Liquid selber mischen | Mischtabelle | Base | Aroma | Verhältnis | Kosten
Liquid selber mischen – Mischtabelle für Base, Aroma & Co.
E-Zigaretten und Liquids sind ausschließlich für Personen ab 18 Jahren bestimmt. Nikotin kann abhängig machen und ist während Schwangerschaft und Stillzeit tabu.
Geprüft von Oliver Prust · Inhaber MaxVapor.de, seit 2012 auf E-Zigaretten spezialisiert · Zuletzt aktualisiert: Januar 2026
Kurz & Knapp: Liquid selber mischen
- Basis – besteht aus PG/VG (ggf. H₂O); Einsteiger: 50/50 empfohlen
- Aroma – Dosierung je nach Hersteller typ. 3–10 %, nur E-Liquid-geeignete Aromen verwenden
- Nikotinshots – Formel: Gesamtmenge × Ziel-mg/ml ÷ Shot-mg/ml (EU-Shots ≤ 20 mg/ml)
- Reifezeit – Fruchtaromen 2–3 Tage, Dessert/Tabak oft länger
- Equipment – Messbecher, Leerflaschen, Spritzen, Handschuhe (Nikotin = Kontaktgift)
- Kostenersparnis – DIY spart Geld, besonders seit der Liquidsteuer (0,32 €/ml, Stand 01/2026)
- Rechner unten – berechnet Aroma (ml), Shot (ml), Base (ml) automatisch
Erdbeere, Schokolade oder Bergkräuter, mit viel oder wenig Nikotin – die Auswahl an Liquids ist riesengroß und erscheint schier unendlich. Auch wenn Sie es im ersten Moment vielleicht gar nicht glauben können, aber mit nur wenigen Handgriffen und den richtigen Zutaten können Sie Ihr liebstes Liquid sogar ganz einfach selber zu Hause mischen. Das Schöne daran: Sie bestimmen selbst, was drinsteckt, und können Stärke, Konsistenz und Aroma exakt nach Ihren Wünschen gestalten. Gerade seit Einführung der Liquidsteuer im Jahr 2022 fragen mich viele Kunden nach Möglichkeiten, ihre Kosten zu senken – und genau hier kommt das Selbermischen ins Spiel. In diesem Ratgeber zeige ich Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ihr eigenes Liquid anmischen, welche Zutaten Sie benötigen und worauf Sie achten sollten.
Liquids selber herstellen – benötigte Werkzeuge
Liquids für E-Zigaretten selber herzustellen, klingt komplizierter als es ist – versprochen. Sie brauchen weder ein Chemielabor noch spezielle Vorkenntnisse. Die "Werkzeuge", die Sie benötigen, haben Sie vermutlich sowieso schon zu Hause: einen Messbecher, ein paar leere Flaschen und eine Spritze oder Pipette zum genauen Dosieren. In meinen über zehn Jahren Beratung habe ich hunderte Kunden beim Einstieg ins Selbermischen begleitet, und die allermeisten sind überrascht, wie unkompliziert es tatsächlich ist.
- Messbecher oder ein anderes Gefäß mit Füllskala, um die genauen Mengen der Zutaten abmessen zu können
- Leere Flaschen mit sicherem Verschluss. So können Sie alle Inhaltsstoffe bequem durch einfaches Schütteln miteinander vermischen.
- Spritze/Pipette: Um das Liquid herzustellen, werden nur kleine Mengen an Aromen benötigt. Diese lassen sich am besten mit Einwegspritzen oder Pipetten dosieren
- Ggf. eine Unterlage (rutsch- und tropffest), da das Mischen zum Teil eine etwas schmierige Angelegenheit werden kann und Sie so auf Nummer sicher gehen, wenn mal etwas daneben geht.
