sekunden statt der gewohnten 3 bis 5 Sekunden. Das liegt daran, dass im Zigarettenrauch Zusatzstoffe enthalten sind, die den Nikotintransport ins Gehirn beschleunigen. Haben Sie Geduld und ziehen Sie nicht hektisch mehrfach hintereinander, um den gewünschten Effekt zu erreichen. Als Orientierung: Starke Raucher (20+ Zigaretten täglich) beginnen häufig mit 12–20 mg/ml, moderate Raucher (10–20 Zigaretten) mit 6–12 mg/ml, leichte Raucher mit 3–6 mg/ml. Diese Werte sind Richtwerte – finden Sie Ihre persönliche Balance durch Ausprobieren.
Akku und Ladegewohnheiten
Moderne Lithium-Ionen-Akkus haben keinen Memory-Effekt – Sie müssen sie also nicht vollständig entladen, bevor Sie sie wieder aufladen. Im Gegenteil: Tiefentladungen belasten den Akku und verkürzen seine Lebensdauer. Laden Sie Ihren Akku am besten auf, wenn er noch 20–30 % Restladung zeigt. Verwenden Sie ausschließlich das mitgelieferte Ladekabel oder ein Kabel mit passenden Spezifikationen, und achten Sie darauf, dass der verwendete Netzstecker keinen zu hohen Ladestrom abgibt. Die Ladezeit eines 650-mAh-Akkus beträgt bei einem Standard-USB-Ladegerät (300 mAh pro Stunde) etwa 2 bis 2,5 Stunden. Für längere Ausflüge empfiehlt es sich, einen vollgeladenen Ersatzakku oder eine Powerbank mitzuführen.
Wenn die E-Zigarette nicht dampft
Leuchtet der Akku, aber es entsteht kein Dampf, liegt das Problem meist an einem fehlenden Kontakt zwischen Akku und Verdampfer. Schrauben Sie den Verdampfer ab, reinigen Sie die Kontaktflächen beider Komponenten mit einem trockenen Tuch und setzen Sie alles wieder zusammen. Prüfen Sie auch, ob der Coil korrekt eingesetzt ist und Kontakt zu den Anschlüssen hat. Wenn das Problem bestehen bleibt, ist möglicherweise der Verdampferkopf defekt und muss ausgetauscht werden. Bei weiteren Fragen steht Ihnen unser Team über das Kontaktformular gerne zur Verfügung.
Häufige Fragen
Wie lange hält ein Verdampferkopf?
Bei normaler Nutzung 1–4 Wochen. Faktoren: Dampfhäufigkeit, Leistung, Liquid-Zusammensetzung (süße Liquids verkürzen die Lebensdauer). Anzeichen für Wechsel: abnehmender Geschmack, verbrannter Beigeschmack, weniger Dampf.
Was ist der Unterschied zwischen MTL und DL?
MTL = Mund-zu-Lunge (wie Zigarette), höhere Widerstände, weniger Leistung. DL = Direkt-Lunge, niedrige Widerstände (Sub-Ohm), große Dampfwolken.
Was bedeutet Sub-Ohm-Dampfen?
Nutzung von Coils unter 1,0 Ohm. Geringerer Widerstand = mehr Strom = mehr Leistung = größere Dampfwolken. Erfordert leistungsfähige Akkus.
Was sind Mesh-Coils und warum sind sie besser?
Feines Drahtgeflecht statt spiralförmiger Wicklung. Größere Oberfläche = gleichmäßigere Hitze = besserer Geschmack + längere Haltbarkeit. Seit 2023 Standard bei Pod-Systemen.
Warum schmeckt meine E-Zigarette verbrannt?
Dry Hit: Watte nicht ausreichend mit Liquid gesättigt. Ursachen: Tank leer, neuer Coil nicht getränkt, Leistung zu hoch, Coil verbraucht.
Kann ich während des Ladens dampfen?
Passthrough-Dampfen bei manchen Geräten möglich – siehe Bedienungsanleitung. Aus Sicherheitsgründen empfehlen wir, während des Ladens nicht zu dampfen.
Wie schalte ich meine E-Zigarette ein und aus?
5-Klick-Funktion: Power-Knopf fünfmal schnell drücken. LED blinkt oder Display leuchtet. Einige Pod-Systeme haben nur automatische Zugaktivierung.
Was bedeutet TPD2?
EU-Tabakproduktrichtlinie: max. 2 ml Tank, max. 20 mg/ml Nikotin, Nachfüllflaschen max. 10 ml. Seit 2016 gültig, TPD3 in Vorbereitung.
Wie lange dauert der Umstieg von der Zigarette?
1–4 Wochen. Die verzögerte Nikotinwirkung (20–30 Sek. statt 3–5 Sek.) erfordert Geduld. Richtige Nikotinstärke wählen, MTL-Stil ist anfangs vertrauter.
Wie entsorge ich meine alte E-Zigarette?
Elektrogeräte – nicht in den Hausmüll! Kostenlos bei Wertstoffhöfen, Sammelstellen oder Lebensmitteleinzelhandel. Ab Juli 2026 auch bei Kiosken und Tankstellen.
Über den Autor
Gründer & Geschäftsführer, MaxVapor
MaxVapor wurde 2008 gegründet; seit 2012 mit Spezialisierung auf E-Zigaretten und Liquids. Über 14 Jahre Expertise in Produktberatung, TPD2-Compliance und technischer Beratung. Verantwortlich für Produktprüfung und Kundenkommunikation bei MaxVapor.
Qualifikation: • Unternehmensgründung 2008
• E-Zigaretten-Fachhandel seit 2012
• Fachkenntnisse TPD2-Richtlinien
• Produktschulung & Beratung
• Eingetragener Kaufmann
Erstveröffentlichung: · Zuletzt aktualisiert: . Inhalte werden redaktionell geprüft. Keine Gesundheitsversprechen; alle Angaben ohne Gewähr.
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