⚠️ Achtung: Tragen Sie bei der Herstellung unbedingt Einweg-Handschuhe. Nikotin ist ein Kontaktgift – es gelangt also auch über die Haut in den Körper, wenn Sie damit in Berührung kommen. Bei Hautkontakt sofort mit viel Wasser abspülen. Bei Verschlucken oder Unwohlsein: Giftnotruf (Deutschland: 030 19240) kontaktieren.
anderes Gefäß mit
Füllskala
Schraubverschluss
Benötigtes Equipment für das Selbermischen von Liquids
Schritt 1: Base mischen
Die Base bildet das Fundament jedes Liquids – ohne sie geht nichts. Sie ist geschmacksneutral und dient als Trägersubstanz für Aroma und gegebenenfalls Nikotin. Je nachdem, wie Sie die Base zusammensetzen, beeinflusst das später den Geschmack, den "Flash" im Hals und die Dampfentwicklung Ihrer E-Zigarette. Die Base besteht aus drei Komponenten:
Propylenglykol (PG)
- der hauptsächliche Geschmacksträger des Liquids
- sorgt für den "Flash" (das Kratzen im Hals)
- relativ dünnflüssig
Pflanzliches Glycerin (VG)
- relativ zähflüssig, verleiht dem Liquid seine Konsistenz
- sorgt für eine dichte Dampfbildung
Wasser (H₂O)
- wird manchmal beigemischt, damit die Base nicht zu dickflüssig wird
💡 Hinweis: Propylenglykol ist zwar der wichtigste Geschmacksträger des Liquids, wird allerdings von vielen Dampfern als kratzig im Hals empfunden, wenn zu hohe Anteile davon im Liquid enthalten sind. Daher ist vor allem für Einsteiger eine Basis zu empfehlen, die nicht mehr als 50 % PG enthält. In meiner Beratung empfehle ich Umsteigern oft das klassische 50/50-Verhältnis – damit fahren die meisten am besten.
Die Basen gibt es bereits gemischt und in verschiedenen Mischverhältnissen fertig zu kaufen, sofern Sie sie nicht komplett selber herstellen möchten. Diese Tabelle gibt Ihnen einen Anhaltspunkt, welches Mischverhältnis für welche Auswirkungen beim Dampfen sorgt:
| PG | VG | Wasser | Eigenschaft |
|---|---|---|---|
| 60 % PG | 30 % VG | 10 % Wasser | → viel Geschmack und Flash bei moderater Dampfentwicklung |
| 50 % PG | 50 % VG | – | → Ausgewogenes Verhältnis von Geschmack und Dampfentwicklung (hierbei handelt es sich um eine weit verbreitete Basen-Version und eignet sich für jedes Aroma und nahezu jeden Dampfer-Typ) |
| 30 % PG | 70 % VG | – | → viel Dampf & relativ dickflüssiges Liquid |
Wenn Sie die Base selber mischen, messen Sie die einzelnen Zutaten mit einem Messbecher ab und füllen Sie sie in ein Mischgefäß – am besten direkt in eine leere Flasche, die im Anschluss auch als Aufbewahrungsort dient. Schütteln Sie die Flasche kräftig für etwa 30 Sekunden, damit sich PG und VG gleichmäßig verbinden. Falls Sie destilliertes Wasser hinzufügen, achten Sie darauf, dass es wirklich keimfrei ist – normales Leitungswasser gehört nicht ins Liquid.
💡 Hinweis: Das Basisliquid selbst besitzt keinen Eigengeschmack, sondern hat höchstens aufgrund des pflanzlichen Glycerins eine leicht süßliche Note. Erst durch das Aroma erhält Ihr Liquid den gewünschten Geschmack – die Base ist sozusagen die "leere Leinwand" für Ihre Kreationen.
Schritt 2: Aroma mischen
Im zweiten Schritt wird der Base ein Aroma Ihrer Wahl beigemischt. Damit verleihen Sie dem Liquid den gewünschten Geschmack. Aromen gibt es mittlerweile in allen nur denkbaren Geschmacksrichtungen zu kaufen. Und der große Vorteil beim Selbermischen: Sie können die verschiedensten Sorten miteinander kombinieren – Ihrer Kreativität und Experimentierfreude sind hier keine Grenzen gesetzt.
Seien Sie unbesorgt: Alle in Deutschland erhältlichen E-Liquid-Aromen sind lebensmittelecht und bedenkenlos untereinander mischbar. Sie können also nach Herzenslust experimentieren und verschiedene Geschmacksrichtungen kombinieren – von fruchtig-frisch bis cremig-süß ist alles erlaubt. Viele meiner Kunden entdecken erst beim Selbermischen ihre ganz persönlichen Lieblingskombinationen.
Die Aromen finden Sie bei einem Händler Ihres Vertrauens, am besten bei einem spezialisierten Fachhändler. Wichtig dabei: Verwenden Sie ausschließlich Aromen, die explizit für E-Zigaretten bzw. E-Liquids zugelassen sind. Lebensmittelaromen aus dem Supermarkt oder der Backabteilung sind nicht geeignet – sie können Träger- und Zusatzstoffe enthalten, die beim Verdampfen problematisch werden. Ein seriöser Händler führt nur geprüfte Aromen und kann Sie bei der Auswahl beraten.
Haben Sie sich für ein Aroma oder einen Aroma-Mix entschieden, können Sie es nun mit der Base zusammenbringen. Dafür benötigen Sie jetzt die oben aufgelisteten "Werkzeuge" wie Messbecher, leere Flaschen und Spritzen. Bei dem Vermischen des Aromas mit der Base sollten Sie sich an der Dosierungsempfehlung des Herstellers orientieren. Diese variiert sehr stark von Aroma zu Aroma – manche Sorten brauchen nur 3 %, andere bis zu 15 %.
Die Berechnung der Aromamenge ist simpel – ein Beispiel: Sie möchten 50 ml Liquid mit 6 % Aroma herstellen. Dann rechnen Sie:
50 (ml) ÷ 100 (%) × 6 (%) = 3 ml Aroma
Für dieses Liquid benötigen Sie also 47 ml Base und 3 ml Aroma. Falls Ihnen das Kopfrechnen zu umständlich ist, nutzen Sie einfach unseren Liquidrechner weiter unten – der nimmt Ihnen die Arbeit ab. In der Mischtabelle finden Sie außerdem fertige Werte für gängige Mengen und Dosierungen.
Jetzt geht es ans Mischen: Messen Sie mit dem Messbecher die berechnete Menge Base ab und füllen Sie sie in eine leere Flasche. Dann entnehmen Sie mit einer Spritze oder Pipette das Aroma – hier ist Genauigkeit gefragt, denn ein paar Milliliter zu viel oder zu wenig machen geschmacklich einen spürbaren Unterschied. Verschließen Sie die Flasche fest und schütteln Sie kräftig, bis sich alle Bestandteile gleichmäßig vermischt haben. Fertig ist Ihr selbstgemischtes Liquid – zumindest fast, denn je nach Aroma kann eine kurze Reifezeit den Geschmack noch verbessern.
Manche Dampfer schwören darauf, dass Liquids erst nach einer gewissen "Reifezeit" richtig gut schmecken. Andere dampfen ihre Mischungen sofort und sind zufrieden. Meine Erfahrung: Es kommt aufs Aroma an. Fruchtige Sorten schmecken oft schon nach einem Tag gut, während Dessert- oder Tabakaromen ein paar Tage brauchen, bis sie rund werden. Auch die Farbe des Liquids verändert sich mit der Zeit und wird kräftiger. Am besten probieren Sie es einfach aus – mischen Sie zunächst kleinere Mengen und testen Sie, ob es Ihnen direkt schmeckt. Wenn Sie dann Ihre Lieblingskombination gefunden haben, lohnt es sich, gleich größere Mengen als Vorrat anzulegen.
💡 Tipp: Da man meist größere Mengen Liquid anmischt und einen Teil davon vorerst beiseitestellt, bieten sich Etiketten zur Beschriftung an. Notieren Sie darauf das Mischungsdatum, die Nikotinstärke und den Aroma-Prozentsatz – so behalten Sie auch bei mehreren Flaschen den Überblick.
Nikotinshots als Zusatz
Viele Dampfer nutzen E-Zigaretten als Alternative zur Tabakzigarette und möchten daher Nikotin in ihrem Liquid haben. Medizinische Aussagen treffe ich hier bewusst nicht – das überlasse ich den Fachleuten. Fakt ist aber: Um Ihr Liquid mit der gewünschten Nikotinstärke zu versehen, brauchen Sie sogenannte Nikotinshots. Diese kleinen 10-ml-Fläschchen enthalten konzentriertes Nikotin (in der EU maximal 20 mg/ml) und werden einfach zur fertigen Base-Aroma-Mischung hinzugefügt. In unserem Shop finden Sie verschiedene Stärken und Packungsgrößen – je nachdem, wie viel Sie mischen möchten.
Das Selbermischen von Liquids ist leichter als gedacht.
Mischtabelle & Mischverhältnisse sowie Liquidrechner für eigene Liquids
Damit Sie nicht jedes Mal den Taschenrechner zücken müssen, habe ich Ihnen eine Mischtabelle zusammengestellt. Sie zeigt auf einen Blick, wie viel Base und Aroma Sie für verschiedene Mengen und Dosierungen benötigen – von 2 % bis 10 % Aromaanteil und von 10 ml bis 120 ml Gesamtmenge:
| Dosierung | Fertiges Liquid | Base | Aroma |
|---|---|---|---|
| 2 % | 10 ml | 9,8 ml | 0,2 ml |
| 50 ml | 49,0 ml | 1,0 ml | |
| 60 ml | 58,8 ml | 1,2 ml | |
| 100 ml | 98,0 ml | 2,0 ml | |
| 120 ml | 117,6 ml | 2,4 ml | |
| 3 % | 10 ml | 9,7 ml | 0,3 ml |
| 50 ml | 48,5 ml | 1,5 ml | |
| 60 ml | 58,2 ml | 1,8 ml | |
| 100 ml | 97,0 ml | 3,0 ml | |
| 120 ml | 116,4 ml | 3,6 ml | |
| 4 % | 10 ml | 9,6 ml | 0,4 ml |
| 50 ml | 48,0 ml | 2,0 ml | |
| 60 ml | 57,6 ml | 2,4 ml | |
| 100 ml | 96,0 ml | 4,0 ml | |
| 120 ml | 115,2 ml | 4,8 ml | |
| 5 % | 10 ml | 9,5 ml | 0,5 ml |
| 50 ml | 47,5 ml | 2,5 ml | |
| 60 ml | 57,0 ml | 3,0 ml | |
| 100 ml | 95,0 ml | 5,0 ml | |
| 120 ml | 114,0 ml | 6,0 ml | |
| 6 % | 10 ml | 9,4 ml | 0,6 ml |
| 50 ml | 47,0 ml | 3,0 ml | |
| 60 ml | 56,4 ml | 3,6 ml | |
| 100 ml | 94,0 ml | 6,0 ml | |
| 120 ml | 112,8 ml | 7,2 ml | |
| 7 % | 10 ml | 9,3 ml | 0,7 ml |
| 50 ml | 46,5 ml | 3,5 ml | |
| 60 ml | 55,8 ml | 4,2 ml | |
| 100 ml | 93,0 ml | 7,0 ml | |
| 120 ml | 111,6 ml | 8,4 ml | |
| 8 % | 10 ml | 9,2 ml | 0,8 ml |
| 50 ml | 46,0 ml | 4,0 ml | |
| 60 ml | 55,2 ml | 4,8 ml | |
| 100 ml | 92,0 ml | 8,0 ml | |
| 120 ml | 110,4 ml | 9,6 ml | |
| 9 % | 10 ml | 9,1 ml | 0,9 ml |
| 50 ml | 45,5 ml | 4,5 ml | |
| 60 ml | 54,6 ml | 5,4 ml | |
| 100 ml | 91,0 ml | 9,0 ml | |
| 120 ml | 109,2 ml | 10,8 ml | |
| 10 % | 10 ml | 9,0 ml | 1,0 ml |
| 50 ml | 45,0 ml | 5,0 ml | |
| 60 ml | 54,0 ml | 6,0 ml | |
| 100 ml | 90,0 ml | 10,0 ml | |
| 120 ml | 108,0 ml | 12,0 ml |
Mischtabelle für das Selbermischen von Liquids
Liquidrechner
Troubleshooting: Typische Probleme & schnelle Fixes
| Symptom | Wahrscheinliche Ursache | Schnelle Lösung | Hinweis (MTL/RDL/DL) |
|---|---|---|---|
| Zu kratzig ("Flash") | PG-Anteil zu hoch, Nikotin zu hoch, Coil zu heiß | PG senken (z. B. 50→40 %), Nikotin reduzieren, Wattzahl senken | MTL: eher 50/50; DL: 30/70 VG bevorzugt |
| Zu süß / flach im Geschmack | Aroma zu hoch/zu niedrig, ungeeignete Reifezeit | Aroma in 1–2 %-Schritten anpassen, 2–7 Tage reifen lassen | Frucht reift schneller als Dessert/Tabak |
| Sifft / Auslaufen | Liquid zu dünnflüssig (viel PG/Wasser), Dichtung/Coil defekt | VG erhöhen, Dichtungen prüfen, Coil korrekt einsetzen | MTL-Pods mögen 50/50; DL Tanks 30/70 (VG/PG) |
| Kokeln / verbrannter Geschmack | Zu hohe Leistung, zu zäh (viel VG), Docht trocken | Watt runter, 1–2 Tropfen Liquid direkt in Coil, ggf. 5–10 % PG steigern | Bei hohen VG-Anteilen lange Züge vermeiden |
| Wert im Rechner "nicht möglich" | Ziel-mg/ml > Shot-mg/ml | Shot-Stärke erhöhen (max. legal), Zielwert senken oder nikotinfreies Basis-Mischen anpassen | EU: i. d. R. ≤ 20 mg/ml in 10 ml-Shots |
Komplett-Sets zum Liquid selber mischen
Wer keine Lust hat, das gesamte Equipment für das Selbermischen von Liquids einzeln zusammenzusuchen, hat auch die Möglichkeit, auf Komplett-Sets zurückzugreifen. Angefangen bei Liquidflaschen mit Deckel, über Mini-Messbecher und Trichter, bis hin zu verschiedenen Feindosierspritzen – diese Sets enthalten wirklich alles, was Sie für die Herstellung von Liquid zu Hause benötigen.
Noch einfacher wird es mit Base-und-Shot-Bundles: Hier bekommen Sie die nikotinfreie Base und die passenden Nikotinshots zusammen, sodass Sie nur noch Ihr Wunscharoma dazugeben müssen. Eine weitere Option sind Shake & Vape Liquids – die liegen aktuell voll im Trend. Bei diesen Produkten ist das Aroma bereits in einer überdosierten Base enthalten, Sie füllen nur noch mit Nikotinshots auf, schütteln kräftig und können sofort losdampfen. Eine Reifezeit ist hier nicht nötig. Gerade für Einsteiger oder alle, die es eilig haben, sind Shake & Vapes eine praktische Alternative zum klassischen Selbermischen.
Kosten für Liquids
Lohnt sich das Selbermischen noch? Diese Frage höre ich seit der Einführung der Liquidsteuer häufig. Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an, wie viel Sie dampfen und ob Sie größere Mengen auf einmal mischen.
💶 Liquidsteuer seit 2022: Auf alle zum Verdampfen bestimmten Flüssigkeiten fallen 0,32 €/ml Tabaksteuer an (Stand 01/2026). Das betrifft Basen, Fertigliquids und Nikotinshots gleichermaßen. Aromen sind davon ausgenommen, da sie nicht direkt verdampft werden.
So sehen die aktuellen Preise bei MaxVapor aus:
| Produkt | Menge | Preis ab | davon Steuer |
|---|---|---|---|
| Base (PG/VG) | 100 ml | 51,95 € | 32,00 € |
| Aroma | 10 ml | 8,00–16,00 € | 0,00 € (steuerfrei) |
| Nikotinshot (20 mg/ml) | 10 ml | 6,49 € | 3,20 € |
| Fertigliquid | 10 ml | 6,95–9,95 € | 3,20 € |
Beispielrechnung: 100 ml Liquid mit 6 mg/ml Nikotin
DIY-Mischung:
- 60 ml Base (aus 100-ml-Flasche): ~31,17 €
- 10 ml Aroma (10 %): ~12,00 €
- 30 ml Nikotinshots (3 × 10 ml): ~19,47 €
- Gesamt: ~62,64 € für 100 ml
Vergleich Fertigliquid:
- 10 × 10 ml Fertigliquid: ~69,50–99,50 €
💡 Fazit: Selbermischen spart auch nach der Steuererhöhung noch Geld – je nach Fertigliquid-Preis etwa 7–37 € pro 100 ml. Der größte Vorteil bleibt aber die Flexibilität: Sie bestimmen Geschmack, Nikotinstärke und PG/VG-Verhältnis selbst.
Unterm Strich: Die Liquidsteuer hat das Selbermischen teurer gemacht, aber nicht unattraktiv. Wer regelmäßig dampft und größere Mengen mischt, spart weiterhin – und hat zusätzlich die volle Kontrolle über seine Mischung. Für mich persönlich ist genau das der größte Vorteil: die Unabhängigkeit von Herstellern und die Möglichkeit, mein Liquid exakt so zu gestalten, wie ich es haben möchte.
Liquids von MaxVapor.de
Bei MaxVapor führen wir alles, was Sie fürs Selbermischen brauchen: Basen in verschiedenen PG/VG-Verhältnissen, eine große Auswahl an Aromen und Nikotinshots in unterschiedlichen Stärken. Falls Ihnen das Selbermischen doch zu aufwendig ist, finden Sie bei uns natürlich auch fertige Liquids – meist in praktischen 10-ml-Flaschen, die zu allen gängigen E-Zigaretten und Pod-Systemen passen. Wir arbeiten mit vielen verschiedenen Herstellern zusammen, sodass Sie bei den Geschmacksrichtungen wirklich die Qual der Wahl haben.
Alle unsere Liquids gibt es in verschiedenen Nikotinstärken: von 3 mg/ml für leichte Dampfer über 6, 9 und 12 mg/ml bis hin zu 18 mg/ml für starke Raucher, die gerade umsteigen. Selbstverständlich führen wir auch komplett nikotinfreie Varianten. So können Sie bei Bedarf schrittweise reduzieren – viele Kunden erzählen mir, dass sie auf diese Weise über mehrere Monate ihren Nikotinkonsum erfolgreich verringert haben.
Wenn Sie noch nicht wissen, welche Geschmacksrichtung Ihnen am besten liegt, empfehle ich unsere Probiersets. Darin finden Sie mehrere Aromen in kleinen Mengen, sodass Sie in Ruhe testen können, bevor Sie sich für einen größeren Vorrat entscheiden. Auch die Probierboxen gibt es in verschiedenen Nikotinstärken – oder komplett nikotinfrei, falls Sie das bevorzugen.
Quellen & weiterführende Informationen
Die folgenden neutralen Informationsquellen erläutern Eigenschaften von PG/VG, potenzielle Aerosol-Nebenprodukte beim Erhitzen sowie den sicheren Umgang mit Nikotin. Keine medizinische Beratung.
Häufige Fragen zum Liquid selber mischen
Welches PG/VG-Verhältnis ist für Einsteiger sinnvoll?
Bewährt für Einsteiger ist ein ausgewogenes Verhältnis (z. B. 50 % PG / 50 % VG). Mehr PG bringt meist mehr "Flash" und Geschmack, mehr VG sorgt für dichteren Dampf und höhere Viskosität.
Wie berechne ich die Aromamenge korrekt?
Formel: Gewünschte Gesamtmenge × Aromaprozent ÷ 100. Beispiel: 100 ml und 6 % Aroma = 6 ml Aroma, der Rest ist Base (ggf. plus Nikotinshot).
Wieviel Nikotinshot brauche ich für meine Zielstärke?
Formel: Gesamtmenge × Ziel-mg/ml ÷ Shot-mg/ml. Beispiel: 100 ml Ziel 6 mg/ml mit 20 mg/ml Shots = 30 ml Shot, Rest Base/Aroma.
Muss mein Liquid reifen?
Viele Aromen profitieren von einigen Tagen ("Reifezeit"). Fruchtiges ist oft schneller rund, schwere Dessert/Tabak-Aromen benötigen meist länger. Probieren Sie aus, ob es Ihnen direkt schmeckt.
Welche Fehler passieren beim Mischen am häufigsten?
Zu hoher Aromagehalt, falsche Shot-Stärke, ungenaues Abmessen und zu frühes Dampfen ohne Reifezeit. Nutzen Sie Messbecher/Spritzen und prüfen Sie Werte im Rechner.
Wie lagere ich selbstgemischte Liquids richtig?
Kühl, trocken, lichtgeschützt und kindersicher lagern. Flaschen beschriften (Datum, Nikotinstärke, Aroma-Prozent). Gut verschließen, um Oxidation zu minimieren.
Wie lange sind selbstgemischte Liquids haltbar?
Ungeöffnete, korrekt gelagerte Komponenten sind länger stabil als fertige Mischungen. Nach dem Mischen innerhalb weniger Monate verbrauchen und auf Geruch/Farbe achten.
Welche Tools brauche ich zum Start?
Messbecher oder Spritze/Pipette, leere Flaschen mit sicherem Verschluss, optional Trichter/Unterlage. Für Nikotin stets Handschuhe tragen.
Warum keine Lebensmittelaromen?
Lebensmittelaromen sind nicht automatisch für E-Liquids geeignet (Viskosität, Reinheit, Trägerstoffe). Nutzen Sie nur Aromen, die ausdrücklich für E-Zigaretten freigegeben sind.
Wie entsorge ich Nikotinreste sicher?
Nikotin ist ein Giftstoff. Reste nicht in den Ausguss kippen. In der Originalflasche verschließen, kindersicher aufbewahren und gemäß lokalen Vorschriften als Sondermüll entsorgen.
Sind meine Flaschen kindersicher?
Achten Sie auf kindersichere Verschlüsse (z. B. Drück-Dreh) und eindeutige Etikettierung (Nikotinstärke, Datum). Bewahren Sie Liquids stets außerhalb der Reichweite von Kindern/Tieren auf.
Über den Autor
Gründer & Geschäftsführer, MaxVapor
MaxVapor wurde 2008 gegründet; seit 2012 mit Spezialisierung auf E-Zigaretten und Liquids. Über 14 Jahre Expertise in Produktberatung, TPD2-Compliance und technischer Beratung. Verantwortlich für Produktprüfung und Kundenkommunikation bei MaxVapor.
Qualifikation: • Unternehmensgründung 2008
• E-Zigaretten-Fachhandel seit 2012
• Fachkenntnisse TPD2-Richtlinien
• Produktschulung & Beratung
• Eingetragener Kaufmann
Erstveröffentlichung: · Zuletzt aktualisiert: . Inhalte werden redaktionell geprüft. Keine Gesundheitsversprechen; alle Angaben ohne Gewähr.